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um den Rand des Schoners malt, die einen in Zierbuchstaben ausgeführten Spruch umrahmt/ wie etwa:Des Kochens Quintessenz ist Maß und Ziel/ von keinem zu wenig, von keinem zu viel," oder:Pünktlichkeit bannt Sorg und Leid." In diesem Falle macht es sich gut, wenn man oberhalb des Spruchs eine Uhr malt, welche auf die im Hause übliche Mittagsstunde zeigt. Die Uhr wird mit weißer Emaillefarbe Rand, Ziffern und Zeiger mit Goldbronze gemalt.

Planwagen. Man kaufe auf dem Weihnachtsmarkt einen gewöhnlichen kleinen Wagen für 22,50 Mark. Zur Anbringung der Plane wird der Wagen mit Rückreisen über­spannt, und zwar genügen hierfür vier Reifen, von denen zwei je 67, die beiden anderen 65 Zentimeter lang sind. Man nagelt sie mit kleinen Stiftnägeln an den oberen Rand der beiden Langseiten des Wagens an. Inwendig überzieht man die Reifen mit einem 50 Zentimeter langen und 65 Zentimeter breiten Stück grauer Leinwand, deren vorderen Rand man deS hübschen Aussehens wegen mit einem breiten Streifen roten Purpurkattuns besetzt, während am hinteren Rande ein Zugsaum angebracht wird. Man beläd den Wagen mit kleinen Holzkästen, die man für ein Billiges in einer Holzzeugbude ersteht. Will man das nicht, so näht man mehrere Bandrollen als Kolli zusammen, auch große aneinander gereihte Garnrollen ergeben ein Paket. Ebenso kann man auch aus grauer Leinwand kleine 10 Zentimeter lange Säcke nähen, dieselben mit Seegras füllen, und im Stilstich mit roter Wolle die Inhaltsangaben, wie Kaffee, Thee, Zucker, Mehl ufw. darauf sticken. Die vier Zipfel der Säcke bindet man regelmäßig ab. Auf dem vordersten Sack thront ein Kutscher, ein Puppenjüngling mit Blusenkittel, dunklen Hosen und Zipfelmützchen. Ebenso nett ist ein Topfwagen. Man kauft einen kleinen Holzwagen, wie sie zur Weihnachtszeit für 10 Pfennig zu haben sind, und bindet an die Latten desselben Töpfe, Krüge und Tiegel zierlich mit schmalem Bande fest. Den Wagen füllt man mit Stroh, welches durch gelbes in Streifen zerschnittenes Seidenpapier ersetzt wird, und legt das obere Geschirr darauf.

Eiszapfen. Man schneidet aus weichem Holz etwa 6 Zentimeter lange Stückchen, in der Gestalt von Eiszapfen, umwickelt diese gleichmäßig von unten nach oben mit 1 Zenti­meter breiten, weichen, alten Streifen von weißem Baum­wollzeug und näht diese oben und unten zu, damit sie nicht abrutschen, auch kann man statt der Streifen alte, etwas starke Baumwolle benutzen, z. B. von weißen aufgetrennten Strümpfen. Ein Aufhänger von Silberfaden wird ebenfalls gleich befestigt. Dann macht man von Alaun in Wasser eine starke Lösung und legt die Holzzapfen hinein, wo sie so lange bleiben, bis sich der Alaun krhstallartig angesctzt hat. Solche Eiszapfen sehen am Weihnachtsbaum sehr gut aus. Bet Auf­bewahrung müssen sie vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Eine halbe vergoldete Nußschale wird oben und unten je zwei Mal dicht nebeneinander durchbohrt. Durch diese Löcher zieht man die langen Enden zweier blauen Schleifchen, sodaß letztere außen die Löcher decken, erstere gleich als Aufhänger dienen. Das ganze giebt ein Bettchen, das man mit Moos oder blauen Seidenstückchen füllt. Zwei Wickelpüppchen (Erbsen mit gemalten Gesichtchen und Spitzen­häubchen an Holzstäbchen gespießt, letztere mit Watte und blauem Seidenfaden umwickelt), kommen in jedes kleine schwebende Bett.

Schneebällchen. Dieselben werden aus Watte ge­formt mit feinem Draht zusammengehalten und durchzogen/ aus Silberdraht wird ein Henkel gebildet. Nun bestreicht man zunächst die Bällchen mit dünnem Leim und umkleidet sie hierauf mit offener weißer Baumwolle. Zum Trocknen

aufgehängt, werden sie alödantt nochmals ganz leicht Mit flüssigem Leim betupft und darauf mit Brillantine bestreut. Zu bemerken ist, daß man weißen Leim für diesen Zweck verwenden muß. Die kleinen Schneebällchen schimmern und glitzern in den tiefgrünen Zweigen des Baumes, daß es eine Pracht ist. ______________

Litterarisches.

