Ausgabe 
3.1.1899
 
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ethymologie von Beelzebub sind andere Namen für Ruprecht,

Die übrige himmlische Weihnachtsgesellschaft, die zur christlichen Zeit die Wodanssamilie verdrängte, bestand außer dem Weihnachtsmann oder dem Heiligen Christ aus dem Engel Gabriel, St. Petrus, St. Nikolaus und zuweilen noch aus St. Martin, St. Andreas und Moses mit den Gesetze taseln. Traten sie in ein Haus, so prüften sie die vor ihren Eltern stehenden Kinder in religiösen Sprüchen und Liedern, und beschenkten die Fleißigen, die ihnen dankbar die Hände küßten. Für die Faulen, die zitternd schon den Ruprecht nahen sahen, baten die Engel Gabriel, Petrus und Nikolaus. Nur der Weihnachtsmann, das an Gabriels Stelle getretene

Wodan einnahm.

Im Weihnachtsmann, der unsere Kleinen nie vergißt, lebt Wodan noch fort. Und imChristkind", das mit dem Weihnachtsmann erscheint, ist die milde, gütevolle Freia er­halten geblieben. Denn das Christkind wohnt in der Kinder­seele als hohe, freundliche Frauengestalt. Wodan und Freia, Weihnachtsmann und Christkind, sie wurzeln im altgermanischen

*) Für die Zeit bis zum 6. Januar.

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»«* b->m V-t«, M »»», »te -- -- mit feinen Augen we-te^ w^Een, b«. G-iurt-ftft der Senne, ÄflfbSff welche Mathilde wie Ironie im Ohr klangen. Zwölfoachte durchblicken. bm Dezember

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(Fortsetzung folgt.) | Mtöpflesnacht. Klein und Groß zieht dann an die Häuser,

------------ I klopft an die Fenster oder wirft Erbsen daran und fordert _ ,.o in gereimten und ungereimten Sprüchen Eßwaren oder auch

<T\t» hlfltthprtlhstt ) Geld. In München war es Sitte, daß die Handwerker,

WUUUCUIUCH j bbsonders Bäcker und Fleischer, am Abend der Klöpflesnacht

Von Mart,n e . Der6oten) die Dienstboten ihrer Kunden beschenkten. Vielleicht schlossen

(Nachdruck verboten.) bie Zwölfnächte mit einem großen Opfcr-

Zur winterlichen Sonnenwende, wo das strahlende, ' bemach altgermanischer Sitte jeder be,steuerte, segnende Licht des Tages zum ersten Male wieder höher Bayern" und anderen katholischen Ländern ist es,

am Himmel emporsteigt, feierte man tm alten Germanien das , üeretn,e(t, zu Weihnachten noch Brauch,

Fest der zwölf heiligen Nächte oder Weihnächte. Die erste wenn auch s-h- v-retnz-lt^zu -veranstalten! Weihnacht galt als die wichtigste von allen, als der Anfang toQr b^§8 allgemein Sitte. Es ist ein deutlicher

des Julfestes. _ , . ,, Inf/nnQ Qlt ben alten Glauben vom Umherwandern der alt-

Außer den Franken, die das neue Jahr Inniger mit JL @ütter. Und auch in den zahlreichen hübschen der Frühlingstag- und Nachtgleiche, mit dem Osterfeste be- 9 ? ben Wanderungen Christi, allein oder in Be­gannen, rechnen die germanischen Stamme von der ersten 9 unb anderer Heiligen, finden wir die-

heiligen Nacht an das neue Jahr. Modra necht, buttern l6^ t eruqen wieder. Stets tritt Jesus dabei be- nächte, hießen die Zwölfnächte deswegen auch bei den alten Jelbeni Wfnrajw

Sachsen, well sie das neue Jahr gleichsam gebaren. ^s ist Kennzeichen der Weihnachtsgötter, mit dem

Diese Jahresrechnung vom Tage der Wintersonnenwende I manniafacken veränderten Namen bis heute im

an erhielt sich bis ins sechszehnte Jahrhundert hmem m ^eihnachtsspiele^fo^tleben. Das Christkind, Freias Erbin, ÄSSWÄ& «= 2 Z »efen« wn-6- bef.nbeebnb Zwölf heilige Nächte feierten die Germanen zu Jahres- abschreckend ausgeprägt 'm Knecht Ruprecht. Der Name ansana. ^n diesen stiegen nach dem Glauben unserer Alt- I weist klar auf Wodan zuruck, Hruomperaht ist der Ruhm- borbew die Himmlischen alle hernieder und hielten, wie die I glänzende tm Althochdeutschen. So wurde W.dan, e Menschen damals zu Festzeiten auch zu thun Pflegten, feier- Himmelskönig, der als Weihnachtsmann zuweilen mit K one liche Umzüge au? Erdem Vor allem besuchten das hohe und Bart sich zeigte, zugletch zum häßlichen, gefürchteten Götterpaar Wodan und seine Gemahlin Freia die Menschen Prügelknecht. in m,6rer,

in I5« ®o»««n9en «U ®M unb Freude 6.1-8»=

äB°" 8? i'^eneatteni !ple,e°ln sich bie Menschen. Beben lichen Thwgkelt »erllrsiene sich nun Im :?n,J*'k5Sn ift das Abbild eines altaermanischen Hausherrn, Freia das der hinter dre Heiligen treten mußte, die sich die freundlichen einer^Hausfrau. Wodan und^Frei^ stellten ich die Germanen Seiten jener Thätigkeit ungeeignet hatten. Er war zu ihrem ii*.: s= s «ä

snädlte ben immer mehr zu verdrängen drohten, mit märtl, eine Verknüpfung mit dem heiligen Martin, der auch ker freundlich wiederkehrenden Sonne zugleich auch freundlich den alten

und beglückend bei den Menschen einkehren ließen. rischer, gutmüthlger Art das Volk sich mnen rvooan am

Nach dem Glauben unserer heidnischen Ahnen erschienen treuesten bewahrte. Butzemann

Wodan und Freia in der ersten der Wethenächte, mit der das cthhmeleg-.e von

drei Tage dauernde Julfest begann. Ursprünglich war dieses der stets mit schelleuklingendem Gurt^ auftraü _ dem Freier geweiht, dem Gott des Friedens und der Frucht- - ------'" barkeit - demnach einem Sonnengotte, dessen Stelle dann