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HM heil' Liebe aus, wohin Du gehst, hierorts ifnb allerwegen;

Die Samenkörnlein, die Du säst, Sie bringen reichen Segen.

Du gehst durch dieses Erdenthal Nur einmal und nicht wieder; Sind breit die Wege oder schmal. Geh'» aufwärts sie hernieder.

Allüberall thut Liebe nvth In diesem kalten Leben.

Sie überwindet selbst den Tod, Kann Trost allein Dir geben.

D'rum, wo Du gehst und wo Du stehst, Theil' reichlich Deine Gaben;

Noch nie ist Liebessaat verwest, Die Frucht wird einst Dich laben. (Aus der Gedicht-SammlungAus tiefem Vorn". Schmidt-Idar. Verlag von Gust. Butz in Hagen i. W.)

Von Mlnna

Der Amtmann von Rapshagen.

Criminal-Roman von F. Arnefeld.

(Schluß.)

Als Sohn eines Mörders und Zuchthäuslers" Büttner schauderte, und Adolf rief, fie unterbrechend:

"Nicht meines Vaters That, meine eigene hat mich von Carola geschieden, stünde diese nicht in der engsten Verbindung mit jener, das hochherzige Mädchen lvürde sie mich nicht entgelten lassen."

, Die Schwester schüttelte den Kopf.Ach, Du hast leine Vorstellung, wie wir vervehmt sind, nicht die armen .Kinder läßt man in Ruhe! Du bist ja auch hier von aller LLelt verlassen. Hat man in Waldhof sich uni Dich be­kümmert ?"

~ Adolf mußte das verneinen, denn was er seiner Schwester Hütte entgegnen können, waren doch nur Aus­geburten seiner Fieberphantasien, die sie in das Reich der Draume verwiesen haben würde, wie dies seine Pflegerin gethan.

Es war ihm häufig vorgekommcu, als trete mit dieser eine andere Gestalt an sein Lager, die jenen feinen Wohl-

j Abruch ausströmle, welcher Carola umgab. Ihre weiche, j ^uhle Hand legte sich auf seine Stirn, der Hauch ihres Mundes umfächelte ihn, wenn sie sich zu ihm niederbeugte, er sah das blaue Auge, das metallisch glänzende Haar und nahm mit Hochgenuß den Trank oder die Arznei, welche sie ihm reichte. Ihre Nähe hatte ihm stets süßen Frieden erquickenden Schlaf gebracht, war er aber aus diesem er­wacht und hatte suchend umhergeschaut, so war die Er­scheinung verschwunden und seine Wärterin hatte ihm ver­sichert, es sei ein Traumbild gewesen.

.. . ®e er sich von einem zum anderen Male auf

, dieses ^.raumbild gefreut, wie sich danach gesehnt! Aber mit seiner fortschreitenden Genesung war es verschwunden Er wäre gern von Neuem krank und hilflos gewesen, hätte er es dadurch zurückrufen können.

Du bist müde Adolf," sagte die Schwester, sein Ber- stummen und den Ausdruck seines Gesichtes anders deutend ÄJ" par stunden, ich werde mich inzwischen in der Wirthschaft ein wenig umsehen, wir dürfen nicht Alles drunter und drüber gehen lassen."

Sie rückte ihm die Kissen zurecht, breitete eine Decke über seine Knien und verließ das Zimmer.

Eine Weile sann Adolf noch dem mit ihr geführten Gespräch nach, aber die ungewohnte Anstrengung hatte ihn doch erschöpft. Sein Kopf sank herab auf die Seite, er­schloß die Augen, seine Gedanken verloren ihre Klarheit und verwoben sich, ohne daß er eigentlich schlief, zu bunten träumen.

Und da war ja auch die heiß ersehnte, langvermißte Traumgestalt wieder. Der feine Jrisduft breitete sich wie eine Wolke um ihn und schien ihn vom Boden emporzuheben. Auf einem Sonnenstrahl war sie durch die sich nur spalten- breit öffnende Thür hereingeschwebt, und nun kniete sie neben ihm in dem hellen grauen Kleide, in dem er sie immer so gern gesehen, das braune, goldglänzende Haar von einem blauen Bande festgehalten.

.. ^ufzte er, nach ihrer Hand haschend, und

diesmal fühlte er warmes, pulsirendes Leben,Carola!" wiederholte er sie festhaltend,o bleibe, bleibe, entfliehe nicht wieder." 1 y

Ich bleibe, wenn Du mich behalten willst!" klang es dagegen, und das war ihre Stimme, das konnte keine Täuschung sein!

Carola!"

Eine Schwäche überkam ihn, da fühlte er sich aber von ihren Armen gestützt und umfangen angstvoll flüsterte sie-