Ausgabe 
2.9.1900
 
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richten, und als sie endlich wieder allein war, brach

zu sie

völlig erschöpfst zusammen.

(Fortsetzung folgt.)

Hat sicher aus Häckerling Gold schon gemacht" ' und in Her That, wenn ist ein Zufalls-, aber ein Schicksals­wort, luind beide spielen eine große und verhängnisvolle Rolle in unserem irdischen Dasein.Wie gern hätte ich das und jenes gethan, aber", oderWenn ich das und das könnte, so würde ich" wie oft hört man derartige

Wenn!

Plauderei von Dr. Ernst Wilms.

Nachdruck verboten.

Wenn das Wörtchenw e n n" nicht wär', Wär die ganze Welt nicht mehr!"

Mit diesem Sprüchlein pflegten wir als Kinder ein­ander zu begegnen, wenn eins das andere mit Argumenten zu überzeugen suchte, in denen das Wörtchenwenn" eine Rolle spielte. Oft auch setzten wir hinzu:

Der Mann, der das wenn und das aber erdacht,

So glücklich ich bin, dem gnädigen Fräulein als alter Bekannter und Verehrer endlich einmal wieder den Ausdruck meiner tiefsten Ergebenheit zu Füßen legen zu dürfen vorerst muß ich boflji als Soldat meiner Ordre gehorchen. Und ich bitte deshalb das gnädige Früulerrr, von dem Inhalte dieses Dokuments gütigst Kenntnis nehmen zu wollen".

Das verbindliche Lächeln war noch immer auf ihren Lippen, während Elisabeth das Blatt aus seiner §oiw empfing, und sie wußte es mit heldenmütiger Selbst­beherrschung sestzuhalten, obwohl die Buchstaben vor ihren Augen tanzten, und obwohl es sie unsägliche Mühe kostete, ihren Sinn zu erfassen. Das Schriftstück war eine offene Ordre des Königs an den Regierungspräsidenten von Ost­preußen und erteilte ihm den bündigen Austrag, die ferner Verwaltung unterstellten Bezirke endlich von allen Land­streichern und Spitzbuben, namentlich aber von allen Marodeuren der Armee gründlich zu säubern.. Des Majors Sixtus und seiner Freischärler^ wurde dabei aus­drücklich Erwähnung gethan, mit dem Hirrzusugen, daß er als ein Räuberhauptmann, und seine Leute als eine Mörderbande zu behandeln seien. Da sie hinreichend überführt seien, auf einem Gute bei Danzig rm tiefsten Frieden mit bewaffneter Hand geplündert zu haben, be­dürfe es keines weiteren Prozeßverfahrens, sondern jeder von ihnen, der lebendig in die Hände der Soldaten falle, welchen Namen und Stand er sich immer beilegen möge, sei ohne besonderen Bericht zu hängen. Allen Be­wohnern des Landes wurde schließlich in der Kabinetts- ordre anbefohlen, die Bemühungen der Zivilbehörden und des Militärs zur Wiederherstellung geordneter Verhält­nisse kräftig zu unterstützen; mit den schwersten Zuchthaus­und Leibesstrasen aber sollten ohne Ansehen der Person diejenigen belegt werden, die sich unterfingen, dem Räuber­gesindel auf irgend welche Weise Vorschub und Beistano zu feisten.

Ruhig, ohne daß sich auch nur ein Zug in ihrem schönen Antlitz verändert hätte, gab Elisabeth dem jungen Offizier das Blatt zurück, zu dessen Durchsicht sw aller­dings einer auffallend langen Zeit bedurft hatte. Ja, es war sogar ein Anflug liebenswürdiger Heiterkeit in ihren Worten: , m .

,Jch habe also einen Retter des Vaterlandes tn Ihnen zu begrüßen, Herr Leutnant! Denn ich irre doch wohl nicht, wenn ich annehme, daß Sie zur Aufhebung jener schrecklichen Räuberbanden ausgesandt worden sind."

Allerdings! Das Regiment Möllendorf hat den ' Befehl erhalten, mehrere Detachements für die Aufspürung und Einbringung des Gesindels zu verwenden. Mir aber ist die Ehre zu teil geworden, eine dieser Abteilungen zu

Hafter Führer.

