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lität der Mahlzeiten ist es jedoch leider häufig dort, wo sich- das Kind stärken und erholen soll,, recht herzlich! schlecht bestellt. Die Suppen sind oft dünn; die Fleischbrühe läßt an Kraft und Gehalt zu wünschen übrig; zu Suppen-Einlagen wird nicht selten das Billigste verwendet und dies in sehr Monotoner Weise. Auch der Wohlgeschmack der Suppen nach dem Suppengrün, den pflanzlichen Zusätzen, die mit ausgekocht werden, ist lange nicht so gut, wie daheim. „So eine Suppe, wie die Mutter zu Haus sie bereitet, giebt's eben anderswo nicht." Das hört man oft. Aber glücklicherweise giebt es hier eine Hilfe, und diese verdanken wir Maggi, welcher es verstanden hat, alles zu einer guten Suppe gehörige in konzentrierte Form zu bringen, in eine Form, welche Nährwert und Schmackhaftigkeit, Billigkeit und leichte Bereitungsart vereinigt, keinem Verderben ausgesetzt ist, sich überall mitnehmen läßt, ohne Platz, im Koffer zu beanspruchen und jederzeit, wenn man nur heißes Wasser zur Verfügung hat, die rasche Herstellung einer prächtigen Suppe ermöglicht.
Diese kleinen Zaubermittel sind zunächst Maggis Suppenwürfel, die in größt er Mannigfaltigkeit und zu einem wahrhaft volkstümlich-billigen Preise alle nur erdenklichen Suppen liefern. Ferner sind es die Maggi'schen Bouillon-Kapseln, die durch einfache Lösung sofort die beste Fleischbrühe geben, und schließlich ist es die bekannte Maggi-Würze, die, in sparsamster Weise der Suppe zugetröpfelt, deren Wohlgeschmack erhöht. Wenn Schiller noch lebte, würde er vielleicht jetzt, anstatt den Bestandteilen des Punsches ein Loblied zu singen, das Thema einer „guten Suppe" wählen, denn auch diese enthält „Vier Elemente innig gesellt", von denen man sagen kann, sie „bilden das Leben, bauen die Welt". Sie klingen ja prosaischer: Eiweiß, Fett, Kohlehydrat und Salze sind ihre etwas nüchternen, wissenschaftlichen Namen. Aber für unser heutiges Leben sind sie wichtig, und schon für die frühe Jugend der jetzigen Generation haben sie die ernsteste Bedeutung. Die genanntes Präparate enthalten nun jene vier Bestandteile in angenehmer, leicht verdaulicher Form und geben uns die Möglichkeit, die Mahlzeiten des Kindes, zumal auf Reisen, damit zu verbessern.
Reisen — welche freudigen Gefühle, wieviel Lust und Jubel erregt es in der Brust des Kindes. Ja, der Dichter hat Recht: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt." Aber jede Medaille hat noch eine Kehrseite, und in diesem Falle sind es die Mängel in der Beköstigung, die man auswärts leider mit in den Kauf nehmen muß. So läßt auch oft gerade das Frühstück, ihei dem das Kind nach dem Schlummer gewöhnlich den besten Appetit hat, sehr zu wünschen übrig. Auch hier weiß Maggi Rat; sein Gluten-Kakao, eine glückliche Mischung von Kakao mit dem so nahrhaften Kleber des Weizenkorns, giebt nämlich ein ganz besonders nahrhaftes Frühstück. Wie schnell die braunen Würfelchen, davon jedes sauber eingepackt, gerade einer Tasse guten, aromatischen Frühstücksgetränks entspricht, sich in heißetn Wasser oder in warmer Milch lösen, wie leicht sie also ein an Nähr-, Kraft- und Genußstoffen reiche Morgen-Mahlzeit geben, davon kann man sich durch! einen Versuch! leicht überzeugen. Auch hier ist man also vom anderen, vom Kaufmann oder Wirt ganz unabhängig ; denn Wasser hat man überall, und ein praktischer Spiritus- oder Petroleumkocher ist auch leicht mit eingepackt. Mit 30 oder 40 solcher Würfel mit ebenso viel Suppenwürfeln, etwa 20 Bouillonkapseln und einer Flasche „Maggi-Würze" ist man also für die ganzen Ferien ausgerüstet und alles dies läßt sich leicht selbst im Handkoffer oder in einer kleinen Handtasche unterbringen.
