1899.

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.Jgs/te Welt benutzt dich, wo sie kann, tfyf Und wirft dich, abgenutzt bei Seite, ZM Drum gilt es, daß als rechter Mann

Du dich bewährst, mit ihr im Streite;

Und um dein Recht nicht zu vergeben, Mußt du auch, sie zu nutzen, streben. Stelter.

(Nachdruck verboten.)

Die Sünden der Väter.

Roman von Osterloh.

(Fortsetzung.)

Er glaubte nicht, daßHsie auf diese Zwischenfrage eine Antwort erwarte, aber sie sprach nicht weiter, und so ant­wortete er schließlich, ihr voll ins Auge sehend:

Ja, gnädige Frau, so sagte ich." Sie wiederholte ihre Worte noch einmal, diesmal schneller ohne die scharfe Betonung:

Da Ihr es so wünscht, und da der Herr Rechtsanwalt die Inschrift schön und wahr und nicht zu überschwänglich findet, so bin ich einverstanden."

Abgemacht!" rief Leonhard befriedigt,und morgen werde ich gleichfalls alles bestellen, damit Du keine Mühe damit hast. Wie sonderbar die Mama manchmal ist," meinte er später.Haben Sie das nicht auch bemerkt, Herr Rechtsanwalt? ganz anders als sonst."

Ja," bestätigte Ziel. Er hatte dieselbe Beobachtung gemacht und sann nun über die Gründe der auffallenden Veränderung nach. Ohne allen Erfolg. So oft er in der folgenden Zeit mit Frau Andree zusammenkam und das geschah häufig genug; so oft er ihr seine Hilfe anbot, die entweder mit freundlicher, aber kühler Höflichkeit abge­lehnt oder mit derselben lauen Freundlichkeit angenommen wurde, nie kam er Dorothea auch nur um einen Schritt näher. Er sah, was jeder andere unbeteiligte Zuschauer auch sehen konnte, daß sie sich mit überraschender Energie durchkämpfte, äußerlich immer gleichmäßig sanft, freundlich, unnahbar. Was in ihrem Innern vorging, war ihm und allen anderen ein Buch mit sieben Siegeln; ob sie überhaupt ein verborgenes Seelenleben führte, oder ob sich ihre Ge­danken, Hoffnungen und Besorgnisse einzig um das tägliche Brot, die Wirtschaft und die günstige oder ungünstige Ent­wicklung ihrer Fremdenpension drehten, niemand wußte das

zu sagen. Ihr Gesicht hatte von jeher einen reinen, etwas strengen Schönheitsthpus gehabt. Diese Strenge trat mit der Zeit schärfer hervor; das runde Kinn, die vollen Lippen zeigten härtere Konturen; nur die Augen schauten noch immer mit demselben frommen, fragenden Kinderblick in die Welt.

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Die Wohnung des Rechtsanwalts Ziel lag an einer belebten Straße mitten im Stadtilmern, verbunden mit der Expedition, die Ziel und Andree gemeinschaftlich inne gehabt hatten. Das Haus, ein altes Geschäftshaus mit großem Laden im Erdgeschoß, mit rußigen Höfen und dunkeln Treppen sah von außen recht wenig einladend aus; um so behaglicher war die Wohnung selbst eingerichtet, besonders die Zimmer nach vorn heraus, der Salon, das Speisezimmer mit Butzen­scheiben und schweren kantigen Eichenstühlen und vor allem das Studierzimmer mit seinem dicken Teppiche und den kost­baren Portiören. Auf breiten Borden standen feingeschliffene Gläser, alte Krüge und Humpen, seltenes Porzellan, Trink- hörner und Jagdgerätschasten. Zwischen den beiden Fenstern ein riesiger Schreibtisch, an der linken Wand ein niedriger Divan mit kostbarem weißen Eisbärfell. Sämtliche Möbel gediegen und prächtig zugleich; die Tapeten fein abgetönt, jeder einzelne Kunstgegenstand mit Sorgfalt und Verständnis ausgewählt und aufs vorzüglichste von Ziels musterhafter Wirtschafterin imstande gehalten.

Es war gegen Abend. Ziel saß an seinem Schreibtische und stützte den Kopf in die Hand. Er war müde und ab­gespannt. Den ganzen Tag hatte er keine Ruhe gehabt: Arbeit, Unannehmlichkeiten, Sorgen; dazu ein Besuch nach dem anderen. Jetzt sollte alles abgewiesen werden. Auch darin konnte er sich auf Frau Teichgräber verlassen. Sie befolgte genau seine Befehle und wußte anderseits, für wen etwa eine Ausnahme zu machen sei.

Ich glaube nicht, daß der Herr Rechtsanwalt so spät" hörte er jetzt die Alte im Vorsaal sagen.

Nur für ein paar Minuten."

Ter Rechtsanwalt, der die Stimme erkannt hatte, erhob sich.

Bitte!" rief er hinaus. Er schloß die Thür, die nach seinem Salon führte, mit dem Schlüssel ab. Dann ging er dem Eintretenden entgegen. Es war Olaf Nansen."

Ich habe soeben gelesen, daß Ihre Sprechzeit längst vorüber ist. Umso dankbarer bin ich Ihnen, daß Sie mich doch noch annehmen. Ich werde Sie nicht lar.ge aufhalten."

Wollen Sie sich nicht setzten?" bat der Rechtsanwalt