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entstanden und wird nun ebenfalls durch Etsensäuste aufgenagelt.

Har sich der Schuh oder Stiefel bereits auf seiner bisherigen Wanderung manche nur aus Schönheitsrücksichten gebotene Maßregel gefallen lassen müssen, so tritt die Leder- Aesthetik jetzt vollends in ihre Rechte. Was wird nicht noch alles mit dem armen Kerl angefangen, ehe man ihn für gewandt genug befindet, um sich der Welt vorstellen zu dürfen. Da wird die Sohlenkante auf einer 7000 Touren in der Minute machenden Maschine gefräst, wird ferner mit einer Art Tinte beschmiert und dann poliert nebenbei bemerkt eine viel Geschick erfordernde Arbeit da wird die Sohle geglast, abgerieben, gebürstet, es werden die Absätze ange­schwärzt, poliert u. s. w. u. s. w. Schließlich besorgen, noch mehrere Mädchen den letzten Ausputz. Und endlich ist der Schuh fertig!

Dem Himmel sei Dank, daß ich mich in die Ruhe des Kontors flüchten kann! Das Rasseln und Surren und Sausen und Pochen kann einen ja nervös machen. Immer noch braust's und knirscht's in meinen Ohren, und vor meinen Augen tanzt's und springt's und schnurrt's, daß es mir ganz schwindelig wird.

Ach, guter Hans Sachs, könnte ich dich doch einmal durch so eine moderne Schuhfabrik führen! Wie würdest du staunend dein graubärtiges Haupt schütteln! Ja, ja, alter Freund, die Zeiten haben sich geändert, die Poesie deines Schusterstübchens ist gestorben, mitleidlos haben die eisernen Arme moderner Maschinen sie zu Tode gequält.

G-MeinnÄtziges.

Das Lagern des Obstes auf Stroh ist unpraktisch. Stroh zieht leicht Feuchtigkeit an, wird moderig und verleiht den Früchten einen unangenehmen Geschmack.

Zu gutem Aepselmost sind gute Aepfel nötig, dieselben müssen reif, dürfen aber nicht überreif sein, denn im Safte eines reifen Apfels ist mehr Zuckerstoff enthalten als in dem eines halbreifen. Von dem Zuckergehalte aber hängt oer Wert der Aepfel für die Mostbereitung ab. Späte Aepfel besitzen meist einen größeren Zuckergehalt als frühe Sorten, weshalb in unserem Falle Spätsorten vorzuziehen find. Den besten Most liefern gemischte Aepfel. Die ausgepreßten Aepfel geben einen guten Dünger, man muß sie jedoch eine zettlang liegen lassen, bevor man sie zu genantem Zwecke verwenden kann.

Aus Aepfeln läßt sich ein recht wohlschmeckender Salat bereiten. Man schneidet dieselben in kleine Würfelchen, giebt zu diesen etwas Salz, viel Oel und wenig Essig, der nicht allzu sauer sein darf. Die Beigabe von einer Kleinigkeit Zwiebeln erhöht noch den pikanten Geschmack dieses Salates.

Wann soll man Bienenstöcke transportieren! Am besten im Herbste und im zeitigen Frühjahr.

Litterarifches.

Im Geistesleben des deutschen Volkes spielt die Frau als Romanschriftstellerin eine bedeutende Rolle und unter den vielen Berufenen finden sich nicht wenige Auserwählte, welche die Kunst zu fabulieren in den Dienst einer sittlichen Idee stellen. Diesen Romanschriftstellerinnen, die sich über das Niveau der Geschichtenschreiberin erheben, widmet die vielseitige ZeitschriftDies Blatt gehört der Hausfrau!" (Ver­lag von Friedrich Schirmer, Berlin SW., 13, Nenenburgerstr. 14 a) eine durch die Portraits der eingehend behandelten Schriftstellerinnen illustrierte Artikelreihe. Die Artikel sind von berufener Feder geschrieben und vermehren die Reichhaltigkeit der FamilienzeitschriftDies Blatt gehört der Hausfrau!", die trotz ihres billigen Abonnementspreises (1,40 Mk. vierteljährlich) vom Guten das Beste bietet und neben den praktischen Ratschlägen auch für gediegene, aber nicht pedantisch aufdring­liche Belehrung und Unterhaltung sorgt.

De« Steirr der Weisen ' veröffentlicht in seinem jüngst er­schienenen 6. Hefte neben vielen interessanten Mitteilungen (über die Rotationsdaner der Venus, Elektrizität und Pflanzenwachstum, Elektrische

Kraftlinien u. s. w.) zwei sehr zeitgemäße, mit einer größeren Anzahl von Illustrationen ausgestattete Abhandlungen über Luftschiffahrt und den Motorwagen System Benz. Außerdem enthält das Heft größere Aufsätze über die Natur und die Ausbeute deS Korkes, über den Schnell­dampfer Kaiser Wilhelm der Große (mit Abbildungen), über neue Forschungen in Amerika und viele naturwissenschaftliche und andere Notizen. Seit Beginn des laufenden Jahrganges (des XII.) zeigt die beliebte populär-wissenschaftliche Halbmonatschrist (A. Hartleben's Verlag, Wien) eine sehr beachtenswerte Ausgestaltung ihres Inhalts, was wir anerkennend hervorheben möchten. Probenuinmern sind in jeder Buch­handlung erhältlich.

