Ausgabe 
18.12.1900
 
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1900.

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1° lange fest zusammengepreßten Lippen und sagte Swar mit etwas heiserer Stimme, doch in seinem alten, I^.lastrsch überlegenen Ton:Es ist eine überflüssige Muhe^ dre Sie da dresen guten Leuten machen. Aber da ich trt ^hrer Gewalt bin, mögen Sie meinetweaen thun, was Sre verantworten können". $

Sandory leerte ein zweites Glas und begann dann rn der That rn etwas gelangweiltem und lässigem Ton von einer ^agdpartie zu erzählen, die allerdings nicht ganz so harmlos verlausen war, da das Wild, eine riesige Barrn,^ dre für sich und ihr Junges kämpfe, nicht nur mehrere Hunde, sondern auch einen der Treiber jämmer­lich zerflerscht hatte. Eben war er in seiner spannenden Schilderung bis zu dem bedeutsamen Moment gelangt §o .dre Barm, nachdem er aus seinem Doppelläufer einen Sehlschuß gethan, hoch aufgerichtet und fürchterlich Wurmend auf ihn zugekommen war - £tulls

Eschenbach schien vor angstvoller Erwartung der Atem

enn dich die Lästerzunge sticht, So laß dir dies zum Tröste sagen: Die schlecht'sten Früchte sind es nicht, Daran die Wespen nagen. Bürger.

(Nachdruck verboten.)

Unter dem Schwerte der Themis

Roman von Reinhold Ortmann.

Schluß.

I . ^cherllmch reichte ihm das zusammengerollte Papier, und wahrend Sandory es vor sich entfaltete, trat er an seine lmke Seite sich halb über die linke Schulter des Sitzenden neigend, tote wenn er ihm die nötigen Er­läuterungen geben wollte. 9

| , "®e^.eP ^e. bas ist das Erdgeschoß! Darin be-

fmden sich drei Zimmer und die Küche: Der kleine Raum hier zur Rechten", er legte dabei seinen Arm u- Smiwmys Oberkörper, den Zeigefinger auf eine be- nur TA Zeichnung setzend -es ist eigentlich

nur em Mauseloch, em richtiges Mauseloch. Im 9mme« des Königs, Sie sind mein Gefangener!"

Zugleich wurden die an den Körper gepreßten Arme Sandorys jestgehalten. Dieser hagere, scheinbar so ge- brechliche Mann verfügte plötzlich- über eine erstaunliche Kraft. Mit ernem heiseren Aufschrei der Wut furfitp fiA ber ^überlistete der lähmenden Umarmung zu entwinden aber noch m derselben Minute hatten vier andere Fäuste wm ,viULtCn t)ec )en'e Handgelenke gepackt die Thür

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tMtI/^hen, daß hier jeder Versuch eines Wider- hifirSp" vergeblich- fern und Ihre Lage nur verschlechtern Herrn 'Franz IÄ' ^te der angebliche Eschenbach in ganz ver- UUL uugjwuuec i-rrwartung der Atem £bstrengem Ton.Ich bin der Polizei- zu stocken als irgendwo in- der Nähe ein klägliches, I Drlrn und verhafte Sie unter dem

lang gezogenes Miau vernehmlich wurde. Sandory unter- Ä-/^2rbe§' begangen an dem

feitler Erzählung, um laut aufzulachen, 'erfenn^0\rfnf ! §err Michailow,

und auch der andere stimmte in seine Heiterkeit ein. F? ^lso rn diesem Menschen mit voller Be-

Sie sehen, meine Geschichte ist so grausig daß sie I L /r.1 rClt ben vorgeblichen Baron Hainau, den Sie selbst einer Katze zu Herzen geht. Machen wir sie also der Gesellschaft des Fürsten gesehen?"

kurz. Meine zweite Kugel traf die Bestie glücklich in das den 111 französischer Sprache an

linke Auge, und mit einem Gebrüll, das ich, wohl mein Lw Lrrrchtet, dessen Sandory

Leben lang nicht vergessen werde, wälzte sie sich, in den P Augenblick ansichtig wurde. Und in ver­letzten Zuckungen auf dem Schnee." I I"b der Gefragte mit erhobener Stimme

Er schien keine Lust zu weiteren Erzählungen zu haben, kann ich"bekräiUaeuSak ben Eiligsten Eiden

und Herr Eschenbach, bemühte sich- daruch, die Unterhaltung at mrnB. . .

°Uf em anderes Thema zu bringen. sl nnh/m« Ä ^gen von dem ernen

Ich glaube wohl, daß ich mich nun bald endgiltig leichenblaß geworden und §etfn .^sicht war

für «ne der Villen entscheiden werde, die mir hier zum es ein wkni? Sonst aber Stet

K?us angeboten worden sind", meinte er.Aber ich werde ungewöhnlick?er Erreauna tw seioem 0011

letber zu ement kleinen Umbau genötigt sein, da ich vor sich auf einen Wink TeÄoIiJeii nfT ullem ernen geeigneten Raum für meine Sammlungen I schellen' anzuleqen öffnete er mm erftÄS« brauche. Ich habe den Grundriß hier in der Tasche. L' MUlegen, osfnete er zum erstenmale wteder die Sehen Sie aber ich langweile Sie damit doch nicht etwa, Herr Sandory?"

r . "Keineswegs! Geben Sie das Ding nur her! Viel­leicht kann ich, Ihnen raten. Um was handelt sich's denn also, Sie unbeholfenstes aller Menschenkinder?"