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GeM-LniEtzigss.
Ilm Aepfel beim Aufbewahren vor Einschrumpfen zu schützen, werden wir die Aepfel, welche -Neigung zum Schrumpfen zeigen, in Fässer, Kisten oder andere Gefäße verpacken und trockenen Sand dazwischen streuen. Die Behälter stellt man an einen trockenen kühlen Ort, wo cs nicht friert, und läßt sie ungestört, bis man die Aepfel braucht.
Hesundyettspstege.
Bier „vom Eis". Zahlreiche Fülle von Magenbeschwerden, insbesondere aber viele Fälle von Herzschlag, sind ausschließlich auf den Genuß von sehr kaltem Bier zurückzufüyren. Die Ursache hiervon liegt hauptsächlich darin, daß das Bier gewöhnlich aus Eis gelagert und bis auf nur wenige (gewöhnlich vier) Grade abgekühlt wird, während es früher durchschnittlich! eine Temperatur von zehn und mehr Grad Celsius hatte. Tausende aber haben sich schon den Magen verdorben durch den unvorsichtigen überreichlichen raschen Genuß von zu kaltem Wasser, wenn der Magen vorher leer oder sonst nicht in Ordnung war und man sich nicht rasch Bewegung machte oder etwas dazu aß. Viel schlimmer aber als zu kaltes Wasser ist zu kaltes Bier. Viele Menschen trinken gerade das recht kalte Bier gern und ahnen nicht, welches Unheil dasselbe in ihrem Organismus, zumal im Magen anrichten kann und wie vielen es sich sozusagen auss Herz geschlagen hat. Je rascher ein solches Bier getrunken wird, desto schädlicher ist es in seinen Wirkungen.
Isetd und Harten.
P l L n e i n e s O b st g a r t e n s. Die reiche Obsternte dieses Jahres und der gute Geldertrag, den die Obstbäume gebracht haben, reizt zu Neuanpflanzungen, und mancher Plagt sich im stillen schon mit dem Gedanken ab, wre er einen Plan für seine neue Obstanlage Herrichten soll. Da kommt ihm Nr. 28 des „„Erfurter Führer trn Gartenbau" zu Hilfe. Diese Nummer steht unseren Abonnenten kostenfrei zur Verfügung, wenn sie dieselbe mittelst Postkarte vom Geschäftsamt des Führers in Erfurt verlangen. Es ist darin durchs Zeichnungen eme Obstanlage erörtert, auch die Sorten sind angegeben und die Pflanzweite, und es ist bei den Plänen sowohl an den kleinen Obstzüchter als an den, der mehrere Morgen Obst an- leqen will, gedacht. So wird Anregung für jeden geboten, auch wer nicht schablonenhaft nach diesen Plänen arbeiten will kann doch! vieles Gute daraus nehmen.
Wenn hochstämmige Rosen mehrere Jahre auf demselben Platze gestanden haben, so machen sie zuweilen so viele Wurzelausläufer, daß man oft mit der größten Sorgfalt ihrer kaum Herr zu werden vermag. Wo dies geschieht, ist cs Zeit, die Rose jetzt im Herbst zu verletzen, wenn sic nicht cingehcn soll. Beabsichtigt man, sie wieder auf dieselbe Stelle zu pflanzen, so muß der Boden gut inngeqrabcn, frisch gedüngt, und vor allem mit frischer lehmiger Erde versehen werden. Tas Einpflanzen geschieht ein wenig seichter, als vorher, besonders, wenn das Stämmchen früher ziemlich tief eingesetzt war, was meist der Fall zu sein pflegt, wenn viele Wurzelaustriebe zum Vorschein kommen.
Aür die Küche.
Wachteln auf Jägerart. Diese Vögel müssen, wenn sic in der Küche zu Ehren kommen sollen, bekanntlich so frisch als möglich- verwendet werden. Man rupft, sengt, nimmt und wäscht sie aus, salzt und pfeffert sie, legt sie mit Butterstückchen und dünnen Speckscheiben tn eine Kasserolle, überstreut sie mit feingehackten Charn- wqiwns, Zwiebel, Petersilie, und brät sie unter öfterem Wenden eine Viertelstunde auf Kohlenfeuer. Giebt dann einige Eßlöffel sauren Rahm und etwas Citronensaft an die entfettete Sauce, verfeinert diese noch mit einigen Tropfen Maggi-Würze und reicht sie zu den auf gerösteten Brotschnitten angerichteten Wachteln.
Lttterarisches.
