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Redacti-n: L. Scheyda. Druck imd «erlag der Br-ühl'scheu wüverfitäts.Buch» und Steindruckerei (Pietsch & S ch ey da) in «ießm.

3ttcternüffe. 250 Gramm gestoßener Zucker wird mit drei Eiern 1/i Stunde gerührt, dann mit 50 Gramm fettt geschnittenem Citronat, 250 Gramm feinem Mehl mit Vs Messerspitze Hirschhornsalz versetzt gut zusammengearbeitet. Nun formt man kleine Kügelchen, zieht sie nach oben spitz und bäckt sie auf einem mit Wachs bestrichenen Blech schön gelb.

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Glasuren auf Baumcoufeet. Rothe Glasur. Man rühre 140 Gramm Staubzucker mit zwei Eiweiß recht dick an und gibt einige Tropfen in Wasser aufgelöste Cochenille darunter. Blaue Glasur erhält man, wenn man die gleiche Menge Zucker und Eiweiß mit Veilchensaft anrührt. Zu grüner Glasur verwendet man Spinatsaft und zu gelber gibt man Safran, in warmem Wasser aufgelöst.

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Rührende Dankbarkeit.Meinen wärmsten, ewigen Dank, Doctor! Ich bin auf immer Ihr Schuldner!" rief ein junger Mann aus, der auf einen New-Yorker Arzt zugestürmt war und diesem die Hand gedrückt hatte.Sie haben mein Leben gerettet!" Arzt:Ich kann mich aber nicht besinnen, Sie behandelt zu haben!" Junger Mann: Behandelt haben Sie mich allerdings nicht, aber ich war im Begriff, vor lauter Armuth Selbstmord zu begehen, als mein Onkel starb und mir 10,000 Lstrl. hinterließ. Den haben Sie behandelt und ohne Sie würde er vielleicht noch heute leben."

Mütterliche Aufmunterung.Ach Gott, Mama, der Herr Assessor tanzt schrecklich schlecht- bei diesem Walzer hat er mich dreimal auf die kleine Zehe getreten."Aber bedenke, Bertha, der Herr Assessor wäre halt eine sehr gute Partie, da ließe sich schon ein Hühnerauge zudrücken!"

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Immer zerstreut. Vetter (Nachmittags 5 Uhr im Winter):Nun muß ich aber fort in die Gemeinderaths- Ditzung." Professor:Schlafen Sie wohl, lieber Herr Vetter!"

Bei der Ziegcnfütterung muß auf eine Eigenschaft der Ziege Rücksicht genommen werden. Die Ziege ist nämlich ein sehr wählerisches Thier; sie will nicht von einerlei viel, sondern von vielerlei immer etwas haben. Versuche haben ergeben, daß, wenn man einer Ziege mehrerlei vorlegt, z. B. Grummet, Heu, Luzerne, Esparsette, trockenes Laub, Hafer­stroh rc., sie an jedes Häufchen herangeht und von Allem etwas frißt. Das berücksichtige man doch bei der Ziegenfütterung. Man gebe also der Ziege nicht einerlei, sondern mehrerlei Futter, aber von Allem nicht viel. Sie wird stets das so aufgesteckte mit großem Appetit verzehren und wird Nichts herunterreißen und in den Mist treten. Gerade ihre angeborene Naschhaftigkeit und ihr wählerisches Wesen suche man zu be­friedigen, eventuell zu berücksichtigen.

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ttm gute Resultate zu erziele«, sind bei der Ziegen­zucht hauptsächlich folgende Punkte zu beachten: 1) Man züchte nur mit anerkannt guten Milchthieren. 2) Man ziehe nur hornlose Zicklein gut auf- je mehr Milch und je länger sie Milch erhalten, um so bessere Nutzthiere geben sie später. 3) In Bezirken oder wenigstens in Gemeinden züchte man möglichst gleichfarbige Thiere.

