Ausgabe 
12.1.1898
 
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Der

zu danken. t .

Es war doch wirklich sehr heb von ihm, daß er ber Eltern wegen ferne Freunde vernachlässigte und den weiten Weg nach der häßlichen Rügener Straße nicht scheute.

Trotzdem geschah es, als die ersten Monate vorüber waren, daß Otto ab und zu einen Sonntag vergeblich aus sich warten ließ. Frau Köster empfand es jedesmal aus's schmerzlichste. Der ganze Tag war ihr verdorben, und sie war in beständiger Aufregung und in beständiger Bewegung. Bald spähte sie aus dem Feaster auf die Straße hinaus, bald schlich sie nach dem Treppenflur, um zu lauschen. Wenn er dann den nächsten Sonntag wirklich erschien, war sie glücklich und dachte nicht daran, ihm irgendwelche Bor­würfe zu machen.

Du hattest gewiß eine wichtige Abhaltung, Ottochen,

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über diesen unvermuthet heftigen Aubruch. Und mit einer zärtlich begütigenden Geberde nach seiner Hand fassend, setzte sie hinzu:Freilich, es ist ja ein Bischen weit und wenn Du willst, können wir ja 'n Bischen näher nach der Stadt ziehen." Doch der Erregte machte eine Geberde des

Zweifels. > '

Aus dem Norden kommt Ihr ja doch mcht heraus. Das kriegt Vater im ganzen Leben nicht fertig. Der schwärmt für seinen Gesundbrunnen. Aber ich hasse die Gegend, mir ist sie in tiefster Seele zuwider. Sie hindert mich am Fortkommen. Ich brauche lebhafteren Verkehr mit meinen College«, mit anderen gebildeten Menschen. Das bin ich mir und meinem Berufe schuldig. Nachher kommt das Assessorexamen. Ich habe mich schon mit Markwald verabredet, wir wollen uns zusammen vorbereiten. Aber wie kann ich das machen, wenn er in der Hollmannstraße wohnt, dicht am Kammergericht, und ich zwei stunden davon in der Rügener Straße. Hier muß ich hinaus, Mutter, das sage ich Dir, sonst geh' ich zu Grunde."

Frau Köster machte gar keine weiteren Einwendungen. Seine Worte überzeugten sie vollständig und noch mehr sein Wesen. Mein Gott, man sah es ihm ja an, daß ihm der weite Weg jeden Tag nicht bekam. Und auch darin hatte er recht, der arme Junge, er brauchte mehr gebildeten Umgang.

Läden und ordinäre Destillationen. Man mußte wirklich hier I Und von dieser Ueberzeugung durchdrungen, lag sie ihrem dvauüen Zweifeln in Berlin zu sein. Wie einen das I Mann tagtäglich m den Ohren. Otto muffe fort, er muffe draußen jwettein, tn 5U unter allen Umständen ein Zimmer in der Stadt haben, tn

D^AMick der vernachlässigten, schlecht gepflasterten der Nähe des Kammergerichts, und seines Freundes, des Straßen, der ärmlich gekleideten Menschen, die einem hier Herrn von Markwald.

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SZÄM d°°°° -- ««« « "Ä 6S M miS dnmBk*Ä ffitoung, i« bie er sich Immer mehr sonstige überflüssige Ausgabe °"»-ibe« Die H-«P.I-che bineinarbeitete, machte ihn verdrießlich, launisch und nervös, sei doch, daß aus dem Knaben einmal etwas Rechtes würde.

_ , Ottochen fragte sie eines Tages, als sie Beide I hoher, vornehmer Stellung zu besitzen, habe man dann

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p;eae i* uicht den halben Tag auf der Straße?" I Ruhe zum Arbeiten blieb.

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ballewWeibern die nach Fisch und Käse duften, und zwischen des Sonntags kam er und mit froher Genugthuung nahm

- - * *-k. -i- I gxjstfa belebte Antlitz zu fehen und seinen Worten zu lauschen.

Ihre Phantasie fühlte sich dann jedesmal auf's Lebhafteste angeregt und schwelgte in genußvoller Ausmalung der Zu­kunft, die ihren Sohn gewiß einmal in den höchsten Stellungen des Staates sehen würde. Sie unterließ es auch nicht, ihm jedesmal ein Zehnmarkstück, das sie im Laufe der Woche, zum Theil vom Wirthschaftsgeld abgeknapst, zum Theil mit Maschinennähen verdient harte, verstohlen zuzustecken und ihm für den freundlichen Besuch in den herzlichsten Ausdrücken

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