Rrneste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der praktischen Technik, der Elektrotechnik, der Gewerbe, In­dustrie, Chemie, der Land- und Hauswirtschaft re. XXVI. Jahrgang (21. Hartleben's Verlag in Wien). Pränumerationspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7 Mk. 50 Pf. Einzelne Hefte für 60 Pf. in Brief­marken. Diese Zeitschrift dient ausschließlich nur der Pr axis. Ihre Mitteilungen, die sich über alle Berufsarten verbreiten, bestehen in praktischen, zuverlässigen und leicht ausführbaren Anweisungen, Arbeits- Verbesserungen und Neuerungen auf technischem und industriellem Gebiete. Besonders wertvoll sind die zahlreichen Anweisungen zu neuen, loh »en­den Erwerbsarten. Aus der Fülle des zwölften Heftes vom sechsundzwanzigsten Jahrgange seien besonders folgende Artikel hervorgehoben: Praktische Anleitung zu Lufthefe-Fabrikation. v. Siebent Ehlert's dreifaches Horizontalpendel. Praktische Anleitung zum Lackieren der Fahrräder. Aufziehen von Gummireifen auf Bandsägescheiben. Wetterfeste Brünierung von Messing. Praktische Anleitung zur Erzeugung von Stoßglanz auf Leder. Vorschrift zur Herstellung der Maffe für die amerikanischen Entfleisch- und Enthaarungsmaschinen für Gerbereien. Vorrichtung an Schreibmaschinen zum Festhalten der Papiervorschubwalze, wenn das Papier bis zu einem bestimmten unteren Rande beschrieben ist. Reinigungsmittel für den Goldschmied. Glänzendverzinnen in Bädern. Verfahren zur Herstellung einer feuerfesten, nicht efflorescierenden Anstrich- und Ausgnßmaffe. Prak­tische Anleitung zum Färben von Goldlegierungen. Neue Erfindung in der Schnelltelegraphie. Galvanische Metallniederschläge auf Nicht­leitern. Membran-Pumpe für Hand- und Kraftbetrieb. Der gegen­wärtige Stand der elektrolytischen Zink-Industrie. Fortschritte in der indiistriellen Verwertung des Aluminiums. Das Vorbereiten des Düngers" für Champignonbeete. Neues Verfahren zum Erhitzen von Substanzen. Ersatz von Elam zmn Einfetten von Wollgarnen. Bezugsquellen für Maschinen, Apparate und Materialien. Prüfung von Terpentinöl auf Mineralölzusatz. Chemische Einwirkung der schwefligen Säure auf Eisen. Zwei Schnellmethoden zur Bestimmung der Kohlensäure in Kalk und Böden. Mein einträglichster Apfel. Wie man Kamelien zum Blühen bringt. Französische Ofenglanzpaste. Herstellung eines feuersicheren Anstriches in Pulverform. Dar­stellung der Metallputzseife Superior. Vorschriften für Schanm- erzeugungspräparate. Kleinere Mitteilungen. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Eingegangene Bücher und Broschüren. Nene Er­scheinungen auf dem Patentgebiete. Mitteilungen aus unserem Leser­kreise. Technische Geheimmittel. Fragekasten. Beantwortungen. Briefkasten. DieNeuesten Erfind nngen und Erfahrungen" im XXVI. Jahrgange erscheinend, bieten jedermann, insbesondere dem Techniker und Industriellen, die Mittel, alle neuen Erscheinungen und alle wertvollen Praktischen Errungenschaften kennen zu lernen und so zu verstehen, daß er sie in seinem Geschäfte sofort verwerten kann, und demzufolge immer auf der Höhe der Zeit steht. Hunderte von Fragen aus allen Berusssächern finden in dieser Zeitschrift praktische und kostenlose Beantwortung.

Geographisches Berfchievrätsel.

Türkei Syrien Samoa Arabien Persien Bolivia England Spanien Algier

(Nachdruck verboten.)

Nebenstehende geographische Namen sollen derart untereinander geschoben werden, daß eine Buchstaben­reihe entsteht, welche von oben nach unten gelesen, den Namen eines afrikanischen Reiches ergibt.

Auflösung folgt in nächster Nummer.

Anflösuitg des Rätsels in voriger Nummer:

Die Kartenblätter und das Geld beim Hazardspiel.*)

*) Eingesandt von Herrn Rentier Kleeschen, als er einmal Ehren­gast in einemHarmlosen-Klub" war.

Redaktion! E. Burkhardt. Druck und Verlag der Bruhl'scheu Universitäts-Buch- und Steiudruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.