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Gleiche gilt von der etwa 65 Quadratkilometer großen Wirdingharde, welche noch im fünfzehnten Jahrhundert zum Wattenmeer gehörte und heute unter dem Namen Gotteskoog in einer Größe von etwa 80 Quadratkilometern eine der
Auch mit Adolf Göbener war Meta im nehmen geschieden.
Wenige Tage vor ihrer Abreise war er, lichen Befehl seines Vaters Folge leistend, gekommen, um von ihr Abschied zu nehmen.
(Fortsetzung folgt.)
fruchtbarsten Gegenden unserer Nordmark bildet, der Christian Albrechtskoog, der Maaßbrügger Koog, der Julianenkoog, der Marienkoog, der Sophien-, Magdalenenkoog u. s. w. sind nur einige bedeutendere Beispiele der zahlreichen Land-
war es Meta übrigens gelungen, Stephan Holten vor ihrer | führten. An die deutschen Nordseeküsten scheint die Kunst
nf°$ /mmal zu sehen, sie hatte dabei freilich das des Deichbaues merkwürdiger Weise erst mehr als tausend
Gefühl, als ob lener absichtlich ein Auge zugedrückt und als Jahre später verpflanzt zu sein. Eine alte Urkunde berichtet,
Esanten' to,e £e d-e beiden Damen nannte, sich still- daß im Jahre 1106 holländische Unterthanen aus der Gegend
schwelgend zu ihren Verbündeten gemacht hätten. Sie hatte von Utrecht mit dem Ezbischof Friedrich von Bremen einen
mit dem Geliebten wiederum das Versprechen unverbrüchlicher Vertrag schlossen, laut welchem ihnen in der Nähe von
Treue getauscht und mit ihm verabredet, auf welche Weise Bremen Land und Indigenatsrecht gewährt wurde gegen die
sie einander, wenn auch nur spärlich und indirect, Nachricht Verpflichtung ihrerseits, den der Ueberschwemmung ausgeben konnten. I gesetzten Strand durch Deiche zu sichern. Diesen ersten An
besten Einver- I siedlern folgten weitere, und von diesen wurden nach und nach die Flußmündungen der Elbe, Weser, Ems und Eider dem ausdrück- und späterhin auch der zwischen denselben sich ausdehnende nach Waldhof Strand mit Deichen versehen. Hierdurch wurde dem Fort-
I schreiten des Zerstörungswerkes, welches auch die lange Kette der ehemals mit dem Festlande verbundenen ostfriesischen
I Inseln vom Hinterlande losgerissen und Tausende von I Quadratkilometern blühenden Landes verschlungen hatte, Der wiedergeivonneneRaub des Meeres.
Von Dr. Kurt Rudolf Kreusner. I Wellen ihren Raub wieder streitig zu machen und das Ber-
------ (Nachdruck verboten.) I lorene wieder zu gewinnen. Hierzu eignet sich die Beschaffen- Unermüdlich nagt das Meer in hartnäckiger Minirarbeit I ™f be§ unteJ:9e9an9enen Landes, welches des sogenannte an den Grenzen des festen Landes, die mechanische Gewalt I Wattenmeer bildet, aus mannigfachen Gründen. Diese der Wogen und die chemische lösende Kraft des Wassers I ehemaligen fruchtbaren Marschlandes, welches vor
arbeiten an der Verkleinerung und Zertrümmerung des I Jahrhunderten den Wogen zum Opfer fiel, sind nämlich zur Strandes, von welchem jede Ebbe zahllose Theilchen ins ^lut^elt ti,om Meere bedeckt,- bei Mittelwasser und vollends weite Meer hinausführt, wo sie, dem Gesetze der Schwere I ^ur ^bbezeit dagegen liegen die weiten Wattenflächen, welche folgend, zu Boden sinken. Wo die Meeresfluth, wie beispiels- an ben schleswig-holsteinischen Küsten einen Flächenraum von weise an der ganzen Westküste Frankreichs bis Dünkirchen m*! ^-mg-r als 45 bis 50 Quadratmeilen einnehmen, auf einen hohen Felsenwall trifft,, macht sie nur langsame bocken da. Die ungeheuren Massen fester Bestandtheile, Fortschritte, und es gelingt ihr nur mühsam, ihre Buchten cie A°n obengenannten nordwestdeutschen Flüsse tag«
