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Ändivi-N alS Nachfrucht zu baue« ist hochrentabel, zumal da, wie bei Rosenkohl, der Absatz ein durchaus gesicherter ist. Sommerendivien zu bauen, ist nicht rathsam, sondern nur die krausen Winterendiven. Man Pflanzt 30 Quadrat- centimeter weit im Juli-August und bindet die Köpfchen zusammen, sobald sich die Rosetten gebildet haben. Dre Ab- erntung geschieht, sobald man sich von dem G^bwerden der Blätter im Innern des Kopfes überzeugt hat. Bisher habe ich Endivien in größerer Ausdehnung noch nicht angebaut, meine mehrjährigen Erfahrungen, die ich bei dem Anbau im kleinen Maße als zweite Frucht aber gewann, veranlassen mich, in Zukunft den Anbau zu einem feldmäßigen zu machen. Ich empfehle daher, Versuche ebenfalls anzustellen.
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Saure weiße Bohne«. Man wasche die Bohnen — am Besten sind die sogen. Perlböhnchen — bedecke sie mit weichem, kaltem Wasser und lasse sie so über Nacht stehen. Bringe sie den andern Morgen mit frischem Wasser bei Zelten zu Feuer und koche sie langsam gar und weich, während dessen man, so ost die aufquellenden Bohnen das Wasser ein- geiogen haben, immer etwas kaltes Wasser nachgießt, jedoch nicht zu viel, denn wenn die Bohnen weich sind, dürfen sie keine Brühe mehr haben. Nun sckneide man 125 Gramm Speck in ganz kleine Würfel, brate ihn in einer eisernen Pfanne gelbbraun, röste dann unter stetem Rühren fein- geschnittene Zwiebeln weiß darin und füge zwei Eßlöffel Essig hinzu. Gieße die größere Hälfte dieser Sauce über die Bohnen, thue das nöthige Salz daran , und schwinge es gehörig untereinander, richte in einer tiefen Schale an und decke den Rest der Sauce darüber. — Sehr gut, besonders mit frischer Bratwurst.
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Alle Zwiebel«, Schalotten, Knoblauch müssen aus der Erde genommen und zum Trocknen in einem luftigen Raum (Boden) auseinander gebreitet werden.
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SpargelShirliches Gericht. Die Stengel von aufgeschossenem Salat geben ein dem Spargel ähnliches Gericht, sowohl Gemüse als Salat. Die äußere Haut der Stengel wird abgezogen, diese in leichtem Salzwasser gekocht und wie Spargel behandelt, sei es als Gemüse oder Salat, bei welch letzterem der Essig etwas früher ausgegossen werden muß.
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Schutz der Bäume vor Ameise«. Man mache einen Brei von Ofenruß und Leinöl und schmiere denselben dünn auf einen Streifen von starkem Papier, welch letzterer alsdann vermittelst einer Schnur dicht um den Stamm gebunden wird. Bor diesem Streifen werden die Ameisen unbedingt Halt machen.
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Kartoffel als Reinigungsmittel. Der Abgang der rohen Kartoffel, die Schale, ist, in kleine Stücke geschnitten und mit nicht zu viel Wasser vermischt, das beste Reinigungsmittel für Caraffen und beizt selbst veraltete Flecken aus dem Glas. Die rohe geriebene Kartoffel, vorher nur gewaschen, nicht abgeschält, gibt ein vorzügliches Präparat zum Waschen von farbigen Wollsachen und Tapisserie-Arbeiten, die nach zweimaligem Durchwaschen nur mit einem Zusatz von Essig gespült werden. Zum Scheuern voll Blech und Zinn gibt die in Wasser ausgelaugte Kartoffelschale ein der Pottaschenlösung ähnliches Beizmittel. Daß sich Messer mit einer durchgeschnittenen Kartoffel putzen und Stahlfedern durch Hineinstecken in die Knolle vorzüglich reinigen lassen, ist wohl allgemein bekannt.
Künstliche Zählte. Wohl nur Wenigen von den ungezählten Tausenden, die heute künstliche Zähne tragen, dürfte es bekannt sein, daß die Methode, die verloren gegangenen natürlichen Zähne durch Nachahmungen zu ersetzen, alt, ja uralt ist: reicht sie doch bis in jene Zeiten zurück, von denen uns die Inschriften und der Inhalt der Pyramiden allein noch Kunde geben. Die Geschichte des Zahnersatzes, sowie den augenblicklichen Stand desselben behandelt ein fachmännischer Artikel im neuesten Heft der bekannten illustrirten Familienzeitschrift „Zur guten Stunde". (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.)
VevnMchtes.
