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das Balkenholz der Sage, die es zerschneiden will, Widerstand leistet.
Daher haben auch beide Arten von Geräusch, das des Holzfägens und des Wassersingens, insofern Aehnlichkeit miteinander, als sie beide Töne in den höheren Lagen hervorbringen.
Diese weichen beim Wasser, sobald das Kochen beginnt, den brodelnd tiefen Tönen, wie sie das Kochgeräusch mit dem des Wagenfahrens über das Pflaster gemein hat, wobei dem Rade kein direkter Widerstand entgegengesetzt wird.
Das „Kochen" des Wassers unterscheidet sich aber von dem „Singen" dadurch, daß bei ersterem dem Aufsteigen von Dampfblasen ebenfalls kein direkter Widerstand mehr entgegengesetzt wird. Denn inzwischen ist das Wasser bis zur Oberfläche kvchheiß geworden und die Dampfblasenbildung geht auch in den obersten Schichten vor sich, sodaß die obengebildeten Blasen den unteren freie Bahn machen und die unteren nur nachzufolgen brauchen. Daher kann das Reibungsgeräusch nicht mehr stattfinden, die Reibung ist zu gering geworden, weil der direkte Widerstand aufgehoben ist.
Die brodelnd-tiefen Töne aber entstehen nun dadurch, daß die Wasseroberfläche abwechselnd sich mit Geräusch trennt, um Dampfbläschen durchzulassen, und mit Geräusch wieder sich schließt, bann sich wieder trennt, um abermals Bläschen durchzulassen.
Diese Vorgänge gehen mit rasender Geschwindigkeit vor sich, und die Summe der unendlich vielen, dadurch entstehenden Töne bildet das Brodelgeräusch des Kochens.
Es ist weiter oben schon erwähnt worden, daß alle Wärme, welche dem also kochenden Wasser noch hinzugefügt wird, nur dazu dient, es in Dampf zn verwandeln.
Gleichwohl kommt ein gut unterhaltenes Feuer auch unter bereits kochendem Wasser den zu kochenden Substanzen zugute. Denn wenn auch das Wasser nicht heißer wird, so werden doch durch vermehrte Hitze mehr Dampfblasen erzeugt, und diese letzteren erweichen die Speisen viel eher, als das Kochwasser, da die Dämpfe sich in unbegrenztem Maße erhitzen.
Es weiß denn auch jede Hausfrau aus Erfahrung, daß die Speisen viel eher weich werden, wenn man die Bildung der Dampsblasen begünstigt, die Speisen „flott kochen läßt".
Aber es gibt ein billigeres Mittel, die Speisen weich zu kochen, als übermäßiger Verbrauch an Heizmaterial.
Wie nämlich durch Erhitzen alle Körper aus einander- getrieben werden, so ziehen sie sich bei Erkältung zusammen, erleiden daher eine Pressung.
Wenn also infolge des Kochens die Atome —- etwa einer Erbse — von einander entfernt werden, die Kohäsionsoder Zusammenhaltungskraft der Erbse also durch eine Zugkraft immer mehr vernichtet wird, so muß sie, wenn man plötzlich einen eiskalten Wasserstrahl in das Kochgefäß gießt, einem großen Drucke ausgesetzt sein.
Dieser Druck aber thut dieselben Dienste, wie die entgegengesetzte Kraft, er zerstört den Zusammenhang der Urteilchen ober Atome ber Erbse.
Wieberholt man also diese Prozedur öfters, so wird die Zusammenhaltungskraft ber Erbse balb nach ber einen, balb nach ber anbern, entgegengesetzten Richtung angegriffen, ihre Atome werben sozusagen hin unb her geschüttelt, infolge bessen sie sich balb trennen, bie Erbse balb „gar" wirb.
Unsere Ur-Ur-Großmütter haben biesen Vorteil beim Kochen schon gekannt unb bie Methobe bes „Abschreckens" mit kaltem Wasser angeroanbt, ehe sich bie Wissenschaft mit der Lehre von ber Ausbehnnng durch Wärme beschäftigte.
Im Gegensatz zu diesem Schnellkochverfahren steht der Kochprozeß, wie er sich in ber Natur abspielt.
