Ausgabe 
18.1.1900
 
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m.

Logogriph.

Nachdruck verboten.

Aus einem Baum, den an Alleen, Im Park und Garten gern wir sehen Schnitt ich ein6" und zum Ersatz Fügt' ich eini" an dessen Platz. Kaum wollt' ich meinen Augen trauen: Vom ganzen Baum war nichts zu schauen, Was übrig blieb, unmeßbar fein, Wie Spinnweb schien's im Sonnenschein

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Magischen Quadrats in voriger Nummer: ' WOLF

OPER L E D A FRAU

KÄattion: E. BurkhaH Druck und VerlagsSrühl'sch.n UniverfitätS-Buch- und Sterndruckerei (Pietsch Erbens in Gi-tzen.

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länder denken möge, so steht doch eines fest: in der Erziehung der Kinder sind sie Meister und haben Grundsätze, deren Annahme auch bei uns aufs dringendste zu wünschen wäre. Die vortrefflich redigierteWiener Mode" hat vor einiger Zeit Aussehen er­regende Aufsätze über die Erziehung des Baby gebracht; rn dem neusten Hefte beginnt eine ebenso interessante Arbeit über die Erziehung des Heranwachsenden Kindes nach englifchen Grund­sätzen. DieWiener Mode" beweist dadurch, daß ein Modeblatt neben der rasch vergänglichen Mode auch den wichtigsten Inter­essen der Familie dienen kann, was den ohnehin schon so grossen Kreis ihrer Anhängerinnen gewiß erheblich vergrößern wird. Das Heft, womit das Winterquartal beginnt, ist in jeber Buch­handlung und in der Administration derWiener Mode ,- Wien, Wienstraße, zum Preise von 4o Pfg. zu haben. Preis pro Quartal Mk. 2.50. o ...

D ieRomanwel t" hat für ihr neues Quartal ein reiches utkd gediegenes Programm zusammengestellt. Aus der Fülle interessanter Beiträge erwähnen wir eine größere Novelle von Alfred MeeboldDoktor Erna Redens Thorheit und Er­kenntnis", ein Werk, das ein Problem unserer Tage mit sicherer Hand aufgreift. In scharfem Umriß zeigt es das zwiespältige Empfinden der modernen Frau, die durch Intelligenz und Können sich die Wissenschaft erobert, und die doch immer wieder durch ihr zweites Ich, durch das Weib voll weicher, schmerzensreicher Sehn­sucht, verwirrt und irre gemacht wird. Dies Motiv bekommt aber eine ganz neue Nuance durch ein anderes Frauenschicksal, in dessen dunklem Spiegel Erna Redens Leiden klein und überwind­bar werden. Nur andeutend wird hier an etwas gerührt,das von Menschen nicht gewußt oder nicht gedacht; durch das Labyrinth der Brust wandelt in der Nacht . An drei es Werk schließt sich ein größerer Roman an von Vi ct o r v. K o h l en- eggBille Brandt". Das Thema Nietzsches:Nicht ich brach die Ehe, aber die Ehe brach mich", wird hier durch die Darstellung eines Mädchenschicksals in ganz origineller Weise variier. Die leise gedämpfte Seelengeschichte ist m den Rahmen bunt beweg en äußeren Lebens glücklich eingefugt. Kürzere deutsche Novellen begleiten diese größeren Arbeiten. Die bekanntesten Namen sind vertreten: Paul Oskar HöckerDie Ehre des Kaufes Dorri" Leo H i l d e ckErinnerungen find Kohlen , Bckig't-DiederichsEngelmakersch Kostkind" n. st w. Eine Reihe wertvoller Arbeiten bringt auch das Ausland, Neben Erzählungen Rudyard Kiplings von dem die Romanwelt häufig Beiträge bringt, wird eine überaus flott und frisch erzählte musikalische Geschichte von M E, Francis ''Valeries Duenna", ein Roman auf der G-Seite, die cnglifche Erzahler- kunst vertreten. Frankreich wird durch Bo ur g et Henry

! b e Regnier und Jules L e r m i n a Italien durch den phantasievollen Bo it o , Skandinavien durch Aa ur u d , P er

i Hallström, Aloilde Prydz und,andere, Ungarn durchs I den immer gut gelaunten Pekar repräsentiert. A-tcie kurze Inhaltsangabe zeigt, daß es derRomanwelt" wiederum ge­lungen ist, ein ebenso litterarifch wertvolles wie unterhaltendes Programm zusammenzustellen.

Humoristisches.

<*tn Restaurant. Wirt:Schmeckt Ihnen das Rebhuhn nicht, Herr Müller?Gast:O ja, ich finde es nur sür em wenig klein für sein Aller." ..

Rechenrätsel. Herr:Wie, dreizehn Kinder haben fic schon, wie ist das möglich?" Schuster:Ja, sehen sie, die ersten drei das I waren gleich sechs." , ..

Wie «r's versteht. Richter:Hatten Sie einen Genossen, als I Sie den Diebstahl begingen?" Angeklagter:Ne, Gerichtshofs, I ick hatte noch keenen jenossen, ick war noch total nüchtern."

