Ausgabe 
18.3.1900
 
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2 10 deutsche Stadt weiblicher Vorname. 10 ein Hohlmaß.

6 3 südliche Frucht. 10 ein Längenmaß.

6 ein Planet.

7 8 kleines Raubtier.

3 6 10 ein Handwerksmann.

6 3 etwas Unangenehmes, bekannter Badeort.

Arithrnogriph.

(Nachdruck verboten.)

Die goldene Rose der Königinnen.

Gewisses Aussehen erregte kürzlich in Rom ein Begräb­nis, bei dem sämtliche Kardinäle und Bischöfe in ihren ^scharlachroten und purpurnen Festgewändern erschienen. Man glaubte allgemein, daß eine hervorragende oder sehr vornehme Persönlichkeit -zu Grabe getragen .werde. Dem war aber nicht so. Aus Anordnung des Papstes erwies man diese höchste Ehre einem schlichten Arbeiter, der jedoch nicht zu der gewöhnlichen Menge gezählt werden durfte. I Pietro Santelli, wie alle seine Ahnen ein Goldschmied, konnte seinen Stammbaum in direkter Linie bis zurück zum 15. Jahrhundert nachweisen, und die Familie lebte stets in demselben Hause in unmittelbarer Nähe des Vati- I kans. In dem einfachen, kleinen Laden, der nie nod). dem I Geschmack des Tages renoviert worden ist, wurde seit langer Zeit dieRose d'Or" angefertigt, die der Papst derjenigen Königin überreichen läßt, derenBetragen" während des verflossenen Jahres das beste war, wie Leo XIII. scherzhaft zu sagen pflegt. Diese goldene Rose kostet Seiner Heiligkeit jedesmal die bescheidene Summe von 40 000 Lire. Die Santellis allein erhielten 16 000 Lire, doch nahm die über­aus mühselige Arbeit auch fast das ganze Jahr in Anspruch. Aus massivem Golde hergestellt, mißt der Stil der Rose nahezu vier Fuß. Die große Blüte, die eher einer Hunds­rose, als einer vollen Garten-Centisolie ähnelt, ist aus einzelnen Blättern zusammengesetzt, aus denen der Name des heiligen Gebers, und die verschiedenen Tugenden der Empfängerin eingraviert sind. Die Blumenblätter er­strahlen überdies von zahllosen winzigen Brillanten, die den himmlischen Thau darstellen. Dieser riesige Rosen­zweig wurde früher in einem eleganten, mit himmelblauem ] Atlas gepolsterten Kasten gebettet, der mit wundervoll zise­lierten kleinen Silberrosen ausgelegt war. Seit der Papst aber im Jahre 1892, als er der Königin Amalie von Portu­gal die Goldrose übersandte, eine enorme Extrarechnung für das kostbare Etui begleichen mußte, entschloß er sich, in Zukunft ökonomischer zu sein, und die Rose nur in ein seidenes Tuch zu hüllen, und auf einer Unterlage von Watte in einem bescheidenen Karton zu plazieren. Das Senden der Rose d'Or kostet nicht weniger als 24 000 Lire. Diese ansehnliche Summe empfangen nämlich die beiden aus dem ältesten römischen Adel zu dem Amte gewählten Ueber- bringer für ihre Mühe. Recht kompliziert ist die Zeremonie bei der Ueberreichung des päpstlichen Geschenkes. Eine Gala-Hofequipage, die mit einer Guirlande frischer oder künstlicher weißer Rosen geschmückt ist, erwartet die Ab­gesandten des Kirchensürsten am Bahnhof. Im Hofe des königlichen Palastes müssen die vornehmen Gäste aus der ewigen Stadt von einem in Paradeuniform dort aufgestell­ten Regiment mit Trommelwirbel begrüßt werden. Der ältere der zwei päpstlichen Sendboten trägt nun die Rose mit hocherhobenen Händen bis zu dem Empfangssalon, wo er sie auf einem zu dem Zwecke bereitstehenden, mit weißem, silberbefranztem Seidentuch bedeckten Tischchen niederlegt. Gleich darauf wird in der Schloßkapelle von dem Bischof

weinend fest an mich. Da neigte sie welk ihr Haupt zur Seite. Noch einmal seufzte sie schwer auf, und leblos lag sie in meinen Armen.Nun bin ich ganz verlassen!" rief ich schmerzerfüllt und verzweifelt aus. Da schlug es zwölf Mal. Es klang wie die zitternde Stimme eines Klagenden".

Der alte Herr hielt inne. Die Spieldose spielte immer noch. Mit glockenreinen Tönen erklang es:Lang, lang ist's her!"Jetzt ist die Wunde, die einst so furchtoar blutete, vernarbt!" führ der Justizrat fort.Kurz ist ja unser Leben, und mit Ergebenheit ertrage ich es. ^ch sehe mein liebes Weib doch einmal für immer wieder. Und zu meiner Sterbestunde wird die alte Uhr dort rote damals beim Scheiden meiner lieben Frau schlagen. Dann mag die alte Uhr für immer stille stehen!" Und von der Wand herüber erklang das Schlagen der Uhr. Mir erschien es nicht mehr häßlich und störend, sondern gar "klagend und herzbewegend. Es ward still im Zimmer. Nur die kleine Spieldose schwieg nicht. Sie begann eben ein neues Lied: Verlassen, verlassen, verlassen bin i!"

