Ausgabe 
12.1.1898
 
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Bratwurst.

dellenbutter, hinzu, kocht Fleischstücke Tafel.

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einqeladen wurde. Der Briesschreiber, hieß es, hätte ihr , bedeutsame Eröffnungen in der Mordaffaire zu machen. Auf Anrathcn ihres Rechtsbeistandes begab sich Fraulein v Fägerskjöld in Begleitung ihrer Wirthsleute wirklich zu dem Stelldichein, das auf 9 Uhr Abends anberaumt war. Um ein unauffälliges Zusammentreffen mtt dem mystischen Briefschreiber zu ermöglichen, blieb das genannte Ehepaar in einer Querstraße zurück, während Fräulein v. Fagerskiöld den bezeichneten Platz vor einem Neubaugerüste aufiuchte. Als die Wirthsleute nach Verlauf einer halben Stunde sich dem Rendezvous-Ort näherten, lag Fräulein v. Fägerstiold ohnmächtig aus mehrere» tiefen Kopfwunden blutend auf dem Gangsteige. Von dem Attentäter war nichts mehr zu sehen und zu hören. Die Verwundete wurde sofort in beste Pflege genommen und die Detectiv-Siation von dem Ge­schehenen verständigt. Während letztere die weiteren Nach­forschungen mit allem Eifer emleitete, traf von dem Land­gericht in Norrköping die Mittheilung ein, daß dort em Brief mit der Unterschrift Fräulein v. Fägerskjölds emge- qanqen sei, in welchem letztere sich selbst als Urheberin des Giftmordes am Kammerhern v Taube bezichtigte und des Weiteren die Absicht kundgab, durch Selbstmord aus dem Leben zu scheiden. Der Brief war kurz vor dem Stock­holmer Ueberfall zur Post gegeben und stellte anscheinend eine geschickte Fälschung der Fägerskjöld'schen Handschrift dar. Einzelne Theile des Textes waren mit Bleistift verzeichnet und dann mit Tinte nachgezogen, wie wenn der Verfasser die Absicht befolgt habe, alle graphologischen Nuancen möglichst getreu nachzubilden. Man kann sich Vorsteven, welches Aussehen durch dieses Zusammentreffen mystischer Umstände hervorgerufen wurde. Allgemein herrschte die I Ansicht, daß der Norrköpinger Brief und das Stockholmer I Ereiqniß einen gewissenlosen Machtstreich der Taube schen ! Familie darstellten, um den Mordverdacht auf Fräulem v. Fägerskjöld zu lenken. Die Sensation in der Stockholmer Gesellschaft und nicht minder im Schoße des Gerichts sollte jedoch ihren Gipfel erreichen, als Fräulein Helga v. Fäger­skjöld nach einigen Tagen durch das Kreuzverhör des Chefs der Criminalpolizei derart in die Enge getrieben wurde, daß sie offen eingestand, nicht nur den Uriasbrief nach Norr- | köpinq verfaßt, sondern auch das Stockholmer Attentat selbst | in Scene gesetzt zu haben, - alles in der Absicht, die Richter von der Gefährlichkeit der Taube'schen Jntriguen zu überzeugen. Natürlich wurde die Verbrecherin alsbald in Hast genommen und ihre Ueberführung in das Löns- ! aefängniß zu Norrköping angeordnet. Angesichts dieser @nb I Hüllungen, bemerkt ein Stockholmer Blatt, hat sich tn dem Charakter des jetzt hinter Schloß und Riegel sitzenden Fräuleins v. Fägerskjöld ein wahrer Abgrund von mora- | lischer Verkommenheit geoffenbart. Wie kam das junge j Mädchen, das durch Namen und gesellschaftliche Stellung | mit den ersten Familien des Königsreichs in Berührung stand, dazu, einem Manne das mörderische Gift beizubringen, als bereits der Tod seine ehernen Runen in die Wangen des Kranken gezeichnet, einem Manne, zu dem sie selbst die intimstem Beziehungen unterhalten! Welchen Grund, fragt man weiter, hatte die Verbrecherin später, nachdem sie die Verlobte des Majoratserben geworden, daß sie gegen ihre künftige Schwiegermutter mit den wahnwitzigsten Bezichti- qungen hervortrat, wodurch sie sich neben Anderem der Gefahr aussetzte, die Zuneigung ihres Bräutigams wieder .n verlieren. Und dann schließlich die raffinirt ausgedachte Jnscemrung eines gewaltthätigenUebersalles", dessen moralischer Eindruck die Schlinge, in der die verdächtige Baronin Taube sich befand, vollends zuziehen sollte.. Für eine derartige Handlungsweise giebt es nur zwei erklärende Grundlagen: entweder bietet die endlich im eigenen Netz ge- sanaene Verbrecherin ein Beispiel extrementarteter Hysterie bar _ und dann wäre zur Beurtheilung ihres Thuns nicht

