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Eiland einigermaßen zu beneiden.
In Cuxhaven eingeschifft hatten sich sehr viele, ausge- I stiegen war nur eine geringe Anzahl Passagiere, — wieder I begannen die Schaufeln in dem Wasser zu wühlen, langsam trieb der Schiffscoloß von der Mole ab, ein lebhaftes Tücherschwenken hinüber und herüber, dann ging's mit voller I Kraft in die wogende, unermeßlich sich breitende See I hinaus. I
Noch 75 Kilometer hat das Schiff zu durchmessen, bevor es auf der Rhede von Helgoland vor Anker geht. Bei der voraussichtlich glatt verlaufenen Ueberfahrt wird dieser von Vielen sehnlich erwartete Moment etwa nach 2,/o Stunden eintreten. 1
Ich lehnte mich über die Reeling und wurde nicht müde, I in die hellgrüne, durchsichtige, in der Nähe des Schiffes mit weißem Gicht übersprühte Meerfluth zu blicken. Wohlig dehnte sich die Brust in dem erfrischenden, salzigen Hauch, der mich umspülte. I
Ein Stündchen mochte vergangen sein, Neuwerk lag weit hinter uns, Fischerschaluppen unter vollen Segeln kreuzten unseren Kurs, ein hochwandiger, transatlantischer | Dampfer hatte uns auf seinem Fluge über den Ocean über- ! holt, da machte mir mein bisher geduldig zuwartender Magen ' plötzlich energische Vorhaltungen.
Seekrankheit hin, Seekrankheit her! — er verlangte gebieterisch sein Recht. Zum Kukuk! ich hatte ihn bisher mit trockenen Semmeln hingehalten, — Versuche, mit solcher kargen Nahrung ihn fernerhin abzufinden, verbat er sich ernstlich.
So stieg ich denn in den Speisesaal hinab, wo dienstwillige Stewarts eilfertig aufschrieben, was befehlende Stimmen ihnen dictirten. Auch ich warf einen Blick in die umfangreiche Speisekarte und nahm bald darauf mein Diner ein. Es war gut zubereitet und mundete vortrefflich. Tischgenoffen wurden in ein launiges Gespräch gezogen, immer neue Flaschen des süffigen Würzburger Hofbräus schwirrten heran,.......//Helgoland in Sicht!" hieß
es oben.
„Sie haben's nie zuvor gesehen?" fragte mich em Kundiger. Ich verneinte.
„So warten Sie noch ein Weilchen, ehe Sie auf Deck
III.
Die lebenden Modelle der Pariser Künstler.
Am Faße des Hügel gen Mommartre liegt die „Place pigalle," auf welcher jenen Montag Vormittag im Freien der Modellmarkt abgehalten wird.
Hier findet der Maler immer und zu jedem Preise da« Modell, dessen er zu einem Gemälde bedarf. Hier entrollt sich aber auch den Augen des neugierigen Fremden ein äußerst interessantes und wechselvolles Bild. Olivenfarbene, üppige Spanierinnen und alte Graubärte; schwarzgelockte, gluthäugige Italienerinnen neben „germanischen Riesen" - pikante, reizende Pariserinnen und herkulische „Römer"- ätherische „Elfen , lachende kleine „Engel" und robuste, desparate „Banditen , stehen, sitzen, liegen, tänzeln, rauchen, schwatzen, lachen, groh- len und scherzen im wilden Durcheinander. Dazwischen treiben sich die Künstler in ihren Blousen und Schlapphüten, die dampfende Cigarette im Mundwinkel, das lange Haar im Nacken umher und lärmen wie auf dem Jahrmarkt. Hier und dort zeigt ein besonders heller Juchzer an, daß em gutes Engagement abgeschlossen ist und dem Modell eine gute Einnahme verspricht. ,
Um zehn Uhr schließt der Markt. Wer bis dahin noch keinen Erwerber gefunden hat, der „sucht" sein Brod in den Ateliers, zieht von Thür zu Thür und bietet seine Formen und Reize an, bis er zuletzt, vielleicht für eine Woche, ange- stellt wird, lieber die Pariser Modelle läßt sich überhaupt manches Interessante mittheilen. Die „Sitzungen" dauern ' gewöhnlich einen halben Tag, wofür Männer vier, und Frauen
Aus der Seinestadt.
Von Dr. M. Evers.
------- (Nachdruck verboten.)
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Wetter vielversprechende Fahrt nach dem herrlichen rothen | ^8 bfe Südosten der Insel auf dem Felsenplateau des Oberlandes sich zusammendrängenden Häuschen, überragt von der Kirchthurmspitze und dem Leuchtthurm, und die mit holländischer Sauberkeit, frisch in der Farbe, mit blitzenden Fensterscheiben dem Fremden sich präsentirenden Logirhäuser des Unterlandes (d i. das im Südosten liegende Vorland). (Fortsetzung folgt.)


