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. . ------------ zu tragen, da
man sich für gewöhnlich ja doch in geheizten Räumen aufhält, deren Temperatur der sommerlichen nahe kommt, sondern der Schutz gegen die Winterkälte muß in den Kleidungsstücken liegen, welche wir anlegcn, sobald wir uns zu einem Gange ins Freie rüsten. Die gar zu schwere Unterkleidung wird im Gegenteil sogar zur Gefahr, insofern sie bei lebhafterer Bewegung zum Schwitzen bringt, welchem im Winter ganz besonders häufig die Erkältung auf dem Fuße nachfolgt.
Die häufigste Veranlaffung zu winterlichen Erkältungen ist aber in nassen Füßen zu suchen- man wird daher dem Schuhwerk seine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden haben, und bet dem Umstande, daß es absolut wasserdichte Leberschuhe nun doch einmal nicht gießt, auf fleißigen Wechsel von Schuhen und Strümpfen Bedacht haben müssen, um zu verhüten, daß die eingedrungene Feuchtigkeit an unseren Füßen verdunstet. °
Ein dritter wichtiger Punkt ist die Angewöhnung, durch die Nase zu atmen. Leicht geöffnete rosige Lippen, zwischen denen eine Perlenschnur weißer Zähne hervorschimmert, mögen einem in der Jugendblüte prangenden Mädchen ausgezeichnet stehen und Dichter und Verliebte zu dem poetischen Vergleiche mit einer halb geöffneten Rosenknospe begeistern- aber vom hygienischen Gesichtspunkte aus ist die Gewohnheit, durch den Mund zu atmen, ein Mißbrauch, den man schon den Kindern nicht zeitig genug untersagen kann. Denn die Nase versieht, abgesehen davon, daß sie der Träger der Geruchsnerven ist, die mindestens ebenso wichtige doppelte Aufgabe, in ihren mit Schleimhäuten überkleideten engen Gängen die Atmungs-
d!!? blieb ihm noch immer eine Möglichkeit offen, I Infektionskrankheiten, gegen welche man nach einmaligem
fr ie ben Ueberstehen meistens auf Lebenszeit gefeit ist, wächst ^bei
Haarstraubenden Gedanken haben können! Albert nagte an I katarrhalischen Leiden die Neigung zur Neuerkrankuna - eine
bat!^ itavte äUm ?efr fruS' Draußen leichte Reizbarkeit bleibt zurück- kleine Unvorsichtigkeiten,
hatte sich der Schnee rn Regen aufgelost, der Himmel war welche ehedem ohne Schaden ertragen wurden, führen neue
bie ®*ra6e schmutzig, ihn fröstelte, und ihm war sehr I Katarrhe herbei, die immer hartnäckiger und langwieriger
heimzukch^n Menü ° in feitt öuartier werden, während sich die gesunden Zwischenzeiten v?rkürz?n-
yetmzukehren, der Dienst rief. I übermäßiges Rauchen oder selbst nur der stundenlange aufent»
und ?i?Säbes^ «fr» k kreppe des Hotels hinunterstieg halt in schlecht ventilierten, mit Tabakrauch angefüllten
dnrck> den AFhur $ raffelte, flog ihm der Gedanke Restaurationsräumlichkeiten usw. thun das übrige dazu, und
AL T aufgetauchte Bruder ihm doch schließlich ist der gefürchtete chronische Bronchialkatarrh da,
f°nne; • ®^on etn Frücht von welcher nur durch mühsame, lang andauernde Behandlung
Ln« cm ^nen ganzen Kredit, und entfernt werden kann, oft genug aber zu den qualvollen Zu-
5V iaTlIL» r ArautborL nun ber rührte beim ständen führt, welche als Asthma und Emphysem oder Lungen- Anblick des Totgeglaubten - dann war der dem Recht nach blähung genugsam bekannt sind. 8
K ~ “nb ~ fo“te ««Mensch wie dieser da im Es ist nun ein landläufiger Irrtum, daß Katarrh und Ernst zurücktreten, solch einen Besitz ausschlagen — das war I Erkältung mit einander gleichbedeutend sind. Fast jeder starke