R-dacti-n: 8L Schryda. - Druck und »erlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruck-re. (Pretsch & Scheyda) m ®te8n>

der Richter, sondern der Psychiater am Platze oder aber ihr sittlicher Vorstellungskreis bewegt sich auf einem Niveau, wo das Gelüst zum Verbrechen als ein Bedürsniß der aanzen, pervers verdorbenen Gefühlsrichtung anzusehen ist. Im letzteren Falle träte der Gegensatz zu der hohen, gesell­schaftlichen Bildung der Verbrecherin in einem geradezu grausamen Mißverhältniß ans Tageslicht.

GeinernnAtziges.

Rothe Rüben als Gemüse. Die gewaschenen, weichgekochten, geschälten Rüben werden gröblich geschnitten, und mit einem, in Butter gebräunten Löffel Mehl, einer Taffe saurer Sahne, einer Prise Salz und etlichen Gewurz- körnern eine halbe Stunde gedämpft, während dessen man wiederholt einige Löffel starker Bouillon aus Liebigs Flersch- Extract zufüvt. Man giebt dies in Deutschland wemg be­kannte, sehr geschmackvolle Gemüse zu Rindfleisch oder

Gedämpftes Rumpsteak. Von dem Nieren- oder Schwanzstück einesdreibis vier Tage geschlachtetenOchsen werden etwa zwei Ctm. dicke Scheiben im Gewicht von zusammen zwei Kilo geschnitten, diese geklopft, auf beiden Seiten in Butter braun gebraten und mit soviel Bouillon aus Liebigs Fleisch-Extract überfüllt, daß sie davon bedeckt sind, auch fügt man einen gehäuften Theelöffel Senf, etwas Pfeffer, Salz und eine Prise Cayenne hinzu. Nach einmaligem, raschen Auskochen der Sauce stellt man die gut zugedeckte Casserole seitwärts, so daß die Steaks langsam dampsen. Inzwischen schwitzt man in hellbrauner Butter zwölf kleine Zwiebelchen, ebenso viele Champignons und klein geschnittencv Wurzelwerk gelb, thut Alles zu den Steaks, verdickt die Brühe mit einem Löffel Schwitzmehl, fügt em Stuck Sar­den Saft einer Citrone und ein Glas Portwein die Sauce damit auf und giebt die tranchirten mit kleinen gebratenen Kartoffeln garnirt zur

Hrrrnoristisches.

AusLustige Welt", Verlag von Georg E. Nagel, Berlin SW. Vierteljährlich Mk. 1,30, Einzelnummer 10 Pfg. Nicht anders denkbar.Härn Se, Herr Haubd- mann, Sie sein also ooch aus Drüsen?"Allerdings aber woher wissen Sie das?"Na, Se harn sich ja ins Fremden­buch als Haubdmann a. D. eingeschrieben." Gedanken­splitter. Mancher, der zu schwarz sieht, geht zu einer jener dunklen Existenzen, die sich Hellseher nennen, und laßt sich etwas weiß machen. Giebst Du jedem Menschen das, was er für sein höchstes Glück hält, und sragst Du ihn nach einiger Zeit, ob er nun glücklich sei, er wird mit dem Kopse schütteln. Thue Recht und scheue Niemand, heißt es wohl, aber die Leute thun lieber Unrecht und scheuen erst recht Niemanden. Aus der Sprechstunde. Arzt:Haben Sie Schlaf?" Kranker:Ja!" Arzt:Haben Sie Appetit?" Kranker:Ach ja wenn Sie vielleicht etwas zu essen da haben?" Gut gegeben.Gnädiges Fräulein sitzen so allein, so ganz ohne Schutz hier 'n den öden Anlagen darf ich mich Ihnen anschließen?Aber, mein Herr, tote kann ein Mann furchtsam sein?

Freundliches Entgegenkommen. (In der Buch­handlung.)Ich möchte KantsKritik der reinen Vernunft!' Bedauere,Kritik der reinen Vernunft" ist leider nicht vorräthig! . . Kann ich Ihnen vielleicht mitWahnsinn ober | Verbrechen" dienen?"

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