Als Elisabeth später die Stallung besuchte, um sich persönlich davon zu überzeugen, daß es den Soldaten an nichts fehle, hörte sie im Vorübergehen aus den Gesprächen der Kiirassiere mehr als emmmal den Namen des Majors Sixtus, und wie mit Messerstichen bohrte sich in ihr armes, zuckendes Herz die entsetzliche Vorstellung, daß dieselben Männer, denen sie jetzt mit lächelnder Miene Gastfreund­schaft erwies, vielleicht schon morgen das teuerste Leben vernichten würden, das es für sie auf dem ganzen weiten Erdenrnnd gab. Es kostete sie unsägliche Ueberwindung, hier und da ein paar freundliche Worte an die Leute

wie wir, und er hat den nicht gelingen Vorteil für sich das Gelände besser zu kennen. Seine Patrouillen würden unser Biwak wahrscheinlich bald aufgespürt haben, und er könnte daun bequem alle unsere Bewegungen beobachten. Von hier aus aber kann ich wie der Blitz über ihn her­fahren und ihn mit seinen Raubgesellen in die Psanne hauen, noch ehe er so recht weiß, von wannen das Un­wetter kommt. Denn unter Ihren Leuten giebt es ja hoffentlich keinen Verräter".

Unter meinen Leuten nein, gewiß nicht; dafür stehe ich ein. Aber Sie wollen doch nicht schon heute"

Heute läßt sich leider nichts mehr unternehmen. Ich muß zuvor genauer über den Schlupfwinkel der Bande unterrichtet sein. Und dann haben wir auch schon einen scharfen Ritt hinter uns. Seit Tagesanbruch sind wir fast ohne Ruhepause im Sattel gewesen".

Dann bedürfen Ihre Soldaten wie Ihre Pferde vor allem der Erholung", erklärte Elisabeth mit Entschieden­heit,und ich werde sofort die nötigen Befehle erteilen. Daß Sie mit einer sehr bescheidenen Gastfreundschaft vor- lieb nehmen müssen, wird Ihnen vermntlich bereits das Aenßere meines Hauses gesagt haben".

Herr von Kapnist, den ihre Liebenswürdigkeit immer mehr bezauberte, erschöpfte sich in Versicherungen, daß man selbstverständlich keinerlei Ansprüche mache, und daß er untröstlich sein würde, ihr irgend welche Un- bequemlichkeiten zu verursachen. Elisabeth ließ ihren Ver­walter rufen und erteilte ihm in kurzem, befehlendem Tone die für die Unterbringung von Mannschaften und Pferde erforderlichen Anweisungen. Einige vom Feuer nur teilweise zerstörte Stallgebäude, die mau des ver­ringerten Viehstandes wegen noch nicht hatte in Benutzung zu nehmen brauchen, ließen sich jetzt für diesen Zweck vortrefflich verwenden, so daß nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Pferde die Nacht unter freiem Himmel würde zubringen müssen. Die Mannschaften freilich mußten sich damit begnügen, ihr Quartier ebenfalls in diesen Ställen aufzuschlagen eine Notwendigkeit, mit der sie sich um so leichter abfanden, als die Bewirtung, die ihnen zu teil wurde, über alle Erwartung freigebig war. Natürlich war es den Leuten wohlbekannt, zu welchem Zweck, sie diese Streife unternommen hatten, und jeder von ihnen schien von demselben Thatendurst, von dem­selben unbändigen Kampfesrnut erfüllt, wie ihr Helden­

führen". ,

Eine größere Abteilung, nicht wahr? Ich horte soeben etwas von fünfhundert Mann".

Nicht doch, mein gnädiges Fräulein, so weit habe ich es allerdings noch nicht gebracht. Ich kommandiere eine Abteilung von fünsundachtzig Kürassieren; aber es sind Prachtkerle, und an ihrer Spitze würde ich mich nicht bedenken, es mit einer fünffachen Ueberzahl aufzunehmen".

Und die anderen Detachements, von denen Sie sprachen, befinden sich ebenfalls in der Nähe?"

Ja. Seitdem wir ziemlich sichere Nachrichten dar­über erhalten haben, in welchem Teile von Litauen sich dieser Sixtus versteckt hält, ist Befehl ergangen, daß die einzelnen Abteilungen von verschiedenen Seiten her nach diesem Punkte marschieren sollen, um ihn einzuschließcn. Aber, im Vertrauen gesagt, Fräulein von Marschall: ich hoffe schon mit ihm sertig zu sein, wenn die anderen eintreffen. Diese Gelegenheit zu einer kleinen Auszeich­nung möchte ich mir denn doch nicht entgehen lassen".

Ich verstehe Ihren Eifer, Herr von Kapnist, und wünsche Ihnen den besten Erfolg. Natürlich nehmen Sie mit Ihren Leuten vorläufig hier auf Lasdehnen Quartier".

Es ist sehr gütig, daß Sie meiner unterthänigen Bitte auf solche Weise zuvorkommen. In der That würde es für den Erfolg meiner Operationen vielleicht von un­schätzbarem Werte sein, wenn ich nicht genötigt bin, mit Tn'eitten Leuten im Freien zu kampieren. Dieser Sixtus versteht sich ohne Zweifel auf den kleinen Krieg so gut | Redensarten.

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