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selbst in Eurer
leben wir ja
kühl ließ, ent-
Heinrich lachte durch die zusammengebissenen Zähne, reckte den Kopf und sah aus unruhigen Augen den Bruder bezeichnend an: „Quälen, ja! Aber deshalb tausche ich doch nicht mit Str!"
Franz lachte, daß das Sopha knackte.
,-Jn Deinen Studienjahren warst Du anders, Heine. Da ging Dir die Großstadt viel lieblicher ein —, Bier, Musik sammt der holden Weiblichkeit behexten Dich, Du stecktest in einer steten Urfidelitas." Diesmal! Ein Hamlet ins Mecklenburgische übertragen! Kann ich Dir denn nicht helfen, Jung' ?" ,
Heinrich hatte sich gesetzt. Stumm m sich versunken
Felsgarten.
Roman von Clara Sütter.
saß er eine Weile.
Dann hob er den Kopf.
„Du sollst es wissen, rathen oder helfen kann mir Keiner. Bei meiner Abreise im Herbst traf ich auf der Eisenbahn mit einem Herrn und seiner Tochter zusammen. Eine Anknüpfung war sofort gesunden, die Musik gab sie. Er ist Künstler, Professor Erder — Du hast r "ri Garnison gewiß von ihm gehört?"
„Natürlich. Ganz bei den Kalmücken
auch nicht."
„Was sein etwas theatralisches Wesen kühl ließ, entflammte die Tochter bis zur Verzückung. Etwas Schöneres hast Du in Deinem Leben noch nicht gesehen, Franz!"
„Drei oder vier Mal habe ich das auch schon bei Bekanntschaften gedacht. Aber weiter."
„Die Musik brachte uns immer näher. Ines besitzt eine bcthörende Stimme, ist für die Oper ausgebildet, sieht in die glänzendste Zukunft. Und sie erkennt auch meine Begabung und schwört darauf, einen Künstler aus mir zu
machen."
„Erst soll sie man was werden," sagte Franz.
Heinrich antwortete nicht. Er starrte geradeaus und behielt trotzdem noch funkelnde Lichter im Blick.
„Daß Du es weißt: Ich wollte meinen Jugeudschwüren untreu werden, ich wollte der Musik, der ich von Kindheit an nachgehangen habe, ganz mich ergeben. Und Ines gehörte mein ganzes Herz. Ich galt als ihr Verlobter. Meine Reife hierher sollte mir Eure Zustimmung sichern. Da — am letzten Abend — nach allerlei Wust und Schwall führt mich Erder in sein Schlafzimmer vor ein großes Gemälde. Seine Frau, Ines' Mutter, vor mehreren Jahren gestorben. „Sie begreifen, lieber Wulffen —" Ob ich begriff, haha! " Franz stand auf. Seinen Rockkragen loshakend, kam er langsam näher.
(Fortsetzung)
VI.
Franz gehorchte. Er lagerte sich auf das Sopha, ein Bein über den nächsten Stuhlsitz, und betrachtete Heinrich von der Seite, der erregt, zerfahren und unruhig im Zimmer umher hing. Wie lange lag der in der Mauser! ^za, die
Sag' mal," begann er endlich, „fühlst Du Dich in der alten lieben Krähenhütte hier denn gar nicht mehr wohl,
„Wohl!" rief Heinrich. „Als ob man dafür Übte!"
Das heißt also, Du fühlst Dich hier nicht wohl Deine Geologie und Mistkunde in Berlin war wohl interessanter?" ,8
„Himmel noch mal, bin ich für Dich Wetter nichts, als Bauer? Merkst Du nicht, daß es in mir wüst aussieht, daß ich nirgend, nicht einmal bei den altgewohnten patzest/ meine Sinne in Ruhe zusammenbringe? Laß gefälligst Dem souveränes Lachen!" o , r, -. ,
„Heining, Du dauerst mich, stets hast Du mehr Empfindungen, als Dein Verstand meistern kann — ich richt mir das Leben anders ein. Stürmt es trotz alles Vergnügt- seins wirklich in mir, probire ich die erste Stativ», das hecht, ich braue mit Gleichgesinnten eine Bowle - Reeepte kannst Du haben. Steckt irgend ein schwarzbraunes Magdlem hinter — gegen blonde bin ich gefeit — ist die Sache ch einfacher. Sieg und Rückzug, Kur immer glücklich. V)as Du Dich dagegen quälst!"
Wch weiß es nicht, was es wohl ist, Das mir zu Herzen geht, Seh' ich das erste Sommergras Vorn Schnitter hingemäht.
Wohl sprießt das neue bald ihm nach, Und Sommer bleibts noch lang, Doch wird mir gar so trüb dabei, Hör' ich der Sichel Klang. ,
MarUn Greis.