in die Felsenkante hineinzuschieben. Viel leichteres Spiel Nordsee zufuhren, werden nun Dank der westöst-
hat sie dort, wo flüchtiger Dünensand die Begrenzung bildet I Meeresströmung, die hier vorwiegend herrscht und den und Marschländer, wenn Sturmfluthen die schützende Dünen- constanten Westwinden zum großen Theil gegen die kette einmal durchbrochen haben, zum Raube der Wellen I schleswig-holsteinische Westküste geworfen und so setzen sich werden. Diesen landschaftlichen Character trägt unsere leder Fluth große Mengen des feinen Schlicks, wie man deutsche Nordseeküste, und die Chroniken und Geschichtsbücher diesen Schlamm nennt, auf den Wattflächen ab. Aufgabe wissen zu berichten, wie viel Land hier seit den frühesten I beS Menschen ist es nur, diesem natürlichen Anspülungs-
Zeiten des Mittelalters in zahllosen elementaren Katastrophen I k^si- zu Hllfe zu kommen und seine Seßhaftmachung zu
vom Meere verschlungen worden ist, wie viel Hunderte I 1°,™'. dlesem Zwecke zieht man senkrecht zur vorblühender Ortschaften verschwunden sind, wie viel Tausende I herrschenden Meeresströmung ein System untereinander
fleißiger Menschen ihr Grab in den Wogen gefunden haben, ®™6en'. bte sogenannten Grippeln. Das aus-
Jn prähistorischen Zeiten, wo noch eine breite Land- ^schachi-t- Material wird auf die zwischen den Gräben
brücke Frankreich mit Eiland verband, lagen die Verhält- S hi," SÄ
nisse ungleich günstiger als heute. Ein mächtiger Tünenwall I be ^.e^e bef traben zu steigern. Diese welcher in einem Bogen von nahezu 200 dnitschen^Meilen ki . sich binnen kurzer Zeit mit Schlick, welcher
Länge von Dünkirchen bis Kav ©Eaaen ftrpirhf Müht toieber ausgeschachtet und zur Erhöhung der Zwischenstrecken tüflSX nur »«Ä taÄlLÄ.’ ■ Di°'° I-h- A-i-i. wird ragende Kulturland vor den Einbrüchen der Äu b A^ fo ia"9^ fortgesetzt bis die Wattenfläche sich über die
sich aber der Atlantische Oeean durck hna me^e^rJs? mtttIere Nuthhöhe erhebt. Strandpflanzen, namentlich die gefiel« de- engN,ch.fr-»j-Mche» Isthmus stue Ä» b ach N' Calabros« .quali«,, Lass.,,,,,II,ra«, und
i-elch- er Im -aus, d-> J-irt-uftnd- <u d,m 2 au d« ' rr s'.tatM S*to‘”«rl --»»»">- »-S-» engsten Stelle 30 Firette» p„n„i i iw v. I Befestigung des neugewonnenen Bodens bei, und wenn
Ä dieser -in- bewiss-Höhe über mittlerem Fluthstrande erreicht
ruhige Gewässer, als welches wir sie heute kennen Die totrbM"(1?Urc?rJ)e^0"49ett In ba§ 9e9en Hoch- Zerstörung des größten Theiles der Insel Helgoland," dann ££ ÄjefcFÄffen'$ di- Entstehung des Zuydersees, des Dollarts, des Jahdebusens Auf di^e Weise st ^m Lause her fehfen x ,
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”, . . diesem Wege durch Deichverbindungen der drei damaligen
ererbtr-A neinmal an der von den Vätern Inseln Eidelstedt, Utholm und Everschopp enstanden. Das ererbten Scholle Landes hangt, auch wenn er derselben das ' " - — - - '
zum Leben Nothwendige mit Mühe und Lebensgefahr abtrotzen muß, führt hier seit den ältesten Zeiten einen zähen, oft von Verlusten begleiteten, oft aber auch von schönen Erfolgen gekrönten Kampf mit dem Wassergotte. Die römischen Schriftsteller berichten, daß schon zu Cäsars Zeiten die alten Bataver, welche die Gegenden der heutigen Niederlande bewohnten, zum Schutze gegen die Hochfluthen Dämme auf-