Durch bie steigeube Temperatur vom Frühling bis in den Hochsommer wird den Früchten Gelegenheit gegeben.
sich auszudehnen, zu „wachsen". Sind sie ausgewachsen, so treten bie kalten Septembernächte mit in Thätigkeit, welche im Verein mit ben noch warmen Tagen bieses Monats ben Apfel, bie Traube burch ab wechseln!) es Ausbehnen unb Zusammenpressen ebenso behanbeln, wie wir es beim Kunst- kvchen beschrieben haben, bis im Spätherbst alles Obst mürbe ist unb gegessen werben kann.
Die Natur kocht also bei einer sehr langsam sich ent- wickelnben Wärme, währenb bie Menschen zum Zwecke bes Kochens eine Höllenglut entfachen.
Daher kommt es benn auch, baß ber Familienmutter hin unb toieber einmal eine Mahlzeit mißrät, währenb ber Mutter Natur in ihrem Haushalt noch niemals bas Versehen untergelaufen ist, welches im menschlichen Haushalt in ben Schreckertsms austönt: Angebrannt!
VermEchtes.
Ein seltsames Tier. . Schöne Kundin: „Ich wohne in der Vorstadt und möchte einen guten Haushund haben." — Händler: „Ja, gnädige Frau." — „Aber natürlich möchte ich keinen haben, ber uns bie ganze Nacht wach hält mit Bellen um nichts unb toieber nichts." — „Nein, gnäbige Frau." — „Er muß groß, stark unb toilb sein, wissen Sie?" — „Ja, gnäbige Frau." — „Aber gegen uns so sanft wie ein Lamm." — „Ja, gnäbige Frau." — „Unb er muß auf jeben Lanbstreicher, ber kommt, losstürzen unb ihn wegtreiben." — „Ja, gnäbige Frau." — „Aber er barf keinen armen, ehrlichen Mann anfallen, ber sich nach Arbeit umsieht." — „Nein, gnäbige Frau." — „Wenn ein Dieb in ber Nacht stehlen will, so müßte ber Hunb ihn in einem Augenblick in Stücke reißen." — „Ja, gnäbige Frau." — „Aber er barf keinen Nachbar angreifen, ber abenbs einen kleinen Besuch macht." ■— „Nein, gnäbige Frau." — „Unb natürlich barf er feine Leute belästigen, bie zu allen Stunben ber Nacht eilig kommen, um meinen Mann zu holen. Er ist nämlich Arzt." ■— „Nein, gnäbige Frau. Ich weiß jetzt, was Sie wünschen. Sie wollen einen gebankenlesenben Hunb." — „Ja, so etwas ähnliches. Können Sie mir einen schicken?" — „Thut mir sehr leib, gnäbige Frau, bie Sorte ist mir gerabe ausgegangen."
Aengstliche Mutter: „Bridget, ehe Sie das Baby baden, wünsche ich, daß Sie jedesmal erst die Wasserwäime mit dem Thermometer fiststellen. — Bridget: „E chon recht, Madame; aber das mach' ich viel einfacher, ich brauch'keinen Thermometer : Wenns Kmderl im Wasser rot wird, dann ist's zu heiß, wird's aber blau, dann ist es halt zu kalt."
( Münchener Jugend/)
Magisches Quadrat.
Nachdruck verboten.
___________ In bie Felber nebenstehenben Qua- _______I I brates ftnb bie Buchstaben a, e e e e e, f, g g, i, r r, u u, z z berart einzu- i tragen, baß bie wagerechten unb senk- j" rechten Reihen gleichlautenb solgenbes --!— --- ergeben:
1. Unersetzliches Gut.
2. Ist an Flüssen unb Seen zu finben.
3. Tabelnswerte Eigenschaft.
4. Förbert ber Bergmann zu Tage.
Auflösung in nach st er Nummer.
Auflösung bes Homonym in voriger Nummer: Hof.
»-d-ition: E. Burkhardt. - Druck und Verlag der Brühl'schen UniverfitäU-Buch. und Steindcuckerei (Pietsch Erben) in Meßen.