Diese Unabhängigkeit und Raumersparnis sind aber höchst wertvoll und besondere Vorteile der Maggi'schen Präparate. Damit ist eben jeder fern eigener Koch, und die „Magenfrage", die einem' oft, wenn man mit Kindern reist, Kopfzerbrechen macht, ist damit glücklich gelöst. Wenn die Kinder dann mit runden, roten Wangen frisch und fröhlich heimkommen, dann danken sie es zum Teil auch — Maggi.
Ameisen sind durch starke Gerüche zu vertreiben. Folgende Mittel wende man an, indem man sie in einem Gefäße aufstellt, oder ausstreut rc. Alaun,. Alaunwasser, Branntwein, Fischwasser (worin Fische gekocht, wurden, Guano, alte Heringe, Kampher, Moschus, Insektenpulver, Naphtalin, Ofenruß, Petroleum, Tabakblätter (Abkochung), Thran auf Löschpapier. Auch mit Schlemmkreide oder Terpentinöl dick gezogene Striche überschreiten Ameisen nicht. Man muß die Gänge, welche die Ameisen benutzen, mit Zement verschmieren oder Petroleum in dieselben gießen; Zprozentige Lysol-Lösungen haben sich auch gut bewährt. Außerdem muß man die Ameisenwohnungen in der Nähe des Hauses durch ungelöschten Kalk, den man 1—2 mal in die Ameisenhaufen bringt, zerstören; Petroleum, kochendes Wasser in großen Mengen thun dieselben Dienste.
Vevimischtes.
Das alte halbvergessene Bühnenstück: „Die Weihe der Kraft" von Zacharias Werner gab kürzlich, in ganz eigener Weise einer Damengesellschaft Stoff zur Unterhaltung, als eine ältere Dame behauptete, es würde nicht mehr aufgeführt. „O doch", meinte schmerzend ihre Nichte, „und zwar säst jeden Tag." — „Wo denn das?" — Die Nichte lachte: „Bei mir in der Küche. Ist mir einmal die. Suppe nicht kräftig genug geraten, habe ich! ein flaues Ragout bereitet oder schmeckt die Sauce fade, so sage ich zu mir selbst: „Die Weihe der Kraft muß helfen." Das ist eine Reminiszenz aus der Litteraturstunde; ich! meine in Wirklichkeit damit Liebigs Fleischextrakt. Mit diesem vortrefflichen Allerweltshelfer lassen sich! alle möglichen guten Dinge Herstellen und alle möglichen nicht recht geratenen Gerichte prächtig kurieren. Es ist die reine Kraft des besten Fleisches, und die giebt so mancher Speise erst die höhere kulinarische Weihe."
Rösselsprung.
Nachdruck verboten
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Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: (Mit a, b, c, d werden die vier Farben bezeichnet; also a — Eichel. Treff; b — Grün, Pique; o = Rot, Coeur; d — Schellen, Carreau;
A — Aß; H — Unter, Wenzel, Bube; D — Dame, Ober.)
Im Skat lagen c 8 und o 7 ; Mittelhand hatte cü, a A, b A, b Z, b D, b 9, b 8, b 7, c A, d A und Hinterhand den Rest. Verlaus des Spieles:
1. $. aU M. ov H. d 7.
2. V. d 9 M. dA H. dv ----- 14.
3. M. b A H. bK V. dU.
4. V. v9 M. oA H. oL ----- 15.
Der Rest fällt dem Spieler zu, sodaß die Gegner im Schneider geblieben sind.
Urdaktirn: $. Burkhardt. — Druck und Berlag der Brühl'schen Unwerfitäts-Buch- und Stcindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.


