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tel leichter, sich liebreiche Briefe zu schreiben, Als liebreich int Leben und Umgang zu bleiben. Gefühl, in künstliche Worte gedrechselt. Ist Gold, in werthloses Kupfer gewechselt.
Muttersohn.
Roman von Arthur Zapp.
(Fortsetzung.)
Und so eilte er dann zurück in namenloser Aufregung, wie im Fieber. Mit schlotternden Knieen, bleich, mit wirr in's Gesicht hängendem Haar trat er in das Privatbureau seines Chefs.
„Herr Commerzienrath," redete er den Bankier an, noch ehe dieser ein Wort zu ihm gesagt hatte, „ich hab's nicht genommen, ich bin unschuldig, so wahr mit Gott helfe!"
Der Commerzienrath lächelte und legte ihm wohlwollend die Hand auf die Schulter.
„Aber, mein lieber Köster," antwortete er, „wer wird denn so Unsinniges von Ihnen denken? Wir kennen Sie doch seit zwanzig Jahren und wir wissen doch Alle hier im Geschäft, ein wie gewisfenhafter Mensch Sie sind und Sie sollten nun plötzlich . . . unmöglich! Ueberdies hätte es ja gar keinen Sinn, denn Sie haben ja doch Ihre Ersparnisse in meinem Geschäft angelegt. Wie hoch belaufen sich dieselben?"
„Noch auf dreitausendfünshundert Mark, Herr Commerzienrath."
„Außerdem haben Sie tausend Mark Caution gestellt."
„Ja, Herr Commerzienrath."
„Na, also. Sie haben noch im Ganzen viertausendfünfhundert Mark bei mir und ich könnte mich doch einfach an Ihr Guthaben halten. Nein, Niemand denkt daran, einen so grundlosen Verdacht gegen Sie auszusprechen. Man kann Ihnen höchstens den Vorwurf machen, nicht Acht genug gegeben zu haben. Sie werden das Geld einfach verloren haben."
„Rein unmöglich, Herr Commerzienrath. Die Tasche ist ganz, ich trage sie um den Hals gehängt, vorn auf der Brust. Die Schnalle war zu....."
„Dann ist das Geld eben gestohlen."
„Auch das ist rein unmöglich, Herr Commerzienrath."
„Aber irgendwo muß doch das Geld geblieben sein, lieber Köster," versetzte der Bankier etwas ungeduldig. „Erinnern Sie sich nur! Vielleicht haben Sie Ihre Geldtasche unterwegs irgendwo auf eine Zeit von sich gethan."
„Unterwegs? Nein, Herr Commerzienrath! Nur zu Hause."
„In Ihrer Wohnung also. Und da kam Besuch und ...
„Nein, Herr Commerzienrath. Es war in der Zeit Niemand bei uns."
„Niemand?"
Der Kassenbote dachte eine Weile nach.
„Doch, Herr Commerzienrath. Meine Frau sagte mir, daß unser Sohn Carl dagewesen wäre, während ich schlief."
„Sehen Sie. Also Ihr Sohn
„Herr Commerzienrath" — dem Alten stieg eine dunkle Röthe in das noch eben ganz farblose Gesicht und seine Stimme klang fest und entschieden fast zornig — „Herr Commerzienrath, für meinen Sohn stehe ich wie für mich selber. Mein Sohn Carl ist alle Zeit ein Muster von Sparsamkeit und Ordnung und Solidität gewesen."
„Sie haben noch einen anderen Sohn, Köster?"
„Ha, Herr Commerzienraih, der Referendar. Aber der ist um die Zeit überhaupt nicht zu Hause gewesen."
Der Commerzienrath nickte und setzte von selbst hinzu: „Es ist ja auch nicht denkbar, daß ein junger Mann von der Bildung und der socialen Stellung Ihres Sohnes sich soweit vergessen sollte. Freilich, irgend Jemand muß es ja doch gewesen sein. Na, überlassen wir die Angelegenheit der Behörde! Sie wünschen doch, daß die Sache zur Anzeige kommt?"
„Gewiß, Herr Commerzienrath. Das bin ich mir selber schuldig. Ich will nicht ruhen, als bis der Thäter heraus und jede Spur eines Verdachtes von mir genommen ist"
Der Chef der Firma Jacobs & Co. winkte begütigend und die Unterredung war beendigt. Noch am selben Nachmittag erstattete Köster im Namen seines Chefs die Anzeige bei der Polizei. Als er am Abend nach Hause kam, war Otto schon da. Es lag etwas Scheues und Lauerndes in dem Blick, den er auf den Eintretenden heftete.
„Hat sich das Geld gefunden, Vater ?" fragte Frau Köster.
Der Alte machte eine verneinende Geste und warf sich müde und abgespannt auf das Sopha. Frau Köster schlug mit einer Geberde des Entsetzens die Hände zusammen und ließ sich in einen Stuhl sinken. Sie wußte, daß ihr Mann i in der Stimmung, in der er sich befand, nicht gern hatte,