DasIllustrierte Konversations-Lexikon der Frau" (Verlag von Martin Oldenbourg in Berlin) ist in seinen soeben erschienenen Lieferungen 15 bis 21 bis zum Schluffe des 1. Bandes vorgeschritten und läßt auch in diesen Lieferungen die Reichhaltigkeit und Gediegenheit sowohl seines textlichen Inhaltes als auch seiner künstlerischen Ausstattung erkennen. Bon den in den genannten Liefe­rungen enthaltenen medizinischen Artikeln find diejenigen, die sich auf die so wichtigen Gebiete der Kinderkrankheiten und der Erkrankungen der Knochen und Knochenbrüche beziehen, mit besonderer Ausführlichkeit behandelt; den sozialen Fragen der Zeit ist in den Artikeln Konfektions­arbeiterinnen, Krankenpflegerinnen und Künstlerinnen, sowie in dem mit außerordentlicher Sachkenntnis und Gründlichkeit behandelten Artikel über die Stellung der Frau in der Kirche Rechnung getragen. Besonders reichhaltig und interessant gestalten sich die der Kochkunst gewidmeten, mit zahlreichen Text-Illustrationen versehenen Artikel, die nicht nur interessante Einzelheiten aus der Geschichte der Kochkunst bringen, sondern auch die moderne Technik der Kücheneinrichtung in umfassender Weise darstellen und veranschaulichen und die Eigentümlichkeiten der Kochkunst in verschiedenen Ländern behandeln. Ueber Entwickelung und gegenwärtigen Stand der erst im vorletzten Jahrzehnt unseres Jahr­hunderts aufgekommenen systematischen Unterweisung und Ausbildung von Schülerinnen in den Kochschulen unterrichtet die Leserin ein be­sonderer, ausführlicher Artikel. Auch das Gebiet der Toilette ist in mehreren in diesen Lieferungen enthaltenen Artikeln gebührend berück­sichtigt, unter denen vor allem die umfangreichen, reich illustrierten ArtikelKleid" undKorsett" Beachtung verdienen, die einen voll­ständigen geschichtlichen Ucberblick über die Entwickelung dieser Be­kleidungsgegenstände bieten. Von den den genannten Lieferungen bei­gegebenen Bildertaseln zeichnen sich die Fluß- und Seefische darstellenden durch ihre vortreffliche Ausführung in Dreifarbendruck besonders aus. Betrachten wir den nunmehr fertig vorliegenden 1. Band, so stellt sich derselbe mit seinen 52 Druckbogen Text und 26 zum größeren Teile farbigen Bildertafeln als ein ebenso inhaltreiches als gediegen ausge­stattetes Ganzes dar, das aber durch den 2. Band, der noch vor Weihnachten erscheinen wird, jedenfalls noch bei weitem Überboten werden wird, da mehr als zwei Drittel der laut Prospekt in Aussicht ge­nommenen Bildertafeln erst in diesen ausgenommen werden. Unsere Leserinnen dürfen somit mit vollem Rechte auf das Erscheinen dieses zweiten Bandes gespannt sein, da mit diesem ein Werk zum Abschlüsse kommen wird, aus das die deutsche Frauenwelt stolz sein kann, und das auf dem Weihnachtsbüchermarkte dieses Jahres eine ganz hervorragende Rolle zu spielen berufen sein dürfte.

Humoristisches.

Naluvwiffeuschastttches. Lehrer (zum kleinen Jakob):Kannst du mir etwas über das Wasser sagen?" Jakob:Wasser is e' Flüs­sigkeit, wo, wenn ma' de Händ' hereingiebt, werd's schmutzig!"

Skatausgabe.

Nachdruck verboten.

(Bei französischen Karten gilt Treff gleich Eichel, Pique gleich Grün, Coeur gleich Rot, Carreau gleich Schellen.)

Es wird Bierskat gespielt. Da Mittelhand und Hinterhand paffen, meldet Vorhand, welche 34 Augen mehr als Mittelhand hat, Ramsch an. Hinterhand fängt im Besitz folgender Karte:

.<> O

O.

+ +

<2 O

Q Q Q

den Ramsch, während Vorhand keinen einzigen Htich erhält. Wie «ar die Kartenverteilung und der Spielgang?

Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Puppe, Suppe.

Redaktion: E, Burkhardt. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.