Mr unsere Leserinnen. Dem ersten Hefte des neuen Jahrganges der „Wiener Mode", das schon wenige Tage nach dem Er
scheinen vergriffen war, ist jetzt ein zweites gefolgt, das in Wort und Bild dem ersten vollkommen ebenbürtig ist. Sowohl der farbige Um- schlag als die Textbilder gehören zu dem Besten, was dieses Blatt seinen verwöhnten Abonnentinnen bisher geboten hat, und auch der Inhalt des Unterhaltungsteiles bietet eine Fülle non Anregung und Belehrung. Neu eintretende Abonnentinnen erhalten dieses und das erste Heft mtt dem „Aschenbrödel-Walzer" von Johann Strauß nachgelicfert. — Preis vierteljährlich 2 Mk. 50 Pfg. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten oder direkt vom Verlag der „Miener Mode", Wien, IV., Wienstraße 19.
Das Eisenhüttenwesen. Erläutert in acht Vorträgen von Geh. Bcrgrat Professor Dr. H. Wedding. Mit 12 Figuren im Text. Geh. 90 Pfg., geschmackvoll geb. Mk. 1.15. („Aus Natur und Geisteswelt." (Sammlung wissenschaftlich - gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 20. Bändchen.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig.
DaS Eisen ist das unentbehrlichste Metall, ohne dessen Gebrauch das gegenwärtige Leben gebildeter Völker nicht zu denken ist. Seine mannigfachen Eigenschaften in Verbindung mit dein Elemente Kohlenstoff und sein geringer Preis sichern ihm diese Stellung. Seine Herstellung ist viel schwieriger als die aller anderen Metalle und bedingt die Kenntnis einer großen Menge naturwissenschaftlicher Grundsätze, verlangt die Anwendung verwickelter Vorgänge und den Bau zahlreicher Vor- richtnngen von zum Teil ungeheurer Größe, wie Hochofen, Winderhitzer, Gebläsemaschine, Bessemerbirne. Wie von jedem gebildeten Menschen erwartet werden dars, daß er weiß, auf welche Weise Brot hergestcllt wird, so sollte auch von jedem eine wenigstens allgemeine Kenntnis der Vorgänge vorausgesetzt werden dürfen, vermittelst derer Eisen erzeugt und in seine Gebrauchsformen gebracht wird. Darum kommt diese erste allgemeinverständliche Darstellung iiber die Erzeugung und Herstellung unseres wichtigsten und billigsten Metalls gewiß einem Bedürfnisse entgegen, zumal sic der Feder einer der ersten Autoritäten auf dem Gebiete entflammt.
In dem schmucken, mit guten Abbildungen versehenen Bändchen wird uns zunächst die Erzeugung des schmiedbaren Eisens bei Holz- kohlenseuerung geschildert und bann gezeigt, welche gewaltigen Aenderungen mit der Erfindung des Hochofenprozesses eintraten. Der Verfasser belehrt uns über die chemischen, physikalischen und geologischen Grundlagen derselben, über die Eisenerze und Brennstoffe, über die verschiedenen Eisenarten und ihre Benennungen, um dann die Erzeugung der verschiedenen Eisenarten und die dabei in Betracht kommenden Prozesse zu schildern, insbesondere auch die in unserer Zeit besonders wichtigen Formgebungsarbeiten und die Härtung. Der letzte Abschnitt ist dem schlimmsten Feind des Eisens, dem Roste, gewidmet.
Das inhaltreiche und dabei billige Bändchen ist zu empfehlen.
Prämiierung r Hervorragend günstig Beurteilt werden die neuen, für jede Art Schneiderei so praktischen Hilfsmittel und fertigen Schnitte der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden. Die Firma wurde soeben wieder auf der Allgemeinen Erzgeb. Ausstellung in Zwickau mit der goldenen Medaille ausgezeichnet, nachdem sic im Januar auf der Ausstellung „Für Haus und Herd" in Dresden und int August d. I. auf der Großen Allgem. Ausstellung für das Bekleidungswesen in Krefeld bereits mit der gleichen Auszeichnung bedacht worden war. Das sind gewiß beträchtliche Erfolge, die durch die allseitig warme Anerkennung seitens der Damen, die sich der Erzeugnisse dieser renommierten Firma bedienen, noch wirksam ergänzt werden.
Magisches Quadrat.
Nachdruck verboten.
1. Körperteil.
2. Pflanze.
3. Gestalt der nordischen Sage.
4. Bindemittel.
In die Felder vorstehenden Quadrates find die Buchstaben AA, EE, H, II, K, LLLL, 00, 88 derart einzutragen, daß die wagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend Wörter von der beigefügten Bedeutung bilden.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer:
Kartenverteilung:
V. aK, 9, 8, 7; cA; dA, D, 9, 8, 7.
M. a, bB, alO; blO; c 10, K, D, 9, 8; dK.
H. c, dB, aA, bA, K, D, 9, 8; c7; d 10.
Skat: aD, b 7.
Spiel:
1. V. a 7, »10, aA (— 21). 2. H. b A, aK, b 10.
3. SB. a 8, b B, d B (— 4). 4. SUI. d K, d 10, d A.
5. V. a9, aB, oB (— 4). Die andern Stiche nimmt der Spieler. Die Gegner haben also nur 29 erreicht.
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