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schnittenen Speck zerlassen hat. Während des Bratens wird das Fleisch öfter mit Butter übergossen, von Zeit zu Zeit schüttet man Brühe aus 15 Gramm Liebigs Fleisch-Extrakt in die Pfanne und läßt es unter fleißigem Begießen 2 bis 3 Stunden braten. Sobald die Brühe verbraucht ist, gießt man die mit Mehl verquirlte saure Sahne hinzu.
Hausgeflügel, das im September von bestem Geschmack ist, ist ausreichend am Platze. In den Delikateßlüden paradieren die ersten Produkte einheimischer und französischer Mastanstalten. Auch für diese gute Ware sind die Preise sehr gedrückt, da das warme Wetter noch zu raschem Absatz zwingt. Junge Poularden, Truthühner oder Puten, deren geeignetste Zeit von September bis Mürz ist, sind vorhanden.
Die Zufuhr von Fischen fängt nun auch an, wieder größeren Umfang anzunehmen. Zunächst sind es die Teichkarpfen, die in die Fischbehälter wieder Leben bringen. Sehr gut sind gegenwärtig Hecht, Zander, Seezunge, Steinbutt und von billigeren Sorten Kabliau und Schellfisch. Krebse sind nach wie vor recht gut, und Hummern treffen dauernd in guten Exemplaren ein. Als Neuheit für September gilt die Zufuhr Astrachaner Kaviars. Im Handel streiten Konserven mit frischem Kaviar, Feinschmecker ziehen jedoch fast durchweg Eis-Kaviar der frischen Ware vor.
Geineßumütziges.
Ileld und Karten.
Die ungemütliche Hitze beginnt jetzt allmählich einer erträglicheren Temperatur zu weichen; auch die Dürre ist nicht mehr so schlimm, denn ab und zu geht ein warmer Landregen hernieder, der Kräuter und Bäume von Staub und Schmutz reinigt,. und das lechzende Erdreich durchfeuchtet. Unter dem Einfluß dieser warmen Regengüsse beginnen sich nun im Gemüsegarten tzie Kohlköpfe zu runden. Im Obstgarten schwillt das Kernobst mächtig und im Blumengarten erstehen stolze Herbstblüher. Jeder Monat hat seine Reize, seine guten und schlechten Seiten. Der September ist der Monat stolzer, aber duftloser Blüher. Georginen, Herbstanemonen und Astern herrschen überall im Blumengarten vor, und ihre leuchtenden Farben heben sich wirkungsvoll vom sattgrün gefärbten Baumlaub ab. Während im Ziergarten nicht mehr viel gesät und gepflanzt wird, sondern sich das Hauptaugenmerk aus die Erhaltung des Vorhandenen beschränkt, nimmt uns im Obst- und Gemüsegarten die Ernte fast ganz in Anspruch. Es reift das Sommerobst, welches man nicht von den Bäumen schütteln, sondern Frucht für Frucht sorgfältig pflücken soll, um es vor allen Beschädigungen zu bewahren, denn die beschädigte Frucht wird schlecht und fleckig, während sich die unbeschädigte lange frisch und gesund erhalten läßt. Im Gemüsegarten sind die verschiedenartigsten Gemüsearten ertragfähig geworden.
Der „praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau" macht in seiner neuesten Nummer rechtzeitig vor der Herbstpflanzzeit darauf aufmerksam, daß es sich in sandigem, trockenen, ärmeren Boden empfiehlt, statt der unter ungünstigen Verhältnissen oft recht undankbaren gewöhnlichen Hauspflaume die frühreifende sogenannte Frühzwetsche (Spilling) anzupflanzen, die bei weitem anspruchsloser ist, regelmäßig trägt, und deren Früchte als „frühe Pflaumen" bester bezahlt werden, als die gewöhnlichen Hauspflaumen.
Sorgt für schnelles Absammeln alles Fallobstes unter den Obstbäumen! Hierin liegt ein Hauptmittel gegen die Beschädigungen und großen Verluste, welche der Apfelwickler und der Pflaumenwickler durch das Madigwerden und frühe Abfallen der Aepfel, Birnen und Pflaumen ver
anlassen. Das Absammeln des Fallobstes sollte, wie der „Praktische Wegweiser", Würzburg, schreibt, womöglich täglich erfolgen. Bei Unterlassen dieser Maßregel gehen die Larven alsbald aus den befallenen Früchten zur Ueber- winterung in den Erdboden, wo man ihrer nicht mehr habhaft werden kann und von wo aus sie im nächsten Jahre hervorkommen und ihr Zerstörungswerk wieder beginnen. Verwertung des gesammelten Fallobstes, besonders der Aepfel, zum Mosten, oder, in Stücke geschnitten und an der Luft getrocknet, zur Geleebereitung, der Pflaumen und Zwetschgen zum Branntweinbrennen in Fässer gestoßen.
Raupen zn vertilgen. Man läßt ungelöschten Kalk in der Luft zerfallen und bestreut mit diesem Kalkstaub den Kohl recht tüchtig. Natürlich muß derselbe trocken sein und das Bestauben öfters geschehen, dann thut es dem Kraut durchaus keinen Schaden.
Aür die Küche.
Ei« treffliches Apfelmus, welches sich 5 Jahre hält und in gesegneten Obstjahren bereitet werden kann, wird nach dem „Praktischen Wegweiser", Würzburg, folgendermaßen zubereitet: Man nehme ein weites Gefäß und mache es nicht ganz voll mit Wasser; man schneide die Aepfel, ohne sie zu schälen, in Viertel; nehme die Kernhäuser heraus, sammle aber die Kerne, zerquetsche sie und gebe sie mit den Aepfeln in das Gefäß; letzteres binde man mit Papier zu und stelle es in einen mäßig heißen Ofen; wenn die Aepfel ganz weich und kalt sind, streiche man das Fleisch derselben mit einem hölzernen Löffel durch ein Sieb. Auf jedes Pfund nehme man nach dem Zerquetschen 3/4 Pfund gestoßenen Zucker, koche gelinde, bis sich Gallerte bildet. Man gibt die Masse in Gefäße und verschließt dieselben mit tierischer Blase. Soll sich das Mus nur eine kurze Zeit halten, so braucht man weniger Zucker anzuwenden.
Pfirsiche lauge aufzubewahren. Will man zu jeder Jahreszeit seinem Besuche diese erfrischende Frucht anbieten, so nehme man nicht zu reife Früchte und solche ohne Tadel. Mau hülle sie nun in ein Blatt Seidenpapier und tauche sie schnell in flüssigen Flaschensiegellack oder Paraffin. So von aller Außenwelt bewahrt, kann diese herrliche Frucht sich einige Monate erhallen. E. I.
Diamaulrütsel.
(Nachdruck verboten.)
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---------- hender Figur sind die Buch- ____staben a a a, b b, c c, e, g
®] g g, h h h h h, i i, 1, m,
I "a~ M » o _ ~~~~i o, s, t 11, derart einzutragen,
I* * 1 1 * * *1 daß die einzelnen Wörter der
• | Reihe nach Folgendes ergeben:
• I 1. Einen Buchstaben. —
---—— 2. Lustiges Gebilde. — 3.
_ Hauswirtschaftliches Gerät. —
4. Einen Raubvogel. — 5. Schmerzhafte Krankheit. — 6. Flüssigkeitsmaß. — 7. Einen Buchstaben.
Die wagrechte und senkrechte Mittelreihe ergeben das Gleiche.
(Auflösung folgt in nächster Nummer.)
Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer: OSCAR SAAR CAP AR R
Ketattion: «. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'sche» UmverfitätS-Bnch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gieße«.


