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ruhig zu ! Mildred.
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zog die Thränenschleusen eiligst ivieder zu, — dre Siegerin in einem Ehekampfe braucht nicht mehr zu Wernen. 0
* *
*
Mein Geburtstag! Die liebevolle Aufmerksamkeit war diesmal nicht weit her. Ein Kuß . . ., noch einer ein etwas kurz gehaltener Glückwunsch, — das gestaltete sich wirklich nicht aufregend.
Aber Ernstchen, — alle Achtung, der sagte ein Gedicht auf, das in seiner Schlichtheit ergreifend wirkte. Der arme Junge kam zwar wegen dieses schönen Gedichtes zu spät in die Schule und mußte eine Stunde nachsitzen, aber .... an meinem Geburtstage war das nicht so schlimm.
Glückwünsche von Anna, — Gratulationen aus der Heimat, — von meiner Schwiegermutter, — von einigen Freundinnen. . . ., es überkam mich wirklich eine Art Feststimmung.
Mer man darf als verständige Hausfran über der Stimmung den Magen nicht vergessen, und nicht nur seinen eigenen, sondern auch den seines Mannes. Vor kurzem erst hatte ich in der Zeitung gelesen, daß jene Antwort auf die Frage: „Wie lebt man am zufriedensten mit seinem I Manne?" preisgekrönt worden war, welche lautete: „Füttere ihn gut!" Nun, heute sollte das „Füttern" nichts zu wünschen übrig lassen.
Ich machte mich ausgehfertig und fuhr nach der Markthalle. Dort erstand ich einen Hasen, — oh, das war ein Prachtkerl. Nicht zu groß, die alten Tiere schmecken meist unzart und grob, — nein, ein zierliches Geschöpfchen, dessen Ohr sich einreißen ließ, als ob man Leinwand zerfaserte. Dabei war der Hase nicht etwa „gekämmt", nein, nicht nur der Rücken, sondern auch das ganze Fell waren unverletzt. I Nur zwei oder drei Schlote schienen den Kopf getroffen zu haben, sonst war keine Spur einer Verwundung zu I entdecken.
Nach einigem Handeln kaufte ich den Hasen für I drei Mark fünfzig. |
erboten.
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brachte ich meine Beute nach Hause.
„Ach, gna Frqü", rief Anna lustig aus, „Sie bringen auch neu Hasen? Eben war der Packetbote hier, der hat auch einen abgeladen".
* ^Ltoar.teinen Blick auf den gelben Kumpan: Vom Mehrtch. Viele Glückwünsche, — selbst geschossen, ein9ff<!tt&eäe® I(?öeiL ZA s°h wir das Tier näher an: wn.stattlicher Bursche, noch ganz hart gefroren. „Nun" SnefS\';baf K wcht gefährlich. Bei d er Witterung halten sich ine frisch geschossenen Tiere wochenlang. Da können Sie den vom Onkel heräusbänaen. Heute mnHpn
j tägüberhaupt durchzudrücken. Ich wavvnete mich also mit Mut und Geduld, und eröffnete schon wäb'- rend des Wendessensdie biPlomatischen^VerhaLngen^ & wal, mem Lieber , begann ich, „Du mußt neue So^en anschaffen, die Kälte und die Oefen haben den S^uzen Vorrat verschlungen. Da wirst Du also noch so o0 Markcheu herausrucken müssen.
. ,'Brrr!" schüttelte sich mein Mann, „das paßt mir ganz und gar nicht. Ich habe schon zu Weibnachteu memen Etat überschritten, da kommt mir ^die neue Ausgabe recht ungelegen. Aber weißt Dn, mein Schatz, lange kann die Sache nicht mehr dauern, es muß doch Früblina werden. Konntest Du nicht die Kosten für die paar Kohlen aus den laufenden Ausgaben bestreiten?" "
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„Nun, ich meine, . ... hm, .... na ja .. . stot-, terte er, nahm einen derben Anlauf, um endlich mit dem
t "ZA weine, daß das vom Wirt
schaftsgeld vielleicht mit bezahlt —"
Gotteswillen", rief ich verzweifelt aus, „was denkst Du denn, — von meinem Wirtschaftsgeld! Na, das wäre ja noch besser! Wo ich mich so schon so einschränken knappse, wenn ich nur irgend kann. Eine lolche Zumutung weise ich mit aller der Entrüstung zurück deren eme deutsche Frau fähig ist. Nein, nein, wie ich Mich habe einschranken müssen, .... in allem.... in Kleidung, bei den Kindern . . . ., im Haushalt, - kaum daß B nur einen Hasenbraten gegönnt habe, den ich so schrecklich gern esse.... Und nun kommt mein Geburts- wg, und da sehe ich schon jetzt -" ich begann zu schluchzen wie das Katchen von Heilbronn.