^"kb«^ Was er gestern gesprochen, war vielleicht I Raucher, fast jeder, welcher eisgekühltes Bier oder starke
es Wirklichkeit^und ErnstAL? “ frte' 3tI£^oIe regelmäßig zu trinken gewohnt ist, dann sehr korpu- es Wirklichkeit und Ernst wurde, das war eine andere Sache. I lente Leute züchten sich, wenn sie sich im übrigen auch noch
®m;a8Un8Cn bcr i«n9e Offizier I so vorsichtig verhalten, einen Katarrh an, welcher, je länger
durch den regnerischen Wintermorgen und fuhr zu Hause er andauert, nm so tiefer vom Rachen Legen die Lunge zu H«rn schon lange harrte, nnwirsch I hinabsteigt, und Stubenhocker, welche fortwährend den Staub blankÄ ® C toare« nicht I der Zimmerluft einatmen, erkranken in gleicher Weise katarrh. undherl bECfA Stäubchen, alisch- dagegen äußerlich manche Erkältung in Fieber, Schüttel- den Abe^d vorb!L 8ie“te"««t wüsse frästen, Schwindelanfällen und anderen unangenehmen Zu-
oriLE b b geladen haben, der Kater sei I standen, ohne daß auch nur ein leiser Katarrh damit ver-
grunoucy. Kunden zu sein braucht. Diese im Winter so häufigen Er-
(Fortsetzung folgt.) I krankungen wurzeln eben in dem zu dieser Jahreszeit von
------------ I selbst sich ergebeudenZusammentreffen einer Reihe von Schädlich-
Mi» mi. _ ketten, deren Erkenntnis gleichzeitig den besten Weg weist,
öiewt man tm Winter gesund? wie man im Winter gesund bleibt.
Bon Dr. med. Kurt Rudolf Kreusner. I Leider ist ja eine nicht ganz geringe Anzahl von
------ (Nachdruck verboten.) I Individuen in ihren Atmungsorganen von Geburt aus so Daß unser nordiscker t«, sf„ , I schwach veranlagt, daß sie in unserem rauhen und unbe-
's" ätes
anschauliche Vorstellung von der um diese Jahreszeit herrschen- ~ ~ den Katarrh- und Hustenepidemie zu machen. Die Frage, warum gerade die Erkrankungen der Atmungsorgane im Winter in den Vordergrund treten, findet ihre Beantwortung in den Berhältniffen, unter welchen wir im Winter zu leben gezwungen sind. Statt der milden, angenehm erwärmten Sommerluft, welche man vordem bei langem Aufenthalt int freien oder durch ausgiebiges Offenhalten der Zimmerfenster genoffen hat, atmen wir nun in unseren sorgfältig geschlossenen Wohnräumen eine mit Millionen von Staubteilchen und zahllosen Bakterien überladene und meistens auch noch durch Beimengung der Verbrennungsgase unserer Oefen verdorbene Luft. Dann treten wir aus den vielfach geradezu überheizten Zimmern fast unvermittelt hinaus auf die Straße, in eine oft um zwanzig und mehr Grade kältere Atmosphäre, und wer nun zufällig gezwungen ist, eine lebhaftere Unterhaltung zu führen oder die Gewohnheit hat, nicht durch die Nase zu atmen, hat oft genug schon wenige Stunden darauf die Gewißheit, daß er sich wieder einmal erkältet hat, und daß ein heftiger Katarrh im Anzuge begriffen ist.
Von der Erfahrung ausgehend, daß die meisten Erkältungen und Katarrhe binnen wenigen Tagen ohne weiteres Zuthun von selbst wieder gut werden, vernachlässtgt die Mehrzahl, wenn sie von diesen Winterplagen befallen wird, die Pflicht, etwas Besonderes zur eigenen Pflege zu thun — und zwar leider sehr mit Unrecht und zum eignen Schaden, denn je öfter jemand Schnupfen und Katarrhe durchgemacht hat, um so anfälliger wird er- ganz im Gegensatz zu den schweren i


