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.Jgaf a8 Leben, Freund, mißt nicht nach Tag und Nacht, Mißt, wie ein Buch, nach dem, was drin zu lesen: Ix mehr du hast erlebt, gefühlt, gedacht, Je länger ist dein Erdenpfad gewesen.
Viktor Blüthgen.
Nachdruck verboten.
Heimatlos.
Roman von E. P. Roe.
(Fortsetzung.)
Das alte Paar kehrte nach Forestville zurück von diesem Besuch, der alle ihre Erwartungen übertroffen hatte.
Robert war hocherfreut und beeilte sich, Mildred Mitteilung zu machen, welche die letzten Wochen ihres Landaufenthaltes 'bei ihrer Freundin, Frau Wilson, zubrachte.
Mildred, rief er. Sie sollen niemals wieder Mangel kennen lernen! Mein Glück wäre nichts für mich, wenn ich es nicht mit Ihnen teilte!
Aber sie enttäuschte ihn durch ihre Antwort.
Nein, Robert, Sie dürfen mich in meinem unabhängigen Leben nicht stören, meine Natur verlangt es!
Er konnte kaum das Versprechen erlangen, daß sie sich im Falle der Not an ihn wenden werde.
Bor Mrer Rückkehr nach der Stadt erhielt sie noch in Forestville einen Brief von Arnold Vinton, und es mutz eingestanden werden, daß sie einen Schauer von Glück dabei empfand. Als sie Robert davon sagte, sah er anfangs sehr grimmig aus, nach sichtlicher Anstrengung aber erhellte sich sein Gesicht.
Es ist gut, Mildred, sagte er, aber Sie müssen mir eine Bitte gewähren, Sie dürfen nie mit Arnold Vinton von mir sprechen.
Dann kann ich auch von mir selbst nicht sprechen, erwiderte sie. Er soll wissen, was ich Ihnen schulde und ich hoffe, Sie werden eines Tages die innigsten Freunde sein, i Nun, das hat noch Zeit! Erst mutz ich ihn sehen und mehr von ihm wissen, und — Freunde in solcher Stellung, wie wir, sind selten, dazu habe ich viel zu viel ungezähmte Natur in mir. Ich will alles in der Welt für Sie thun, aber Sie müssen so etwas nicht erwarten, bevor ich graue Haare habe. Wenn ich ihn gesehen und inich mehr daran gewöhnt habe, werde ich vielleicht anders
Ganz gewiß, Robert!
Traurig ging er davon.
Sie meint es ehrlich, der Himmel weiß es, aber es wird doch anders kommen.
Am andern Tage nahm Robert Abschied und kehrte zur Stadt zurück, nach dem er eine Stunde an Bellas Grab zugebracht hatte. Zwei oder drei Tage später kam! auch Mildred zur Stadt, begleitet von Frau Wilson, und wurde von Frau Willow herzlich begrüßt. Als Robert am Abend erschien mit einem schönen Bild für ihr Zimmer, lächelte sie, wie sie nie wieder zu lächeln geglaubt hatte. Auch der Geistliche kam, und das junge Mädchen fühlte sich nicht verlassen. ,
Nun, Mildred, sagte er, wenden Sie Ihre Gedanken! der Zukunft zu. Robert wird Sie glücklich machen! Glauben Sie mir, er ist von lauterem Gold!
Das sagte auch Bella, dachte sie seufzend, nachdem er gegangen war, ich muß alle enttäuschen; aber Robert wird mir helfen. Er verdient eine viel bessere Frau und wird sie auch bekommen, denn er ist zu jung und zu stark, um nicht in kurzer Zeit dies alles zu verwinden.
Bald nahm das Leben seinen gewöhnlichen, friedlichen Verlauf. Jeden Abend brachte er bei Mildred zu, und sprach mit ihr über seine Studien, während die alte Frau Willow halb verschlafen strickend in einer Ecke sah. Zweimal während des Winters war sie auch in Forestville, um ihren kleinen Bruder und ihre Schwester zu sehen.
Mit Arnold Vinton, der sich mit seiner Mutter noch im Auslande befand, stand sie in regelmäßigem Briefwechsel, und dies verursachte dem jungen Manne mehr als eine stürmische Szene. Seine Mutter sah Mildreds Briefe, noch ehe sie in seine Hand kamen, und die Wirkung derselben auf ihn war so stark, daß sie bald die Quelle vermutete, aus der sie kamen. Die Thatsache, daß wenige Worte von Mildred mehr für den Kranken gethan hatten, als alle die teuren Heilmittel und ausländischen Heil-Anstalten, hätte manche Mutter zu dem Gedanken geführt, daß das Geheimnis der Gesundheit schon gefunden worden sei, Frau Vinton aber wurde im Gegenteil darüber nur noch zorniger und feindseliger gegen das Mädchen. Auf ihre Veranlassung ermittelte ihr Mann, daß die Familie ganz verarmt fei, und j,n einer geringen Mietwohnung hauste. Der Vater sei ganz unzurechnungsfähig geworden, und sogar das Mädchen selbst habe vor Gericht gestanden, sei aber frei gesprochen worden. Er schrieb deshulb seiner Frau, die Korrespondenz müsse fofort aufhören, da dies der Familie Schande machen könnte. Er schrieb auch seinem Sohn in gleichem Sinne unter heftigen Drohungen. Mit einem Ausdruck des Abscheus auf dem Gesicht zeigte Frau Vinton diesen Brief ihrem Sohn. Vergebens beteuerte er, daß gegen Mildred nichts Böses ausgesagt werden könne, daß sie die Unschuld und Reinheit selbst sei, und daß ihr Unglück kein Grund für ihn sei, sie zu verlassen.
Was? kreischte die Mutter. Glaubst Du, wir werdey