Nur nicht zu früh gejubelt.Siehst Du, Karl, so gefällst Du mir, bist hübsch aufmerksam, drehst uicht immer den Kopf nach rechts und links"Ja, ich hab' ein stcises Genick."

kurzer Beit auf dem Eise große Strecken zu durchmessen, während I das Kunstfahren, das zuerst bei den Holländern und priesen eifrig gepflegt wurde, heute hauptsächlich in England, Amerika I und Frankreich geübt wird. Auf dem Festlande widmet man sich ferner in Wien mit besonderem Eifer dieser Richtung des LufporL.g .m Kunstfahren zu einer großen Fertigkeit zu bringen, ist eine stetige, unermüdliche Uebung, ia sogar ein eifriges I Studium erforderlich. In der That sind zahlreiche Lehrbücher | über die auf dem Eise auszuübenden Künste erschienen, und wer es zur Meisterschaft auf diesem Gebiete bringen will, wird zunächst sich bemühen müssen, gewisse allgemein bekannte Fluren oder I Spuren", die er in solchen Lehrbüchern dargestellt findet, auf dem Eise mit den Stahlschienen nachzuzeichnen. Wer allerdings nur wenige Erholungsstunden dem Eislauf widmen kann, wird auf diese Künste weniger Wert legen. Aber icder, der sich nur I bestrebt, den Körper in ruhiger anmutiger Bewegung dem tart« mäßigen Ausschreiten der Füße folgen zu lassen, sodaß, er sich gleichsam wiegend über die spiegelglatte Bahn bewegt, wird eine I aewisse Fertigkeit erringen und am Eislauf besonderes Vergnügen finden. Denn als Künstler auf dem Eise gilt berjemge, der gleichsam in natürlicher Bewegung, und scheinbar ohne An- I strengung über die Bahn dahingleitet, und tn dem Zuschauer die I Vorstellung erweckt, als wäre es ein leichtes, es dem gewandten Läufer nachzuthun. Im allgemeinen kommen Aanten schneller I als bas stärkere Geschlecht zu diesem Ziel, da sie von vornherein I mehr Wert darauf legen, auch aus dem Eise anmutig und graziös

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Länger als Schlittschuh und Ski hat der Schlitten seine Be­deutung als Verkehrsmittel bewahrt. Er ist unentbehrlich, wo Eis und Schnee fast das ganze Jahr hindurch die Erde bedecken. So macht in Nordasien und Grönland der nut Hunden oder Renn­tieren bespannte Schlitten den Wagen vollkommen entbehrlich.

Merkwürdig ist es, daß die sportmäßige Ausbildung des Schlittenfahrens bis vor kurzem auf Skandinavien und Nord­amerika beschränkt war. Erst neuerdings ist sie nach Deutschland verpflanzt worben. Zu besonderer Entwickelung gelangte hier dieHörnerschlittenfahrt", welche nach der hörnerartigen Auf- biegung der Schlittenkufen so bezeichnet wird, und vorzüglich rm Riesengebirge und int Harz, aber auch tn anderen deutschen Ge- I birgsgegenden sehr beliebt ist. I

In Norwegen ist der Rutschschlittensport heimisch, der ftch unter Verwendung kleiner Schlitten, der sogenannten, Kralle, zu außerordentlich kühnen Leistungen erhebt. Solche Heute Rutsch­schlitten sind auch unter dem NamenRodel tn Tirol und als Schlittel" in St. Moritz und Davos tn Gebrauch.

Der in vielen Gegenden bekannte, für zwei Personen ein­gerichtete Sattelschlitten ist mit einer besonderen Steuer-Vor­richtung versehen, während für gewöhnlichdas Steuern auf neuen, eisbedeckten und gewundenen Bahnen durch ine nut starkem Scyuy- werk bekleideten Füße der Fahrenden oder mit den Händen unter Verwendung kurzer Pflöcke bewirkt wird.

Gleichsam die Mitte zwischen Schlitten und Schneeschuh halt der Rennwolf, eine Art Tretschlitten, der, von schwedischen Tou­risten zum Sportgerät erhoben, vor kurzem nach Deutschland ver­pflanzt tvurde, wo das Rennwolffahren jetzt neben dem ©dytiee» schuhlaufen mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Der Renn- | wolf besteht aus zwei bis zweieinhalb Meter langen, vorn ver­bundenen Schlittenkufen mit einem Gerustaufbau, an dem sich der Läufer, auf einem Fuße stehend, hält, während er sich nut dem anderen beständig vom Eise abstößt. Bei guter Bahn soll man mit dem Rennwolf an zwanzig Kilometer m der Stunde zuruck- ^^Endl?ch" verdient noch der Segelschlitten, der auf dem Eise durch die Kraft des Windes getrieben wird, Erwähnung Dieses Gefährt wird wie ein Segelboot ausgetakelt und übertrifft bei starkem Winde und schönem Eise selbst Schnelldampfer und Blitz­züge an Geschwindigkeit. Der Segelschlittensport wird besonders auf den großen Seeen Rußlands und Amerikas geübt

Der Wintersport bietet, wie man sieht, recht mannigfache Ver­gnügungen, und wer nicht gerade gewöhnt ist, hinter dem Wen zu hocken und Grillen zu fangen, wird häufig genug Gelegenheit finden in der freien und frischen Natur seine Kräfte zu erproben, seine Geschicklichkeit zu üben, und bte Gesundheit zu stah en. An dergleichen denkt freilich der leidenschaftliche Eislaufer selten, das Vergnügen auf dem Eise beschäftigt zu sehr sem Gemüt, als daß er nüchterne Betrachtungen über Zweck und Nutzen des Sports anzustellen vermöchte. Aber wenn der Frost die ersten Blumen ans Fenster malt, und die Schneeflocken vor seinen Augen tanzen, dann geht es ihm wie den inngen Mädchen beim Walzertakt, es jiebt ihn mit unwiderstehlicher Gewalt zum Tanz auf dem Eise.

Literarisches.

Der Krieg in Transvaal. Die Ereignisse m Süd­afrika haben viele von ihrer blinden Vorliebe für alles engusche geheilt. Aber wie immer man auch über England und die Citg=