„Was siehst Du denn da schon?" suchte mich mein Mann zu beruhigen. j
."Daß ich . . daß ich wieder keinen Hasen habeht I nieröe , habet holte ich langsam mein Thränentüchlein I hervor und traf alle meine Anstalten, um die Schleusen I emeS Thränensturzbaches aufzuziehen. I
„Wenn's nicht anders geht," lenkte mein Mann ein, I 'wann bestelle nur die Kohlen; das Weitere wird sich schon I finden!" ‘ ’ I
->^^kvas unwillig schleppte ich meine Last nach der Küche. „Ach du lieber Himmel", staunte Anna, „noch ein Hase? Die ganze Woche will ich mich doch nicht von Hasenbraten ! Eern Mädchen für alles braucht Tuschuhr
berdrix) zu essen, es muß auch Fahrinationen geben, wie mem Bräutigam so gebildet sagt..."
,, '-Siir Mädchen für alles ist auch Hasenbraten nicht", schnitt ich ihr das Wort ab, „das können Sie Ihrem ge= Möeten Srantigam ausrichten. Wir werden unsere Hasen schon allein verzehren". Damit ging ich ins Wohnzimmer, weil mir dieser aufdringliche Hasengeruch auch bald vorkam tote „Tuschuhr berdrix".
Ein wenig Odeur aus meinem Riechfläschlein gab meinen beleidigten Geruchsnerven Genngthuung, und ick überlegte eben, ob es mir nicht zuträglicher sei, wenn ich Ae Zubereitung des Hasen Anna überließ, und mich ein halbes Stündchen ausruhte. . .
Ach, du lieber Himmel, es hatte sich was mit dem Aus- ruhen. Es trat etn Besuch nach dem anderen an: Frau Kugler, Frau Bergmann, Fran Wichtrich, Frau Osterloh. Der Salon glich bald einem Treibhaus, so war er mit Blumen besetzt. Frau Direktor Baudmaun fehlte noch erne der korpulentesten Stützen unseres Kaffee-Kränzchens, aber die mußte ja auch jeden Augenblick eintreffen.
» "Dw Frau Direktor war schon unterwegs", bestätigte Frau Kugler. 10
„Ja, sie ist nur in die Blnmenhandlung gegangen", meinte Frau Bergmann.
„Für unsere verehrte Freundin eine Geburtstags-Aufmerksamkeit.. zu besorgen", ergänzte Frau Wichtrich.
.... Kling, ling .... Klrrrr —, die Klingel läutete Großfeuer.
geschossenen Tiere । . . , ---- Onkel heräushängen. Heute wollen
wir den aus der Markthalle zurechtmachen".
Und nun begann das Abziehen! Eben war Anna dabei, | »em .^wre das Fell über den Rücken zu zerren, als die Korridorklingel gezogen wurde. „Lassen Sie sich nicht stören, Anna, bleiben Sie beim Hasen, ich werde selbst Suen , - bajmtt verließ ich die Küche. Und, offen ge-
ftanben, ich hatte die Absicht, mich bei dem zu bedanken, der es durch sem Klingeln fertig gekriegt hatte, mich aus der Küche herauszulotsen. Es ist richtig: gebraten schmeckt ein Haslern ganz gut, aber roh riecht es--, na, für
gart organisierte Geruchsnerven ist so was nichts. Weder meine Nase noch ich hatten also gegen die Lokalverändevnng wazntoenden. Ich öffnete langsam, und vor mir geht der Hausdiener einer bekannten Wildbrethandlung , "rN.-All den Hasen hier abgeben", erHärte dieser, „bezahlt ist ier schon, ein Herr hat ihn heut morgen gekauft" damit legte er einen weiteren Hasen in meine Arme. Ich War namhä) so verdutzt, daß ich im ersten Augenblick gar weht zugrelfen konnte. Dann aber war ich schnell wieder Herrinber Situation. „Hier haben Sie ein Trinkgeld", meinte ich, und drückte ihm einige Nickel in die Hand. „Wie sah denn der Herr aus, der ben Hasen gekauft hat?"
Der Hausbiener verleibte bas Gelb seiner Tasche ein, machte Kehrt unb rief von ber Hälfte ber Treppe noch herauf: . „Das wirb nicht verraten; das ist Geschäfts- gehelmms". 1
„Na, hören Sie", triumphierte Frau Osterloh, „da ist die lang Erwartete schon eingetroffen".
Ich hörte, wie Anna sich aus ber Küche entwickelte tote sie bie Thüre öffnete, tote sie.... Nanu, was war benn bas? Da entspann sich ja ein lebhafter Disput. Das konnte boch unmöglich die Frau Direktor fein. Ich tooHte eben aufstehen, um selbst nach dem Rechten zu sehen, als Anna ben Kopf burch die Thür bes Salons steckte:
*) toujours perdrix == immer Rebhuhn.


