Ausgabe 
9.6.1900
 
Einzelbild herunterladen

mmgäug- daß ein ilbeln mit am Preise ts außer-

1 es nun ifzubauen, -inigkeiten auptsache, Anschluß der Rock

Uten aus. Unzweck, hm, wird sieht man inan doch n Seiden-

. 115.

tut sie ist edoch vor iten ihrer ssortieren. eher vor, n Schnei- ihlreichen, aller Art u Damen

'wiß Über ent, aber »erkennen, zuahmen, Streben, iscntation Schnitte, Deutschen

Schnitt­ig unter- chen und

fern Titel ine Serie r Selbst­gelangte Frauen- tthält die bkopieren gstellnng. raktischen enen Er- t werden. Le Haus- Hs bereit möglichen kunst für Le Buch­

et«.

W

Js!» as ist die klarste Kritik von der Welt, Wenn neben das, was ihm mißfällt, Einer was Eigenes, Besseres stellt.

(Seibel.

(Nachdruck verboten.)

Es sah eine Linde ins lieft Thal."

Novelle von R. Litten. ,

(Fortsetzung.)

Da nahm sie die tzände vom thränenüberströmten Antlitz und schlang beide Arme um seinen Hals.

Hier bin ich", sollst Du sprechen,ich blieb dem Schwure treu!" Es klang tonlos, erstickt von übermächti­ger Bewegung. Dann aber jauchzte, schluchzte sie auf: Hans, mein Hans, kennst Du Deine Else nicht mehr?"

Sie beugte den Kopf zu dem sie wie betäubt An­blickenden, ihr duftendes Haar berührte seine Wange, und so, weinend und lachend zugleich, flüsterte sie an seinem Ohr:Bist ein so großer, kluger Herr geworden, Hans Volkmann, verstehst Dich auf jede Marmorbüste, auf jedes noch so alte Bronzegerät, aber Dein kleines Mädchen konntest Du doch nicht wiedererkennen. Und es hat doch, so darauf gewartet, sich fast krank gesehnt danach! Siehst Du, Hans, ich wollte mich Dir nicht zu erkennen geben. Dein Herz nicht überrumpeln, ungefragt sollte es zu mir sprechen. Ach, und es hat gesprochen, viel schöner, viel herrlicher, als ich es je geträumt, und ich liebe es so sehr dafür, und bin fo glücklich, so unaussprechlich glück­lich!"

Und als er noch immer schwieg, sie noch immer tote traumbefangen anstarrte, neigte sie sich tiefer und preßte mit heißem Erröten ihre Lippen auf die seinen.

So", sprach sie leise,nun ist das Siegel von Demen Lippen genommen! Nun sprich zu mir, laß mich Derne Stimme hören!"

Er hielt sie fest in seinen Armen, ern Strom von Liebe, von höchstem Entzücken brach aus seinen Augen, and doch fragte er zweifelnd:Ist es denn möglich? Die arme verlassene Waise Du, die stolze Gräfin Wellrng- hausen?"

Als sie ihm statt der Antwort nur mit glücklichem Lächeln in die Augen schaute, umschloß er ihr Gesicht mit seinen beiden Händen und sah lange in die schönen, unter seinem Blick erglühenden Züge.

Dann stieß er einen hellen Jubelruf aus und küßte die dunkeln schimmernden Augen, das weiche, lockige Haar, den feinen Mund.

War ich beim blind, Elfe?" rief er.Wo hatte ich meine Augen?" Er lachte auf, laut, fröhlich, wie ein übermütiger Knabe.Wie ich darüber nachgrübelte, was mich so oft beim Klange Deiner Stimme durchzucke, was Dich mir so vertraut mache wie etwas Langgekanntes! Das sind noch dieselben Märchenaugen, dasselbe eigen­willige schimmernde Gelock, dieselbe kurze Oberlippe über den kleinen weißen Zähnen. Und doch bist Du nicht dieselbe! Sage mir, Else, wie hast Du es angefangen, so schön zu werden?"

Sie errötete glücklichWar es eine so häßliche, kleine Raupe, Hans, welche Du in Dein Herz geschlossen? Und bliebst ihr doch treu all' die Jahre hindurch?"

.Sie machte sich aus seinen Armen los und erhob sich.

Nun aber komm, dort in jenem Zimmer, unter den Augen meiner geliebten Mutter, will ich Dir die .Geschichte der letzten fünfzehn Jahre erzählen. Fünfzehn Jahre, Hans! Weißt Du denn auch, daß so viel Zeit seit unserer! Trennung verflossen, daß Deiner Elfe beinahe die Jugend darüber verging?"

Er gab keine Antwort darauf, er schaute sie nur mit glücklichem Lächeln an und ergriff ihre Hand.

Hand in Hand gingen Gräfin Frieda und Hans Volk- mann in das nächste Zimmer, nahmen auf einem Diwan, Platz und von des Geliebten Arm umschlungen, die Augeu auf das herrliche, ihnen gegenüberhängende Bild gerichtet, begann Elfriede:

Du hast meine Mutter nicht erkannt, Hans, und es war auch kaum möglich. Dort auf dem Gemälde ist die Tochter des Grafen Wellinghausen, jung und von Liebe beglückt; die Witwe des Malers Kraneck, des genialen Schöpfers jenes Bildes, die Du gekannt hast, war ein frühgebrochenes, an Seele und Körper schwer leidendes Weib. Von dem stolzen Vater verstoßen, von dem heiß­geliebten Gatten durch den Tod getrennt, verstehst Du es nun, Hans, warum ihre Augen stets so traurig blickten, warum sie so jung von hinnen mußte?"

Sie schluchzte leise auf.Warum mußte es fein, Hans? Warum durfte sie diese Stunde nicht mit uns erleben?"

Er ließ sie ruhig weinen, nur ab und zu streichelte er ihr Haar und nannte sie mit süßen Namen.

Endlich hob sie den Kopf von seiner Schulter.Dein Onkel hat darum gewußt, Hans, er kannte meiner Mutter traurige Geschichte, und er war auch einverstanden, daß mich Brigitte nach Mamas Tode zu meinem Großvater brachte. Die Entschlafene hatte auf ihrem Totenbette ge­wünscht, es sollte ein letzter Versuch gemacht werden, des adelstolzen und von seiner Gattin er hatte zum zweitem Male geheiratet, Hans, ein schönes, herzloses Weib, in deren Bann er ganz verstrickt war irregeleiteten