Aus „Lustige Welt", Verlag von Georg E. Nagel, Berlin SW. Abonnement 1,30 Mk. vierteljährlich. Einzelnummer 10 Pfg. — Ein guter Erfolg. „Verspricht sich denn Ihre Tochter auch einen guten Erfolg von der Brunnenkur, Frau Nachbarin?" „Ja, ja, denken Sie nur, sie schrieb, daß ein junger Franzose seit drei Tagen schon stets neben ihr seinen Becher leert!" — Prompter Bescheid. „Wie, Sie wollen auch einen armen Dichter heirathen?" Gewiß, einen reichen Dichter gibts doch nicht." — Nobles Hotel. Gast: „Ist dies meine Rechnung? Oberkellner: „Bitte, mein Herr!" Gast: „Wissen Sie auch, Herr Oberkellner, daß ich vor Ungeziefer nicht habe schlafen können?" „Bitte, mein Herr, das wird bei uns nicht extra berechnet." — Unverbesserlich. „Nun, Wastl, jetzt wilderst Du wohl nicht mehr, seit Du Jagdgehilfe bist?" „O, na! Jetzt fisch' ich da drüben im See — das is aa verboten." — Schwerer Gang. Sie: „Mein Gott, Du nimmst ja heute von mir Abschied, als gingest Du in den Tod?" Er: „Schon möglich, Elise, 's gibt heut — Frei- bier!" — Verständnißinnig. Dame: „Die Gedichte, Herr Redacteur, die ich Ihnen übersandte, bergen die tiessten Geheimnisse meiner Seele." Redacteur: „Ich weiß es, mein Fräulein — und kein anderer soll sie erfahren."
Literarisches.
Moderne Wäsche. Die Neigung für reicheren Aufputz zeigt sich gegenwärtig nicht nur bei Blousen und neuerdings bei garnirten Röcken, sondern auch in der Wäsche, die in niannigfalttgfter •Zuei|e verziert wird. Im eben erschienenen Heft 21 bringt die „Wiener Mode" eine ganze Ausstattung in Leib-, Bett- und Tischwäsche, über 80 ebenso schöne, als praktische Modelle von der einfachsten dis zur geputztesten Art. Bei den Toiletten finden wir wieder zahlreiche originelle Blousen und geschmackvolle Sommertoiletten. Diesem »ett liegt gratis die „Wiener Kinder-Mode", sowie ein Schmttmusterbogen bei. Einzelne Hefte 45 Pfg. in allen Buchhandlungen, sowie vom Verlag der „WienerMode",Wien, Wienstraße, woselbst jede Abonnentin Schnitte von Kleidern und Wäsche nach Maß gratis erhalt.
Vor uns liegt Heft 1 des neuen 46. Jahrgangs von strirte Welt", Deutsches Familienbuch (Stuitgart, Deutsche -ber= lags-Anstalt). Wir müssen gestehen, daß uns der so überaus reiche, gediegene und mit sichtlich allergrößter Sorgfalt ansgewahlle Inhalt dieses Programmheftes geradezu verblüfft hat. Da rst alles, -oiio wie Tert, in wohlthuendster Weise auf den einen, lautere» Grunö- ton gestimmt: „Deutsches Familienbuch". Gleich zu Anfang finden wir ein ungemein ansprechendes, liebliches Doppelbild von Mana Wunsch „Kunst bringt Gunst", in künstlerisch vollendeter vielfarbiger Wiedergabe. Jeder wird seine Helle Freude haben an den biet echten Kinderköpfchen, die sick da aneinander schmtegen wie junge Jtojen- knöpfchen. — Der textliche Inhalt ist ebenso gut gewählt. Die beiden großen Romane: „Der Ritt ums Glück" von Meyer-Forster und f, Unter dem rothen Cardinal" von S J.Weyman ergänzen sich v®- trefflich. — Die beiden prachtvollen vielfarbigen 5>ol5fd)nttt=5«unii blätter: „Die Sixtinische Madonna" von Raffael und „Keine Rofe ohne Dornen" von Paul Thumann, die 50 cm breit zu 66 cm bo®, fertig zum Einrahmen, für den kaum glaublichen Preis von je n» 1 Mk. den Abonnenten geboten Werden, vervollständigen das -ouu eines Musterblattes, dem wir zu seinen Hunderttausenden, über aue Welt zerstreuten Lesern von Herzen noch mal so viel dazu wilnfmen- Das erste Heft (Preis 30 Pfg.) ist durch jede Sortiments- und Colportage-Buchhandlung zur Ansicht zu erhalten.
Stebactien: 8L Scheyda. — Druck und Vertag der Brühl'schen UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in ® r§
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