öen menschlichen Körper sind, verboten. Es ist also verboten, zum Zwecke der Konservierung von Nahrungsmitteln Salicylsäure, Benzoesäure, Borax und Borsäure, schwefligsaure Salze u. a. in Anwendung zu bringen, von erheblich giftigen Stoffen, wie Sublimat oder Karbol ganz zu schweigen. A. Kayser macht nun in der „Zeitschr. s. öffentl. Chemie" und im „Chem. Zentralbl." darauf aufmerksam, daß in dem absoluten Verbot dieser Mittel eine Härte und eine Unzweckmäßigkeit liege. Unsere Nahrungsmittel haben nun einmal mehr oder weniger Neigung, zu verderben und dadurch für den Genuß untauglich zu werden. Das Streben, den Eintritt des Verderbens zu verhindern, oder möglichst hinauszuschieben, führte auf empirischem Wege zur" Konservierung, deren älteste Verfahren Trocknen, Räuchern und Pökeln gewesen sind. Alt sind auch einige Sonderverfahren wie das Schwefeln des Weines, das Hopfen des Bieres. Früchte wissenschaftlicher Forschungen sind schon das Gefrierverfahren, die Sterilisation, namentlich aber der Zusatz von Chemikalien. Durch die Art der Konservierung solltensGeschmack, Geruch, äußere Beschaffenheit des Nahrungsmittels möglichst wenig verändert, und der Nährwert nicht vermindert werden, wobei das Konservierungsmittel selbst keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften haben darf. Statt daß aber die Konservierung durch chemische Mittel, welche als die geeignetste erscheint, als technische, wirtschaftliche und sanitäre Errungenschaft ersten Grades beurteilt würde, macht sich zurzeit eher das Gegenteil bemerkbar. Man verlangt scheinbar, daß ein Konservierungsmittel nicht nur als solches wirksam, sondern in beliebigen Mengen, d. h. in weit größeren als sie jemals zweckmäßig zur Anwendung gelangen können, und kommen, dem menschlichen Organismus einverleibt, sich als indifferente Substanz erweisen soll. Ebensowenig, wie eine absolute Unschädlichkeit bei den altbewährten, und durch Gewohnheitsrecht geheiligten Konservierungsmitteln, wie Kochsalz, Salpeter, Kreosot, vorhanden ist, ebensowenig sollte man solche übertriebenen Anforderungen an die modernen chemischen Konservierungsmittel stellen, so an Borsäure, Borax, Salicylsäure, Benzoesäure. Es ist bisher noch niemals 'ein Fall bekannt geworden, daß Gesundheitsschädigungen eingetreten sind durch Genuß von Nahrungsmitteln, die mit diesen Chemikalien konserviert waren, wohl aber sind Massenerkrankungen durch nicht konservierte, äußerlich als verdorben nicht erkennbare Nahrungsmittel häufig. Bei einer sachgemäßen Förderung der Konservierung würde diese ständige Rubrik der Zeitschriften sicher kleiner werden. Eine Würdigung dieses Wertes der Konservierungsmittel ist, ohne Zweifel zum Schaden des allgemeinen Wohles nicht allgemein vorhanden. Mittel, welche schon verdorbenen Nahrungsmitteln den Anschein guter geben sollen, scheiden bei dieser Betrachtung selbstverständlich aus.
Gemeinnütziges.
Isür die Küche.
Gemüse- (Julienne) Suppe. 6 Personen, Zubereitungszeit eine halbe Stunde. Man nimmt von Maggi's Gemüse- (Julienne) Suppe 3 Würfel a 10 Pfg., zerbröckelt dieselben, gießt eineinhalb Liter kochendes Wasser darüber, läßt alles bei kleinem Feuer 25 Minuten kochen, und reicht die sehr kräftige, wohlschmeckende Suppe zu Tisch,
^nmovistisches.
Aimmer im Dienst. Frau eines Polizeileutnants: »So schlafe doch Mann. Was machst Du denn im Bette immer für turnerische Hebungen?" — Polizeileutnant: „Habe soeben eine Wanze und zwei Flühe wegen nächtlicher Ruhestörung verhaftet!"
Ungenügsam. Doem: „Das ist immer die alte Geschichte: Je mehr einer hat, desto mehr verlangt er sich!" — Dünn: „Hm! — Habt Ihr schon einmal Zwillinge gehabt?"
Der moderne Cäsar. Der Sohn Herrmann ist faul gewesen. Er bekommt von seinem Klassenlehrer einen Strafzettel mit nach Haus, den der Vater bescheinigen soll. Der gute Vater wichst Hermännchen durch und bescheinigt: Veni, vidi, vixi.
Bedenklich. Arzt: „Hatten Sie starken Schüttelfrost?" — Patientin: „Ja!" — Arzt: „Haben Ihnen die Zähne geklappert?" — Patientin: „Nein; sie lagen ja im Nachttisch."
KeranKgeholfen. Junge Hausfrau: „Ist der Fisch auch frisch, Minna?" — Die alte Köchin (höhnisch): „Na, er lebt doch!" — Junge Hausfrau: „Das heißt nichts . . . Sie leben auch und sind doch nicht frisch!"
