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Fig. 3.
Fig- 1.
Fig- 2.
Seboltm: E. Burkhardt. - »ruck und Bnlag der »rsihl'fq«, Uut.nMtz.Bnch. und Steindmckerei (Pietsch «rd«M in *«%«-
Etwas über die Kleidung für die Reise und die Sommerfrische.
Bearbeitet und mit Abbildungen versehen von der Internationalen Schnittmanufaktur, Dresden.
Reichhaltiges Modcnalbum und Schnittmusterbuch LSVPfg. daselbst erhältlich.
„Willst Du immer weiter schweifen? steh' das Gute liegt so »ah", an dieses Sprichwort möchten wir alle diejenigen ermnern, welche für ihr Leben gern nach Paris zur Weltausstellung wollten und es aus diesem oder jenem Grund zu ihrem größten Leidwesen. nicht können Gewiß ist die Ausstellung schön, und sicher werd man nicht gleich wieder etwas Aehnliches sehen können, aber eine Erholung für Körper und G«st ist ihr Besuch nicht. Wie ungleich angenehmer und erfrischender ist im Vergleich damit ein Aufenthalt selbst nur in einfacher Sommer- frische! Welche Fülle von Wundern und Herrlichkeiten findet fich in Wald und Flur, wenn man nur Augen hat, zu sehen, und Gefühle, zu empfinden. Schöner als alle Bauwerke sind die Berge in ihren natürlichen Formen, schöner als alle elektrischen Licht- und Wasserkünste ist eine von der untergehenden Abendsonne beleuchtete Landschaft, und kein Leben und Treiben, keine alte Stadt, kein noch so schönes Kunstwerk kann die harmonische wohlthuende Stimmung in uns erzeugen, welche ein idyllisches Plätzchen im Walde, ein sonniger Morgen ober ein friedlicher Sommerabend uns empfinden läßt. Darum, wer wirklich der Erholung bedarf, der gehe lieber nicht nach Paris. , . , .
Freilich der Vorbereitung bedarf em Gommeranfenthalt gleichfalls; denn wenn wir wirklich genießen wollen, sollen uns keinerlei kleinliche Sorgen daran hindern, und besonders die leidigen Toilettensorgen sollen ganz verbannt und deshalb vorher abgethan sein. Wie equipiert man sich aber nun am vorteilhaftesten, um für alle Fälle
Litterarr-ches.
Emitter weitere Verbreitung in allen Frauenkttis« finden die für jede Art Schneiderei praktischen Schmitmodelle « Fnternaiionalen Schnittmanufaktur, Dresden. Jede nach diesen g° vorzüglichen Schnitten gefertigte Toilette Mchnet sich durch emen elgw» Chik aus sodaß auch Damen der ersten Gesellschaftskreise sich ihm m besonderer Vorliebe bedienen. Natürlich sind auch Schnitte für alle fachen Kleiderarten erhältlich, die sich wegen ihres leichten GebrM- für alle sparsamen Hausfrauen als ein sehr wertvolles HufsM'M bequemen Selbstverfertigmig Don
Sicher ist es für jedermann von Wert, diese praktische Neuheit zu lernen, und empfiehlt es sich deshalb, sich ein reichhaltige- » * und Schnittmusterbuch für nur 50 Pfennig von der Jnternaiwn- Schnittmannfaktur, Dresden zu bestellen, welches eine ausfuhw, Uebersicht über die neue Mode und über alle erhältlichen Sch gewährt. ______________
diesen Dingen bietet die Mode reizende Neuheiten, von denen wir jedoch nur Einzelheiten herausgreifen können.
So ist j, B. besonders modern, ine leichten Foulard-Seiden mit Creme Spitzen zu inkrustieren, und hat man dazu wundervolle Spitzen. arrangementS, welche jedoch nicht nur in fortlaufenden Spitzen ober Einsätzen bestehen, sondern einzelne Figuren oder Bordüren, Blumen- ranken wohl auch ganze Garnitnrtcile darstellen. Dieselben werden dem Stoff erst flach aufgesetzt und dann wird derselbe darunter fortgeschnitten, sodaß das Seideusutter darunter hervorschimmert. Dazu nimmt man meist lose bauschige Blusenformen und anschmiegende, lang hernieder, fallende Rockformen mit hinten kleiner Schleppe oder auch einen in kleine oder gruppenweise Fältchen geordneten Schnitt.
