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Durch meinen Ruf waren die anderen erwacht und fragten, I den annern so gerben, dat em dat Fell von Ltew geiht, , [og rxj. I un wenn ’t dörtig toteren, wullt ik sei wisen, wo ik so n
„Kommt schnell," rief ich, „Banyarb ist gehängt toorven, Gezücht von ßackermentschen Seekrabben tausam slahn dauh.
seine Leiche schaukelt an der Gaffel." Mit diesen Worten I Nau, seggt wer was ’t? — Du, Billy, oder du, Jim, oder eilte ich nach hinten, gefolgt von den anderen. I du oder du?" — So fragte er jeden einzelnen.
Als wir an den Ort der That kamen, genügte ein Blick, I Wir leugneten alle, waren entrüstet, daß wir etwas um zu erkennen, daß der Hals hier mit dem Hängen nichts I davon wissen sollten, und drückten laut unser Mißfallen aus
zu thun hatte. Der alte Pendel (rote ich ihn immer nannte) I über seine Unverschämtheit, uns so etwas zuzutrauen. Die
baumelte an einem Block einige Fuß unter der Briggsegel- Beleidigtsten von allen waren natürlich die beiden Schuldigen. Raa. Die Schelme hatten, während er schlief, eine Leine I Der alte Sam indessen geriet in einen ehrlichen Zorn, als
unter seinen Achselhöhlen durchgezogen, ihn aufgeholt und I er befragt wurde. „
festgemacht. Dies war einer von den gemütlichen, seemännischen I „Sei däd n beter, nich tau feg gen, ik hadd t bahn,
Scherzen. Hätten sie ihn an den Fersen, mit dem Kopf I schrie er, mit wild funkelnden Augen, Bauyards Gestalt von
nach unten, aufgehißt und ihn so schaukeln lassen, so I oben bis unten messend.
würden die Leute den Witz noch viel köstlicher gefunden I „Na, wer beb ’t bann?" schnaubte Banyarb.
habe«. | „Ja, wer beb ’t? — Firm'n Sei ’t ut. — Denken
Lat mi bal, lat mi bal, — äwer sachten," schrie bas I Sei, ik ward tau bese Nachttieb in’t Takelwark herüm-
arme Opfer. „Wer het mit bat bahn? bat müggt ich I krauchen? — Wenn Sei seggen, ik toter t wesen, so fünb
weiten. — Wollt Ji mi glik rimner laten, Ji Lumpen- I Sei en verbammten Lügner."
Gestnnel! — Wenn wat reißt, bün ik en hoben Mann, ik I „Wat, bu näumst mi en Lügner?'
wiege breiteihn Stein." „Ja, ik näum Sei en Lügner; — worüm füll iE bat
Es war gerabe genug Bewegung in ber See, baß ber I benn nich? — Wer förcht fik benn vör Sei? Ik künnt
alte Kerl hin unb her schwang unb sich brehte, wie eine I en betern Kierl as Sei tau Frühstück freien unb wurb nich
Hammelkeule am Bratenwenber; was bie Leute aber am I mal weiten, bat ik wat in ntien Mag häbb.
meisten kitzelte, bas war bie lächerliche Angst, bie sich in „Na also, Bully, oller Pumpen-Unnersäuker," fuhr ein der Haltung bes Mannes ausdrückte- denn sein Gesicht war anderer fort, „Sei sechn, hier is nicks för Sei tau Halen, uatürlich nicht zu sehen. Er hielt sich vollständig steif, weil gähn Sei leiwer wedder nah hinn'n un denken S an Ehr er glaubte, dadurch leichter zu sein, und sah infolgedessen I Geschäften- — in be Kapteihns Kajüt is Storm, ba giww genau wie eine Vogelscheuche aus. ’t velliecht wat för Sei tau reperirn.-
„Süug uns en Lieb, Maating, bu weitst all, wat toi I Diesem Einfall folgte unmittelbar eine Flut von girn hürn, Herr ttoeiter Offizier," höhnte einer ber Leute Hänseleien unb rohen Neckereien, benen gegenüber ber arme unb fing bas Lieb an; im selben Moment flüsterte aber ein I Pendel sich kurze Zeit mannhaft behauptete, zuletzt aber doch anderer: „Verflucht, be Schipper," — unb fort waren wir. bie Flagge streichen mußte.
