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Gemeinnütziges.

Herstellung von Kohlenanzündern. 10 bis 15 Teile Colophonium und 80 bis 85 Teile Sägespähne bilden die Bestandteile der Kohlenanzünder. Zu ihrer Herstellung schmilzt man das Colophonium bei niederer Temperatur, rührt in die heiß zu haltende Masse die gleichfalls warmgehaltenen Säge­spähne hinein und gießt die heiße Masse in Formen aus.

Künstliches Gnmmiarabienm erhält man durch folgendes Verfahren: 5 Kilo Leinsamen werden mit 5 Liter Wasser, dem vorsichtig in kleinen Mengen 4 Kilo Schwefel­säure beigemengt wurden, drei bis vier Stunden gekocht. Die Flüssigkeit wird alsdann filtriert und ihr das Vierfache an Alkohol zugesetzt. Der entstehende Niederschlag wird ge­sammelt, gewaschen und getrocknet. Man erhält ein farb- und geruchloses Pulver, das mit Wasser gemischt einen aus­gezeichneten Klebstoff giebt.

Schrrellgervung. Unter den zahlreichen Methoden, welche darauf abzielen, den langwierigen Prozeß der Leder­gerbung (bei schweren Rindshäuten mehrere Monate) abzu­kürzen, soll folgende sich vorzüglich bewähren. Die Häute werden nach dem Einweichen, Wässern und Enthaaren in einem rotierenden Behälter (Walkfaß) der Einwirkung einer acht Mal so starken Gerbeflüssigkeit, wie sie sonst gebräuchlich ist, ausgesetzt und diese Brühe während der ganzen Zeit auf derselben Stärke gehalten. Kleinere Felle, wie Schaffelle, sollen in zwei bis vier Stunden, die schwersten Rindshäute in 20 bis 36 fertig gegerbt sein.

Gesundheitspflege.

Ein Mittel gegen die Schwindsucht. Unter den vielen gegen die Lungentuberkulose empfohlenen Mitteln nimmt das Ichthyol mit den ersten Rang ein. Die auf das­selbe gesetzten Hoffnungen haben sich in den fünf Jahren, seitdem es im Gebrauch ist, durchaus erfüllt. Zwar wird auch das Ichthyol die Tuberkulose nicht gänzlich aus der Welt schaffen, in dem einzelnen Falle aber vermag es bei noch nicht erheblich vorgeschrittener Krankheit eine sehr gute Wirkung zu entfalten. Am günstigsten erweist es sich aller­dings bei beginnender Erkrankung. Seine Wirkung be­ruht darauf, daß es den Körper in hohem Grade kräftigt und ihn dadurch in den Stand setzt, die eingedrungenen Tuberkelbazillen unschädlich zu machen. Dabei ruft es indessen nicht, wie andere ähnliche Mittel, ungünstige Neben­erscheinungen im Körper hervor. Unter seinem fortgesetzten Gebrauch verringern sich oder (im Beginn der Erkrankung) verschwinden die krankhaften Allgemeinerscheinungen, sowie die örtlichen in der Lunge,- selbst die Tuberkelbazillen im Auswurf verringern sich erheblich beziehungsweise verschwinden gänzlich. Der Appetit hebt sich, das Körpergewicht nimmt zu, und die Kranken erlangen neuen Lebensmut und ihre Arbeitskraft wieder. Die gleichzeitige Anwendung von hygienisch-diätetischen Maßnahmen trägt erheblich zu dem Erfolg bei. Wenn nun auch das Ichthyol kein wirkliches Heilmittel der Tuberkulose darstellt, so bildet es doch eine sehr wert­volle Bereicherung des Arzneischatzes und der wirkungsvollen Waffen im Kampfe gegen jenen furchtbarsten Feind der Menschheit. Uebrigens hat sich das Ichthyol auch noch bei verschiedenen anderen Lungen- und Brusterkrankungen bewährt, so besonders bei dem einfachen und bei dem eitrigen Luft­röhrenkatarrh. Auch bei tuberkulösen Erkrankungen anderer Körperorgane ist es bereits mehrfach mit Erfolg angewandt worden. Diese neu entdeckten Heilwirkungen des Ichthyols vermögen seinen guten Ruf, dessen es sich betreffs verschiedener anderer Krankheiten als Heilmittel schon seit langer Zeit erfreut, nur noch zu erhöhen und zu befestigen.

