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Wirft ihn in den Brunnen; dann läuft er so schnell weg wie seine Beine ihn tragen können, und giebt anderen' die etwa in der Nähe sind, ein Warnungssignal.
Eine furchtbare Explosion erfolgt, und das befreite Petroleum wird die Röhre 'Hochgetrieben, bis es als Springbrunnen 30 Fuß hoch oder höher in die Luft aufsteiqt Manchmal entzündet sich das Gas in der Röhre durch Berührung ^mit dem hinabsallenden Schwärmer. Tann muß der „Schießer" zurückstürzen und die Flamme aus- löfchen, indem er etwas über die Oesfnung deckt. Dies ist em Moment äußerster Aufregung und Gefahr: denn wenn er nicht sehr schnell ist, so wird der hinabfallende Schwärmer die Explosion verursachen, ehe er weggelangen kann und dann fliegt der „shooter" mit dem Springquell in die Lüfte.
Wer wollte bestreiten, daß dies eine sehr romantische Beschäftigung ist? A. R.
| EinWinkfürJäger. Der Herbst ist da mit seinen j Stoppelfeldern, und Taufende von Jägern rüsten sich zur | Ausübung des edlen Waidwerkes. Der Jäger fürchtet nicht die Unbilden der Witterung, höchstens ist es ihm zuwider, wenn er einer alten Frau begegnet. Dagegen sehnt er I sich dann und wann nach innerer Wärme. Ein guter Cognac ist keineswegs zu verachten, aber jeder erfahrene I Waidmann wird zugeben, daß der Alkohol auf die Dauer ermüdet und die Hand nicht festigt. Weit besser sind hier I Maggis Gemüse- und Kraftsuppen, wie auch Maggis treff- I liehe Bouillon-Kapseln. Man wende nicht ein, daß deren I Zubereitung schwierig sei. Gelegenheit, sich siedendes I Wasser zu verschaffen, bietet sich überall. Wir haben uns I selbst in einer entlegenen Krähenhütte an einer famosen I Maggischen Julienne-Suppe delektiert, die einen alten I Förster in solche Begeisterung versetzte, daß er ein form» I licher Apostel der Maggi-Erzeugnisse ward. Die Packung I der Suppenwürfel und Bouillon-Kapseln ist eine sehr prak- I tische, so daß sie leicht mitgeführt werden können.
Zur Herstellung von Brombeerwein Presse I man die Beeren sofort nach der Einlieferung ab. Auf | ein Liter Saft setzt man ein Liter Wasser zu. Bei geringerer Wassergabe würde der Wein zwar nicht zu sauer werden, aber die Bitterkeit der Brombeere zu stark hervortreten. Auf 100 Liter verdünnten Mostes löse 30 Kgr. Zucker, wozu jeder reinschmeckende weiße Zucker Verwendung finden kann. Zur Beschleunigung der Gärung setze man dem ersten Fasse Reinhefe zu. Die später gekelterten Fässer impft man in der Weise mit Hefe weiter, ! daß man aus dem bereits stark gärenden Fasse etwas gärenden Wein zusetzt (auf 100 Liter Most ein Liter gärenden Wein. Nach etwa drei Wochen füllt man die Fässer bis dicht unter den Spunden auf. Erstes Ablassen von der Hefe int Januar bis Februar. Die Weine sind nach etwa zwei Fahren flaschenreif. — Anfänger sind dringend vor der Verwendung billiger, schlechter Fässer zu warnen; jedenfalls sind alle benutzten Gebinde erst mit Sodawasser zu brühen und mindestens acht Tage zu wässern.
Neid und Karten.
Zur Ernte der Schwarzwurzeln. Da die Schwarzwurzel zweijährig ist, so geschieht es häufig der Samenzucht halber, daß man ihre Ernte erst im zweiten Jahre nach der Blüte vornimmt; ich möchte alle Liebhaber von zarten Gemüsen vor diesem Verfahren warnen und die einjährige Srnte empfehlen, umsomehr, als die Wurzeln bis in den spätesten Herbst hinein stehen bleiben können und so hinreichend Zeit haben, sich vollständig auszubilden. Bei Bedarf gräbt man sehr tief in den Boden, weil die .Wurzeln zu leicht abbrechen. Vor Beginn der strengen Winterzeit nehme man genügend Vorrat aus den Beeten heraus und schlage ihn in Erde oder in Sand ein, in welchem Zustande die Wurzeln recht frisch und wohlschmeckend bleiben.
Kesundyertspffege.
Die Heilwirkung des Thymian bei Kehlkopf- und Bronchialkatarrhen, Asthma und besonders beim
mehr Aufregung und mehr Reichtum zu finden sei, als in einem halben Dutzend normaler Goldminen.
