Ausgabe 
15.5.1900
 
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Auflösung in nächster Nummer.

Redaktion: E, Burkhardt.

»ruck und Betrag der Brühl'schen UniverfitSts-Buch.^^Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

Bilderrätsel.

(Nachbildung verboten).

jährlich 59000 Räche, 120 YOO Hosen, 10 OHO ileberzieher, 100 000 Blusen. Daß aber Lille nun bis auf weiteres 7~ Stoffhosen zu 1,75 Frcs. das Paar «inzusenden vermag, daß ist mir selbst völlig unerklärliche geblieben.

Vermischtes.

Dhm Pauls Lungen. Bor Ausbruch des Krieges kamen ein paar Buren ans dem Hinterland bei Präsident Krüger zu Besuch. Ohm Paul ließ sie u. a. die Gouverne- mentsbureaus sehen und fragte die Hinterländer, ob sie wohl imstande seien, die Glühlichter auszublasen. Die Buren, Riesenkerle, stellten sich in Positur und bliesen, daß sie rot wurden wie Truthähne. Aber die Lichter brann­ten ruhig weiter. Ohm Paul lächelte schlau, blies mit aller Kraft und drückte gleichzeitig auf den elektrischen' Knopf. Ein allgemeines Ah erfolgte, als gleichzeitig zwei Lichter erloschen. Das ganze Hinterland bewundert jetzt Ohm Pauls Lungen, die soviel Luft fassen, daß er damit Lrcht durch ein Glas hindurch ausblasen kann.

kauen oder, wenn es angeht, blos zwischen die leidenden und daneben stehenden Zähne drücken, worauf in beiden Fällen auch die heftigsten Schmerzen in zwei bis drei Mi­nuten nachlassen würden.

Mr die Küche.

Buttermilchsuppe. Zu jedem Liter Buttermilch nimmt man 30 Gramm feines Weizenmehl. Dies rührt man mit der Milch glatt an und läßt es mit etwas Salz rasch aufkochen, rührt die Suppe mit Zucker, Zimmt und einem Eidotter ab und legt einige in Butter geröstete Weißbrotschnitte in die Terrine.

Kräuter-Sem'meln. Zum Frühstück oder Abend­essen bereitet man sehr wohlschmeckende Semmeln auf fol­gende Art: Zunächst wird ein Viertel Pfund Butter gut zerrührt. Nachdem dies geschehen, wird feingewiegte Peter­silie darunter gemischt. Schließlich werden drei bis vier Eier recht hart gekocht Und ebenfalls fein gewiegt zur vorher bereiteten Bfasse gegeben. Dies alles gut unterein­ander gerührt streicht man auf die Brödchen. Diese Sem­meln stnd wegen ihres pikanten Geschmackes besonders bei Herren sehr beliebt.

GeinernnützigeO.

Hat dieKleidung eines Menschen Feuer gefangen, so ist die gefährlichste Stellung für ihn die aufrechte; denn die Flamme strebt immer empor. Befindet sich ein solcher allein, und es gelingt ihm nicht, das Feuer auszulöschen, so ist das beste für ihn, sich auf die Erde zu werfen und sich auf derselben herum zu wälzen. Wird da­durch auch das Feuer nicht gelöscht, so wird doch wenig­stens seine Wirkung aufgehalten; kann man aber eine grobe wollene Decke um seinen Körper werfen, so ist die Gefahr gehoben, indem auf diese Weise das Feuer erstickt wird.

Ein altes, aber sehr gutes Rezept zur An< fertigungeinerGeschirr-undLederschwärze ist folgendes: Hammeltalg 60 Gr., Bienenwachs 180 Gr., weißer Zucker 180 Gr., weiche Seifen 60 Gr., gepulverter Indigo 30 Gr. Ist alles zusammengeschmolzen und gut vurcheinaudergemischt, so fügt man 120 Gr. Terpentin hinzu.

Mittel hegen Holzwürmer. Man kocht in zwer bis drei Liter starkem Weinessig oder in der gleichen Menge Essiasprit 1 Teil Kochsalz, 1 Teil Paprika, 1 Teil weiße Senfkörner, 1 Teil Knoblauch, 1 Teil Wermutblätter, wobei man die Flüssigkeit bisweilen umrührt, und läßt drese ca. zwei bis drei Minuten sieden. Nach dem Er­kalten gießt man die Tinktur durch einen mit einem reinen Tuche ausgelegten Trichter in eine größere Glasflasche. Bestreicht man mittelst dieser Tinktur die von den Holz­würmern heimgesuchten Gegenstände, so werden nach dem zweiten Anstriche nicht nur die Würmer, sondern auch deren g,anze Brut vollständig vernichtet sein.

Feuerfester, unverwüstlicher Anstrich. Salz, Alaun, Wasserglas und wolsramsaure Soda, zu gleichen Teilen mit vier Teilen Kalk gemischt und mit Lemsamenöl angerieben, macht das Holz feuersicher und wie versichert wird, bis zu 30 Jahren haltbar. Für Fenster­rahmen, Rollläden und dergleichen dürfte sich in gewissen Fällen, wo hervorragende Haltbarkeit bedingt wird, die Anwendung dieses Anstriches empfehlen.

Aefundhettspffege.

Sin gutes Desinfektionsmittel für Krankenzimmer ist folgendes: In ein Gefäß (Topf oder Krug) gieße Man ein Liter kochendes Wasser, ver­binde emen Theelöffel voll Terpentinöl damit durch Hinein- traufeln, und der schönste Tannengeruch durchströmt das Zimmer. Jeder Ansteckungsstoff wird durch dieses täglich zwei 'ÄS drei Mal zu wiederholende Verfahren unschädlich gemacht. Bei Brustkranken ist die Wirkung überraschend günstig. Dabei ist das Mittel sehr billig, da eine Quan- ^at^Terpentinöl für 10 Pfg. die ganze Woche hindurch

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von Wein sehr zu empfehlen. Die Aepsel enthalten em reichliches Verhältnis an Zucker, Schleim und Stärke­mehl, mit welchem jene Säuren und aromatischen Bestand- teile verbunden sind, welche bei Personen, die häufig ani­malische Nahrung zu genießen pflegen, dazu dienen, die Geneigtheit dieser Nahrungsmittel, in Fäulnis überzu­gehen, verhindern und als kühlende Stärkungs- und anti- septische Mittel wirken und die Verdauung befördern Sol­chen Personen, welche Geneigtheit zur Gicht besitzen, würde ein Spaziergang vor dem Frühstück und der Genuß eines guten Pipinapfels zu empfehlen sein, indem er wesentlich dazu beitragt, die Anfälle dieser Krankheit zu verhindern.

Mittel gegen Zahnschmerzen. Ein italieni- scher Arzt empfiehlt das Katzenkraut als unfehlbar die Zahnschmerzen mögen nun von Erkältung oder hohlen Zahnen herrühren. Die Blätter dieses Krautes soll man

Auflösung des Geographischen Berschiebrätsels in voriger Nummer:

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Auflösung des Preisrätsels in Nr. 59: Margarete Schafpelz Skorpione.

Nr io8 26 nichtige Lösungen ein, dar Los fiel auf

vr' tV. Einsender. M. Creutzburg, Gießen.

®er Preis Hrinr. Seidels Erzählende Schriften, Bd. 3 in d?r fflpfsfts10nncl' Se8en Vorzeigung der Abonnementsquittung m der Geschäftsstelle derFamilienblätter" in Empfang zu nehmen.