DerHäusliche Ratgeber" schreibt in Nummer 29 unterAusstellung für Krankenpflege in Berlin", wie folgt:

Als ein unvergleichlicher Zusatz zur Krankenkost tritt uns hier wiederMaggi" entgegen. Von Patienten und Rekon­valeszenten gern genommen, besteht seine hauptsächlichste Wirkung darin, daß die mit Maggi angerichteten Speisen besser verdaut und ausgenutzt werden- es erhöht somit den Nutzwert der mit ihm vermischten Nahrungsmittel. Aus gleichen Gründen wird die sparsame Hausfrau auch Maggi bet Bereitung des täglichen Mittags- und Abendtisches nicht entbehren wollen - kann doch beispielsweise die, an sich ziemlich geschmacklose, aus Hammelfleisch oder Rindfleisch gewonnene Brühe durch Maggi sehr vorteilhaft verbessert werden- ebenso Braten, Saucen, kurz alle Speisen zu denen man sonst Fleisch­brühe verwendet. Für Wassersuppen und in Wasser gekochte Gemüse gilt dasselbe.

Mr die Küche.

Fisch Blanqnette mit Eiern. Von übrig gebliebenen, blaugesottenen Fischen löst man Haut und Gräten und er­wärmt die in nette Stücke zerteilten Reste mit etwas Fisch­sud und Zitronensaft. Bereitet aus hellem Buttermehl mit Ftschsud eine leichtgebundene Sauce, läßt sie aufkochen und zieht sie mit Zitronensaft und Eigelb ab. Nachdem man die Sauce mit etwasMaggi" fein abgeschmeckt hat, gießt man sie über die heiß gehaltenen Fischstücke und garniert die Schüsseln mit pochierten Eiern.

Vermischtes.

Englische Sonntagsruhe. Zwei hervorragende eng­lische Zeitung n gingen vor einigen Wochen dazu über, auch am Sonntag eine Nummer drucken zu lassen, aber sie hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht: ein Sturm des Unwillens erhob sich gegen diese revolutionäre Neuerung. Die Bischöfe erklärten sich dagegen, fromme Bürger beriefen Protestver­sammlungen ein, viele Leser der Zeitungen zogen ihr Abonne­ment zurück, und selbst die öffentlichen Behörden gerieten darüber in Erregung. Eine der beiden Zeitungen, der Daily Mail", erscheint wieder wie früher nur sechsmal wöchentlich, und die andere wird vermutlich auch bald in ihr altes Geleise zurückgehen. DerDaily Mail" begründet seine Rückkehr zur alten Gepflogenheit mit dem Hinweis auf die öffentliche Meinung und auf ein Bittgesuch seiner Be­diensteten, worin diese geltend machen, daß die Sonntags­ausgabe es ihnen unmöglich mache, vormittags den Gottes­dienst zu besuchen und nachmittags Lawn-Tennis, Krocket usw. zu spielen oder dem Rudersport zu huldigen. So seltsam und echt englisch diese Eingabe uns erscheinen mag, so drückt sich doch in ihr bündig das aus, was die Stärke der Angel­sachsen ausmacht: die Achtung vor der nationalen Ueber- lteferung, die Uebung der religiösen Pflichten und die Pflege der Gesundheit.

Bilanz eines Einnahmen.

München, bronz. Med.

u. 150 Mk. Geldpreis Mk. 150,

Berlin, silb. Medaille

u. 200 Mk. Geldpreis 200,

Paris, zweite gold. Med.

Geldpreis in deutsch.

Geld..... 240,

Summa Mk. 590,

Davon ab: Gelöst f

Radfahrers!

Ausgaben.

Ein Beinbruch (links)

Kurkosten . . . . Mk. 173,50

Ein Beinbruch (rechts)

Kurkosten. ... 188,70 Zwei Rippenbrüche . 54,

Ein Beinbruch (rechts)

Kurkosten. ... 210,25 Zwei Rippenbrüche . 119, Ein Schädelbruch . . 438,13

Summa Mk. 1183,58

Also 593 Mk. 58 Pfg.

Med. 39 13

Bleibt 554 Mk. 45 Pfg.!II

(Münch. Jugend.")

»ebaftion: ®. Burkhardt. Druck und Verlag der Brühl'schen UmversitätS-Buch- und Steindruüerei (Pietsch Erben) in Gießen.