Und die Arbeit und die Kosten, die das Anzapfen dieser verborgenen Seen von Petroleum („flüssiges Gold" nannte er sie) verursacht, seien gleich Null, verglichen mit den Kosten und Schwierigkeiten, einige Tons zweifelhaften Erzes zu gewinnen. 1 ; 1
„Wir nehmen als Beispiel", so fuhr er fort, „einen der berühmten Bohrbrunnen zu Baku. Ein Loch wird
>10 " Fuß. tief gebohrt, der „shooter" (Schießer, Schutze) fuhrt seme Nitroglycerin-Röhren ein und bringt sie zum Explodieren — und dann, Knall! bricht das Petroleum heraus in einem 30 bis 50 Fuß hohen Spring- 200000^Mar?ein"^^' jahrelang, und bringt täglich , 2" Pennsylvanien ist es etwas ganz gewöhnliches,
daß em einziger Bohrbrunnen 1000 000 Gallonen wöchent- kjth. bringt; auf den russischen Petroleumfeldern bringen emrge Bohrlocher zehnmal so viel. Von dem Bohrloch bis .zur Raffinerie fließt das Oel durch Röhren; nach einer einfachen und billigen Behandlung wird es in das durchsichtige Petroleum verwandelt, wie wir es kennen.
r 0te6t öiele Farmen in Pennsylvanien, wenige un- fruchtbare Morgen am Abhange eines Hügels, die man kur 50 bis 100 Dollar jährlich pachten konnte. Einige
I^er konnte man den Pachtvertrag für 400 000 bss, 600 000 Mark verkaufen, während der Käufer aus einigen Petroleumlöchern ein stetiges Einkommen von vielen tausend Pfund wöchentlich zog. Die Drake-Farm & I^prel wurde vor weniger als einem Jahr für 1000 Mark jährlich verpachtet. Der Pächter fand den Ort so unfruchtbar und hoffnungslos, daß er ihn einem Oel- land-Spekulanten für 560 Mark anbot. Dies Angebot wurde ausgeschlagen, einige Tage später jedoch, von einem anderen Spekulanten angenommen. Innerhalb 6 Monaten wurde der Pachtvertrag für 400 000 Mark verkauft; und der Eigentümer der Farm hat allein von den Abgaben ein sicheres Einkommen von 80 000 Mark jährlich, während das jährliche Einkommen der Pächters nicht unter 600 000 Mark^ betragen kann. Dies ist nur einer von Hunderten von Fällen, in denen Männer, die einige Morgen felsigen Landes in Pennsylvanien und West-Virginia gepachtet Hutten sich plötzlich über ihre kühnsten Träume hinaus reich sahen. ;
r, Vor zwei Jahren war ein junger Farmer so tief verschuldet, daß er seine Farm verlassen mußte und eine kleinere, seiner Mutter gehörende, übernahm. Innerhalb
Monates hatte er auf dieser neuen Farm drei einträgliche Bohrbrunnen gefunden, deren einer allein 5000 Gallonen Petroleum pro Stunde liefert, was einem Ein- I kommen von etwa 70 000 Mark wöchentlich entspricht.
Man kann sich denken, daß, wenn ein solcher Reich- I tunt durch einfaches Bohren in der Erde gefunden wird I Hunderte von Sachverständigen fortwährend danach suchen' I pede große Petroleumgesellschaft hat ihr ständiges kleines Heer von Kundschaftern, die das ganze Land nach geeignetem Grund durchsuchen. Einige dieser Leute haben eine merkwürdige Geschicklichkeit, festzustellen, wo das Petroleum verborgen ist. Ein Kundschafter, ein Taubstummer I Namens John Moßman, konnte durchs Geruch unfehlbar I Mitteilen, wo Oelquellen zu finden seien; und diese seltene j und wertvolle Gabe brachte ihm 2 000000 Mark Honorar ms „Riecher von Profession" ein.
Der aufregendste Augenblick beim Bohren ist der, wenn das Loch bis zur erforderlichen Tiefe gebohrt ist, und der „shooter" (Schießer) in Thätigkeit tritt mit seinen Explosivstoffen, um das Petroleumreservoir freizumachen, I foßag; das Oel den Schacht hinauf fließen kann. — Der I „^hteßer", welcher mit seinen Büchsen von Nitroglycerin und setnen Hülsen durch die Oeldistrikte reift, trägt buch- mibltch sein Leben in der Hand, jeden Augenblick, an jedem Tage- Ein starkes Stoßen des Wagens, welcher seine Explosivstoffe trägt, und — „lebe wohl, Shooter!" Pferd, Wagen und Shooter fliegen in alle Winde.
Die Methode des Shooters besteht darin, daß er drei W£ Zinnröhren mit Nitroglycerin aus seinen Büchsen füllt; sobald jede Hülse gefüllt ist, wird sie auf den Boden der eisernen Röhre versenkt. Sind die Hülsen an Ort und I stelle, so zündet der „Schießer" einen Schwärmer an und