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Die Zimmerpalmen im Winter. Ein fleißiges Begießen ist im Winter unbedingt erforderlich und zwar mit I lauwarmem Wasser - im Untersatzteller darf man aber kein Wasser stehen lassen. Wenn man das Begießen nur ein Mal übersieht, werden die Spitzen der Palme langsam dürr, und die Blätter sterben ab. Düngen und Versetzen im Winter wirkt schädlich ein. Häufig sind die Palmen mit Schildläusen behaftet- solche Pflanzen müssen mit Schwamm und starkem Schmierseifenwasser abgewaichen werden, damit nicht durch die Läuse braune Flecken entstehen.

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Behandlung der Alpenveilchen. Man stelle die Alpenveilchen möglichst nahe ans Fenster, in nicht zu stark geheiztem Zimmer auf und lasse es vor Allem nicht an reichlichem Begießen fehlen, damit den in voller Entwicklung stehenden Pflanzen die Kraft nicht fehlt, ihre Knospen groß zu ziehen, reichliche und große Blüthen hervorzubringen. Uebergroße Wärme läßt auch Blattläuse entstehen, welche der Pflanze sehr nachtheilig sind.

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Azalccncullur. Will man Azaleen treiben, so ist dafür im November die beste Zeit. Das Treiben selbst ist sehr einfach, die Temperatur, in welche die schon etwas ange­triebenen Azaleen gestellt werden, soll im Anfang 12 bis 15 Grad R. betragen, welche dann nach und nach auf 16 bis 18 Grad R. erhöht wird. Hierbei hat man sehr auf reichlich Licht, sorgfältige Begießung und besonders auch auf sorg­fältige Bespritzung zu achten, da besonders die gezeichneten Blumen sehr leicht in Fäulniß übergehen, wenn sie zu viel Feuchtigkeit von oben erhalten, auch an trüben Tagen ist nicht zu spritzen. Im Allgemeinen bringen die Azaleen in der Zeit während des Treibens an den Seiten der Knospen viel- |

fach Triebe hervor, welche, da sie eine Schweifung der Blumeü Hervorrufen, entfernt werde» müssen, am Besten schon während der Entstehung.

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Gliscnlcbkuchc«. 250 Gramm rohe Mandeln mit 500 Gramm Zucker gestoßen, 40 Gramm Citronat, 2 Loth (35 Gramm) Zimmt, etwas Nelken, fein Gewürz (Muskat- blüthe, Cordemonne), 1 Citrone, 19 Gramm Ammonium, 100 Gramm Mehl, 10 Eiweiß zu Schnee, das Ganze wird unter den steifen Schnee gemengt, bleistiftdick auf Oblaten gestrichen, mit Nonpareille bestreut und bei ziemlicher Hitze braun gebacken, heiß aus dem Ofen mit Aracglasur glasirt.

Gemeinnütziger.

Eonservirimg de- eingebrachte« Gemüse- in den Kellern. Bor Allem eifrige Lüftung und Entfernung aller faulenden Blätter. Gemüse, welches im Sand eingeschlageu ist, und welk werden will, wird leicht begossen. Wintersalat, überhaupt Wtntergemüse, wird bei herrschender schneeloser Kälte mit Fichtenreisig bedeckt. Wo solches fehlt, kann anderes grobes Stroh oder Reisig verwendet werden, das man durch aufgelegte Latten oder Baumpfähle oder dergleichen beschwert, damit es vom Winde nicht entführt werden kann.

Werthlose Gedanken. Jack:Du Ethel! Einen Shilling gäb' ich dafür, wenn ich Deine Gedanken wüßte!" Ethel:Die sind gar nicht so viel werth!" Jack:Wirklich?" Ethel:Nein! Ich hab' ja nur an Dich gedacht!"

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Nach und nach. A.:Du verkehrst in der Familie Müller?" B.:Nicht nur das, ich bin sogar sterblich in deren einzige Tochter, Fräulein Ella, verliebt! Siehst Du das Medaillon? Darin sind ihre Haare!" A.:Hat fie Dir die geschenkt?" B.:Das nicht, aber ich habe sie so nach und nach in der Suppe gefunden!"