Erklärung. Karlchen: „Papa, da lese ich eben in einem Gedicht von schweigenden Helden. Was sind denn schweigende Helden?" — Vater: „Verheiratete Männer, mein Kind."
Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien. Gesamtdarstellung aller Gebiete der gewerblichen und industriellen Arbeit, sowie von Weltverkehr und Weltwirtschaft. Neunte, durchaus neugestaltete Auflage. Bearbeitet von Fachmännern ersten Ranges. Vollständig in 10 Bänden, geheftet je 8 Mk., in Halbfranz gebunden je 10 Mk. Leipzig, Otto Spamer. Den bereits erschienenen sieben Bänden ist jetzt ein neuer, der sechste Band gefolgt. Er umfaßt die Verarbeitung der Metalle. Das Gebiet der Metallindustrie ist wohl das umfangreichste von allen, und seine Schilderung bietet so viel des Interessanten wie wenig andere. Von der Erzeugung der gewaltigen Panzerplatten, der Schienen und Träger bis zur Herstellung der Nähnadel umfaßt es alle Formen, in denen das Metall den Zwecken des Menschen dient. Das Schmieden und das Walzen, die Eisengießerei und der Maschinenbau, ihre alten Formen und ihre großartige Entwickelung in der neuesten Zeit finden anschauliche Behandlung in Wort und Bild. Das Gebiet der sog. Stahlwaren- und Kleinindustrie, die Herstellung von Messer und Gabel, von Blech- und Drahterzeugnifsen, von Ketten und Kugeln usw. hat seitens des Bearbeiters Herrn Hae dick e des Direktors der berühmten Fachschule in Remscheid, eine besonders liebevolle Behandlung erfahren. Des weiteren sind alle Zweige der Waffenindustrie, Schlosserei und Geldschrankfabrikation ebenso anschaulich dargestellt, wie die Verarbeitung von Gold und Silber oder die Uhrmacherei. Hervorragendes Interesse bietet auch der Abschnitt über die Herstellung des Fahrrades, welche kaum vorher so erschöpfend dargestellt sein dürfte. Wie sehr Verfasser und Verleger bemüht waren, etwas Vollkommenes zu schaffen, geht schon daraus hervor, daß die Illustrierung nicht weniger als 1600 Nummern umfaßt. Es liegen nunmehr acht Bände von dem bedeutenden Werke vor. Die beiden noch fehlenden werden in kurzer Frist erscheinen.
Kollektion Hartleven. Eine Auswahl der hervorragendsten Romane aller Nationen. Achter Jahrgang Vierzehntägig erscheint ein Band, eleg. geb. 75 Pfg. Jährlich 26 Bände; bisher-Band 1 bis 12 vom VIII. Jahrgang ausgegeben (A. Hartleben's Verlag in Wien). Von der Romanbibliothek „Kollektion Hartleben", diesem handlichen und hübschen Unternehmen, welches die größte Verbreitung verdient, liegen uns bereits Band 1 bis 12 des VIII. Jahrganges vor. Das Publikum ersieht aus dem abwechslungsreichen Programm, in welchem jede Nation zu Worte kommt, wie sehr Verleger und Redaktion bemüht sind, ihr Bestes zu leisten in Wahl der Stoffe und Ausstattung des Ganzen. Der neue Jahrgang wurde mit dem dreibändigen Roman von Rens de Pont-Pest „Eine vornehme Ehe" eröffnet. Diesem folgte die polnische Arbeit von Elise Orzeszko, „Der Australier". Band V—VI brachte „Die gefangene Prinzessin" des Engländers Savage. Band VII Novellen der in der Wiener Gesellschaft bekannten und beliebten Schriftstellerin Baronin Paula Bülow; Band VIII—XI umfaßt Girolamo Rovetta's „Das Idol"; Band X die ungarische Arbeit „Anna Huszar" von Elek Benedek; Band XI—XU den Roman „Vom Sturm getragen" von M. A. Fleming; Band XIII—XIV „Die Studentin" von Jeanne Mairet; Band XV—XVII „Eine schöne Frau" von Louis Lstaug; Band XVIII —XIX „Ein neues Geschlecht" B. von der Lancken; Band XX „Mario" von Memini; Band XXI—XXII „Onesimus" von Lehet; Band XXIII—XXIV „Irmengarde" von A. v. d. Paura; Band XXV —XXVI „Beaulieu" von Pierre Sales. Das internationale Unternehmen wird sicher auch weiterhin bestrebt fein, nur Bestes zu bieten.
TauschrLtsel.
Nachdruck verboten.
Die Ansangsbuchstaben nebenstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebenso viele neue Wörter erhält, deren Anfangsbuchstaben den Namen eines Komponisten ergeben.
Auflösung in nächster Nummer.
Bund
Ober
Elias
Kelle
Neid
Born
Feder
Alster
Ader
Wiese
Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer: Kohl Oboe Horn Lenz
Redaktion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Stehen.