10 6 7 8 wichtige Getrcideart.

Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter sollen der Reche nach, von oben nach unten gelesen, den Titel einer Operette ergeben.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösimg des Kapselrätsels in voriger Nummer. Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.

eine Messe verlesen, während der die Königin unter einem weißen Baldachin sitzt. Dann begiebt man sich in den Thronsaal, und hier nimmt Ihre Majestät aus einem, mit den Herrscher-Emblemen geschmückten Sessel Platz. Neben ihr läßt sich der ältere Abgesandte nieder, der jüngere da­gegen steht in ehrerbietiger Haltung vor ihr und verliest mit lauter Stimme ein Handschreiben des Papstes. Dreimal schwingt er dabei langsam den goldenen Zweig hin und her und überreicht ihn schließlich dem Prälaten. Dieser lehnt die Rose mit leise gemurmelten Segensworten an das Herz der Königin und sagt dann:Ecce Rosa mystica, donum sanctissimi Patris". Die erlauchte Empfängerin küßt die goldene Blume und antwortet:Deo Gratia". Mit einem rauschenden 'Tedeum endet die Zeremonie. Die Boten des Pontifex werden sofort von der Hand des Königs oder der Königin mit den höchsten Orden des Landes dekoriert.

rinterchaltitirgsspiel.

liebst das Salta-Spiel, dessen in letzter Zeit in der Presse mehrfach Erwähnung geschah, teilt uns em §rchnd unseres Blattes das Folgende mit: Entgegen der Annahme, daßSalta ein Schicbespiel sei, das den Spielern nur eine begrenzte Aktiousfreiheit gewahre, mochte ich hier aus Grund mehrmonatlicher Ersahrung konstatieren, daß das neue Spiel, 'wenn man vom Schach absicht, mehr Kombinationen zulatz, als alle bekannten anderen Brettspiele zusammengenommen. Za, ich must hinzufüqen, daß das Salta-Spiel auch dem Schach nicht nachsteht soweit das bei jedem ernsten Spieler vorauszusetzcnde Ziel in Betracht kommt, durch Ermittlung immer neuer Angriffs- und Verteidigungsmethoden sich auf dem Brett sozusagen individuell auszuleben, inneren Kern gleicht das Salta dem Schach insofern, als-es ebenso wie das attere Schwcsterspiel eine Kriegsschlacht mit allen ihren charakteristischen Ilio- menten, wie den Vormarsch, die Retirade, den Vorstoß, den Flankenan- orisf, die Blockade re. re. verkörpert, und mit dem Fortschritten der Partie das Interesse des Spielers zusehends wächst. Trotzdem ist Salta viel leichter zu erlernen als Schach, wie sein Spielen auch weniger Gedanken-Konzentration erfordert, daher der Geist nicht so sehr ange­strengt wird; für die Mußestunden ist mithin Salta wett geeigneter als Schach. Dieser Vorzug des Salta ist auf dessen höchst einfache Spiel­regeln zurückzuführcn, die schon ein Kind zu ersassen vermag.

Litterarrsches.

Die moderne Arauenkleidung für Frühjahr und Sommer ist in überans übersichtlicher und vielseitiger Weise in dem reichhaltigen Modenalbum und Schnittmusterbnch (Preis 50 Pfennig) ver­anschaulicht, welches die Internationale Schuiilmanufaktur in Dresden soeben neu verausgabte. Dieses mit mehreren hundert Origmalmodellen ausgestattete,Album ist der zuverlässigste und bequemste Berater für alle Modefragen und deshalb für jede Dame von großem Wert. Dte Mode- darstellungen sind nicht, wie so oft in den Modezeitungen, flnaussuhrbare zeichnerische Phantasien, sondern wirkliche, dem neuesten Modegeschmack entsprechende Modelle, denn von allen Abbildungen sind fertige Eckpittte erhältlich und zwar zu verhältnismäßig sehr niederem Preis. Tue e letztere Einrichtung erhöht den Wert des Albums ganz ungemein fu jede Dame, die ihrer Schneiderin eine bestimmte und zuverlässige An­leitung für die zu fertigenden Kostüme zu geben wünscht für M sparsame Hausfrau, die selbst schneidert und einer bequemen Hufe bedarf. Zudem erfreuen sich die Schnitte der Internationalen Schnttlmanusaktur, Dresden, wegen ihres ganz vorzüglichen Sitzes und leichtester Verwen - barkeit großer Beliebtheit, sodaß auch aus der weiteren Benutzung des empfohlenen Modenalbums der Damenwelt nur Vorteile erwachsen werden. ______________

Redaktion: ®. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Meßen.

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