J vv Aehnliche Arrangements verwendet man
zu dunklen Wollstoffen wie Voile ober Grenadine, welche dann auf ein halbdmch- schimmerndes Futter (meist ©loriafutter) geordnet werden. Die Besätze bestehen bann vorzugsweise aus Seidenmouffelin mit Seidenschnur- und Paillettenstickerei. Junge Damen ziehen aber wohl ein hübsches Wasch, kleid in Heller Farbe diesem vor, wozu Battist, Organdy und andere leichte Stoffe das geeignetste Material liefern. Auch hm sind die durchbrochenen Garnituren in Valencienne und anderen seinen Spitze«, abwechselnd mit kleinen Fältchen btt modernsten und elegantesten Ausstattungen, Auch schwarze Sammetbandbesätze utrt Rosetten sind wegen ihres reizvollen Sten- trastes zu den Hellen Stoffen sehr beliebt, Dies die elegante Toilette für die auch in der Sommerfrische sich bietenden befonberen Gelegenheiten. Es fehlt hierzu noch ein einfacheres Woll- ober Waschkleid, um in die tägliche Toilette etwas Abwechselung zu bringen und ein langes wärmendes Cqi für kühle Abende. Dann aber ist man, bank bcr verschiedenen Blusen zum Jack», kleid, auf einige Wochen vollkommen ai& gerüstet; eS sei denn, man gehe in ein Modo
bad zur Toilettenschau. In diesem Falle freilich würde dies aller nicht ausreichen. Doch dazu unsere speziellen Ratschläge zu erteilen etichm nickt nötig' denn die Mode der Bäder ist die gleiche tote die SRobe bet eleganten Welt überhaupt. Wir beschränken unS deshalb daraus, nur tun noch die Beschreibung einiger Modelle zis bringen, welche für d« Wester vorn beschriebenen Kleider als Vorlage dienen können und btnn Schnitte bei der Internationalen Schnittmanufaktur in Dresden tu allen Größen zu haben sind. ~
Abbildung 1 ist ein modernes Jackenkleid aus - braunmelmt« Covercoat mit weißen Steppstichreihen verziert. Die vorn offene Ick hat einen breiten Kragen, welcher in 6ogige Revers übergeht. gleichen ist der untere Jackenrand in Bogen geformt
® Abbildung 2 stellt ein einfaches Woll- ober Waschkletb dar, btfitit runder Koller und Stehbündchen mit Borden oder Schrägstreifen NÄ besetzt ist. Der Schluß geschieht seitlich mittels Zierknöpfen. Fm m Waschkleid ist eine derartige Bluse ohne Futter zu arbeiten. Um * Halt zu geben, würde sie am Taillenschluß abzuschneiden und an bin SR°db SlbbUbuttg™ giebt eine hübsche Vorlage für ein besseres W Kleid Der Spitzenkoller sowohl als auch die Zwischenräume zmM den Öuetschenfalten von Bluse und Rock sind, wie ersichtlich, nut schw-NP Sammetbändchen in reizvoller Weise besetzt.
Humoristisches.
Eigenartiger Erfolg. „Also Sie haben g-M-n °ls K» Lear?" — „Riesig, namentlich in der Wahnsinnsscene. 3™ gab's nur eine Stimme: So was Verrücktes hätten sie noch gesehen!" __
wohl gerüstet zu fein?
Da ist zunächst immer wieder das Jackenkleid zu nennen. Fast möchte es lächerlich .
erscheinen, daß man in einem neuesten Modenbericht in erster Suite etwas so Altbekanntes erwähnt. Und doch, will man gewissenhaft fern, so muß man als praktischsten Anzug das Jackenkleid empfehlen Immer ist es am Platze — im Koupee und bei den Spaziergängen, bei Regen und Sonnenschein. Durch die ergänzenden Blusen läßt es sich für lebe Gelegenheit paffend gestalten. Die Blusenrnode floriert denn auch mehr denn je, und die Auswahl in dafür bestimmten Stoffen, Arrangement, Schlipsen und ergänzendem Beiwerk ist eine ungemein große Battist in weiß und geblümt, Ptqu« in weiß und rat, Seinen in Naturfarben, rot und dunkelblau und all das Heer der übrigen bekannten Waschstvffe lösen sich ab mit Foulard, Waschseide, englischem Flanell und eleganteren Seidenstoffen. Alle Blusen aber, wenigstens sobald sie zum Genre der Hemdblusen gehören, werden durch weiße Leiuenkragen und je nachdem mehr oder minder elegante Schlipse ergänzt. Besonders in letztem Artikel wird jetzt mitunter großer Luxus getrieben; denn man begnügt sich nicht mehr mit den einfachen Schlipsen nach Herrenart, sondern trägt große und kleine Schleifen von breiten und schmalen Chine- bändern, gebundene oder gesteckte Schleifen von farbigem Chiffon ober duftige Spitzen- kravattcn. Die breiten Bänder werden häufig doppelt um den Hals geschlungen und durch zierliche Nadeln, oft auch richtige breite Schlösser gehalten.
Das Jackenkleid selbst hat jetzt auch nicht mehr die puritanische Einfachheit von früher, sondern die offene Jacke mit allerhand Der. senden Bogen an Revers und flottem Schößchen zeigt allerhand schmückendes Beiwerk tote Applikationen, Stepplinien, helle Revers rc. und das früher ausnahmslos aus Loden oder ähnlichen nüchternen Stoffen bestehende Herstellungsmaterial hat sich in zum Teil recht elegante Tuche, feine, sogar weiße Flanelle, wohl auch in Seinen ober Pign« tierroonbett, welche es gestatten, den Rock auch zu eleganteren Blusen zu tragen und somit schon ein Kostüm er- fehen Als Ergänzung des JackenkostümS wird ein besseres Kleid kaum entbehrlich sein, und je nach Alter und Persönlichkeit ist hierfür em Foulard — seines Woll- oder Waschstoffkleid zu empfehlen; in allen
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