Ausgabe 
7.9.1899
 
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v»n vielen berühmten Männern erreichte Alter angibt, und die wir einer Mitteilung des Internationalen Patentbureaus Carl Fr. Reichelt, Berlin NW 6, entnehmen, ist dies deut­lich zu ersehen:

Heerführer:

Alter:

Moltke

91

Xenophon

86

Wellington

83

Bernadotte

80

Blücher

76

Dschingis Khan

72

Tilly

72

Marlborough

72

Marius

71

Timur

68

Themistocles

65

Hannibal

63

Napoleon

51

Alexander der Große 32

Gelehrte:

Alter:

Humboldt

89

Newton

84

Plato

82

Kant

79

Galilei

78

Copernikus

70

Sinne

70

Leibnitz

70

Socrates

68

Aristoteles

62

Hegel

61

Descartes

53

Spinoza

44

Musiker:

Alter:

Haydn

77

Händel

75

Spohr

75

Palestrina

70

Bach

65

Beethoven

56

Schumann

41

Weber

39

Chopin

39

Mendelssohn

38

Mozart

35

Schubert

25

Staatsmänner: Alter:

Washington 67

Cicero 63

Cromwell 59

Richelieu 57

Caesar 55

Alfred der Große 52

Pitt 47

Mirabeau 42

Dichter: Alter:

Sophokles 90

Voltaire 84

Goethe 83

Viktor Hugo 83

Corneille 78

Herodot 76

Euripides 74

Thucydides 70

Petrarca 70

Rabelais 70

Aeschylus 69

Cervantes 68

Milton 65

Scott 61

Racine 59

Horaz 57

Dickens 57

Dante 56

Shakespeare 52

Virgil 51

Moliöre 51

Schiller 45

Byron 36

Maler: Alter:

Tizian 99

Michel Angelo 89

Rubens 63

Rembrandt 63

Velasquez 61

Holbein 57

Vandyk 42

Correggio 40

Raphael 37

Religionsstister: Alter:

Confucius 71

Luther 66

Mohamed 62

Calvin 54

Staatsmänner: Alter:

Talleyrand 84

Bismarck 83

Augustus 76

Disraeli 75

Friedrich der Große 74

Karl der Große 71

Brave Rosselenker. Die Droschkenkutscher in Stock­holm würden es eigentlich verdienen, daß sich einmal ein Schilderer eingehend mit ihnen beschäftigte; sie sind ganz anders, als sonst Droschkenkutscher zu sein pflegen. Wäh­rend nämlich die Droschkenkutscher in anderen Städten den Wunsch zu hegen pflegen, Fahrgäste zu bekommen, ist das in Stockholm ganz anders. Die Kutscher hassen die Fahr­gäste und wollen nichts von ihnen wissen. Wenn man dort einen edlen Rosselenker zum Fahren auffordert, macht er ein mürrisches Gesicht über die unerwünschte Störung seiner Ruhe und sinnt nach, wie er den unbequemen Menschen, der es schändlicherweise gerade auf ihn abgesehen zu haben scheint, wieder los werden kann. Nennt man ein etwas entferntes Ziel, dann gibt er einem sofort den Rat: doch

lieber mit einem der kleinen Dampfboote zu fahren; das sei doch viel praktischer,u. s. w. Wer Italien bereist hat und sich dann von der Zudringlichkeit der neapolitanischen Kutscher erholen möchte, kann nichts besseres thun, als zu derenAntipoden" nach Stockholm zu fahren. Ob die Droschkenkutscher in Stockholm ein festes Gehalt bekommen, das gleichmäßig an alle ausbezahlt wird, gleichgiltig, ob sie fahren oder an den Halteplätzen frühstücken was sie übrigens von morgens 6 bis abends 12 Uhr zu thun pflegen ist mir nicht bekannt geworden. Es scheint sich aber so zu verhalten. Eine nette Fallgrube birgt übrigens der Stockholmer Droschken-Tarif für den Fremden. Wenn man nämlichauf Zeit" fährt und einmal nur über die Stadtgrenze hinauskommt muß man für die ganze Zeit statt 1,20 Kronen deren 2 per Stunde bezahlen. Dem Schreiber dieser Zeilen ist einmal das Malheur passiert, in der fünften Stunde die Grenzen der Stadt zu überschreiten; er mußte diese Schändlichkeit durch Mehrbezahlung von ca. 3 Kronen für die vier vorausgegangenen Stun­den büßen, welche er in der inneren Stadt zugebracht hatte. Das ist eine Fallgrube für den Fremden, denn der Einheimische fährt Bicycle! Neuerdings sind Taxa­meter-Droschken in Betrieb genommen, welche für den Frem­den eine wahre Erlösung darstellen. Da der Norden immer häusiger das Ziel der deutschen Touristen wird, ist es gut, wenn man diese Dinge beachtet. Der Reisende wird andernfalls manchen Aerger erleben, welcher ihm das Vergnügen des Reisens beträchtlich schmälern kann. Aber die Stockholmer Droschkenkutscher sind jedenfalls eine Spezies, die in unserem Zeitalter des Verkehrs eine hervorragend komische Rolle spielt. Or. Pf.

Der Kartoffelanbau liefert in Deutschland, rund ge­rechnet, einen Etrag von 140,000,000 Zentner in Frank­reich 67,500,000, in Rußland 56,500,000, Oesterreich 41,500,000, England 28,500,000, Belgien 23,000,000, Ungarn 15,000,000, Niederlande, 11,500,000 Zentner.

Silbenrätfel.

Nachdruck verboten.

au, b, b, den, der, e, en, g, gur, hed, ei, i, ken, lat, m, nen, er, ro, sa, tan, te, w.

Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sechs Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben, von oben nach unten, und die Endbuchstaben, von unten nach oben gelesen, den Namen eines deutschen Dichters und den Titel eines seiner Dramen bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter der Reihe nach folgendes:

1. Beliebte Zuspeise.

2. Eine Auszeichnung.

3. Spanischen Fluß.

4. Einen Baum.

5. Weiblichen Vornamen.

6. Nützlichen Seevogel.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Diamanträtfels in voriger Nummer: H Gas

Gabel

Habicht

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Rebattie«: E. »urkhnrdt. - »ruck und B-rlag der Brühl'schm Univkrsttits-Buch- und Gteindruck-rei (Pietsch Erben) in Gießen.