— Im Schatten bet Küche bückten wir uns nieber, um I Am nächsten Morgen bonnerte Banyarb mit einer zu sehen unb zu hören, was aus ber Geschichte werben | Wanbspeiche auf die Luke und rief: „Alle Mann nach hinnn würde. | tautn Kapteihn.' — Dieser Befehl bezog sich natürlich, wie
Wir sahen den Kapitän nach dem Kompaß gehen, — I wir uns sagen konnten, auf den Schabernack, der dem dann blickte er umher. Den Offizier vom Dienst vermissend, Zimmermann gespielt worden war, und im Gefühl unserer lief er: „Mr. Banyarb!" I Unschuld marschierten wir trotzig nach dem Hinterdeck.
„Hier! Kapteihn. — Ach Gott, ik bün jo hier haben, Der Kapitän, nahe am Oberlicht stehend, sah uns mit Sir, — die Düwel hebben mi uphißt- — ich bün all bösem Blick stirnrunzelnd an; er dachte wohl, uns damit halw dod!" I einzuschüchtern. — Dann, als wir alle vor ihm standen,
Der Kapitän sah verwundert in die Höh, und offenbar | schrie er: „Wer von euch hat es gewagt, sich in letzter Nacht in dem Glauben, ber arme Mann erlaube sich einen un- I an Mr. Banyarb'zu vergreifen?" ziemlichen Scherz, befahl er ihm wütend, sogleich herab zu I Keine Antwort.
kommen. I „Ich erwarte, daß diejenigen, welche es thaten, sich auf
„Wenn de Wind kommt," hörten wir nun wieder den | der Stelle melden," fuhr er drohend fort. „Ich sage euch, armen Pendel durch die Finsternis wimmern, „toarben sei I ich will es erfahren, nehmt euch also in acht." mten Tau ganz feier ut Verseihn tottaten, ik kenn jo be Tiefes Schweigen, wie vorher, war bie Antwort,
nieberträchtige Banbe, un bann is ’t ut mit mi. — So Er trat nun bicht an uns heran unb fragte jeben
taten S' mi boch enblich bal, Kapteihn, is bat woll en I einzelnen: „Hast bu es gethan?" — Jeber einzelne ant- passende Sitwatschon för einen von Ehr Offiziers?" «ortete mit einem festen „Nein". — Dieses fortwährenbe
Der Kapitän näherte sich nunmehr bem Großmast, Nein", in ben verschiedensten Tonarten unb mit einer abtastete nach bem Tau, machte es los unb ließ es nach, sichtlich zur Schau getragenen Gemütsruhe abgegeben, war
Nicht zu unterbrückendes Gelächter begleitete Banyards über alle Begriffe komisch, besonders, wenn man babei tn
Nieberfahrt, unb bieses bertoanbette sich in ein wahres bas vor Wut zuckenbe Gesicht bes Fragestellers sah. Gebrüll, als Mr. Franklin bas Tau löste, boshafter Weife, „Nun gut/' sagte ber Kapitän, blaß vor Zorn, nachschon losließ, wie Banyarb noch etwa vier ober fünf Fuß bem er bie Reihe herum war, „nicht eine Unze Lebensmittel
über bem Deck schwebte. Hierburch schlug berfelbe mit 1 werbet ihr mehr erhalten, bis ich bie Schulbigen kenne." solcher Gewalt nieber, baß er sich nunmehr allerbings, Nach biesen Worten trat auf einmal, zu unserer aller bei seinem schweren Gewicht, ben Hals hätte brechen I Ueberraschung, Klein-Welchy vor.
$gnnen- I „Weiten Sei, Kapteihn," rief er, „ik will manierlich
Der Kapitän sagte jetzt weiter nichts, er schrie uns mit Sei reden; Ehre Schulb würb's sien, wenn ik ’t nich
nur zu, ben Block herunter zu holen, unb bann ging er I hab. Da bün ik un noch anner unner uns, be von be Sak
wieher in bie Kajüte. Das war für uns ein Zeichen, haß nicks weiten, un wenn Sei uns' Ration t’rügg behöll'n
er in biefer Nacht keine weitere Notiz von ber Sache nehmen I routt’n, so fegg ik, bortau hebben Sei kein Recht." wollte. I „Halt's Maul, bu aufsässiger Hunb, unb pack’ bich
Dafür stürzte nun aber Banyarb wutschnanbenb nach vorn, wenn bu nicht gleich wieher eine Tracht Prügel
unter uns. I haben willst," brüllte her Kapitän.
„Wo sünb be Hunbsfötter, be mi uphängt hebben?" Die Erinnerung an bas Vorkommnis, welches seiner schrie er, „un wenn ’t twtnzig mieten, — ik will einen nah « Zeit Welchys Gefühle so unsäglich verletzt hatte, brachte ihn


