Ausgabe 
29.4.1897
 
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die weite, fruchtbare Ebene hatte, die zum Theil durch i menschlichen Fleiß und schöpferischen Geist im Lause von Jahrhunderten dem Meere abgewonnen wurde.

Wohin man sah reiche Dörfer mit hohen Kirchen, I zahlreiche Gehöfte, umgeben von unvergleichbar üppigen I Aeckern. Dazwischen die glitzernden, geraden Linien der Canäle, von Binnenfahrzeugen belebt, deren schwarzbraune ober weiße Segel jetzt freilich schlaff herniederhingen, denn I im Hellen Sonnenscheine lag die Landschaft, und nur eine I fast unmerkbare Bewegung erfrischte die Luft.

Der Doctor freute sich wohl über das stumme Be- I trachten, in dem seine Gäste einen Augenblick verblieben. I Auf ferne, von Viehheerden belebte Wiesen deutend, sagte I er dann:Hier sehen Sie das Feld meiner landwirthschaft I lichen Thätigkeit hier ist meine Heimath." Und zur Regierungsräthin gewendet:Hier bin ich derViehhändler". I Wir haben noch etwa eine Stunde zu fahren bis Horen- I bürg, meinem Sommerheim. Deshalb zu Wagen, damit die I Suppe nicht anbrennt."

Ein eleganter Landauer mit zwei starken Braunen be­spannt und ein zweiräderiges Gig, in Ostfriesland nennt man dasCariol", harrten der Kommenden.

Alles in Ordnung?" fragte der Doctor den Kutscher. Best, Mhnherr!" antwortete dieser.

Ich bitte Sie, Herr Geheimrath, mit der Frau Ge- gierungsräthin den Fond einzunehmen, und Sie, Fräulein Helene, als Jüngste, nehmen wohl den Rücksitz. Fräulein Bertha ersuche ich, sich meiner Führung anzuvertrauen."

Er half der Dame beim Erklimmen des hohen Cariol, be­fahl dem Groom, demJungen", der es geleitet, sich zum Kutscher auf den Bock des Landauers zu setzen, und dann ging's im starkem Trabe vorwärts auf der Klinkerchaussee. Das Cariol hatte bald einen beträchtlichen Vorsprung.

Der Weg ging durch Greetsyhl, einem wohlhabenden Markt und Handelsplatz, und dann in schnurgerader Richtung auf einen Kirchthurm zu.

Der Doctor, der übrigens von allen Begegnenden mit besonderer Höflichkeit gegrüßt wurde, hatte sich bislang scheinbar nur mit seinem Pferde beschäftigt. Jetzt verkürzte er dessen Tempo und wandte sich der Nachbarin zu. Ein tiefes Jncarnat bedeckte plötzlich deren Wangen. Sie fühlte, jetzt sei der Augenblick gekommen.

Das Dorf drüben ist Pilsum," begann der Doctor. Unmittelbar dahinter liegt Horenburg. Wir haben kaum eine halbe Stunde bis dahin, und in dieser Zeit bitte ich Sie, mir eine Frage zu beantworten, Fräulein Oldekopp, ein Frage."

Herr Doctor, ehe Sie fragen, möchte ich"

Verzeihen Sie, wenn ich Sie unterbreche, aber ich bitte dringend, mich erst anzuhören, ehe Sie irgend welche Erwägungen eintreten lassen. Fräulein Oldekopp glauben Sie, daß eine liebenswürdige, kluge, verständnißreiche Frau mit einem Manu von 45 Jahren, nun, frei heraus, mit mir ein paar Sommermonate in jedem Jahre hier, auf diesen Flecken Erde glücklich sein kann, vorausgesetzt, daß sie die übrigen zehn Monate in Berlin und auf Reisen mit mir zubringt? Glauben Sie, daß man ernster Mann sein kann, wenn man auch gelegentlich die heitere Seite des Lebens nach außen kehrt und sich der Studentenzeit erinnert? Glauben Sie"

Aber ich bitte Sie nochmals dringend, Herr Doctor, mich anzuhören! Es schneidet mir in die Seele"

Fräulein Bertha, urtheilen Sie nicht vorschnell, erwägen Sie meine Fragen mit voller Würdigung aller Umstände-, und wenn Sie erwogen haben, wenn Sie mir geantwortet Huben, dann sollen Sie wissen, wer die Frau ist, der mein ganzes Herz gehört, für alle Zeit, dann sollen Sie selbst beurtheilen, ob"

Mit zunehmender Innigkeit, dann sogar mit einem

gewissen Pathos hatte er gesprochen. Sie hatte gefühlt, wie er dabei jede ihrer Mienen beobachtete. Und doch hatte sie nicht ein einziges Mal aufzusehen gewagt.

(Schluß folgt.)

Die Ernährung der Kinder im schulpflichtigen Alter.

Von Dr. Otto Gotthilf.

---- (Nachdruck verboten.)

Aus vielerlei Gründen ist es natürlich, daß ein Kind mehr Nahrung bedarf als ein Erwachsener. Das Kind ist noch in der Entwicklung und im Wachsthum begriffen, die einzelnen Organe und Körperteile müssen sich noch vervoll­kommnen und vergrößern. Beim Erwachsenen ist dies nicht der Fall,- er braucht nur die durch Stoffumsatz und Arbeit verlorenen Substanzen zu ersetzen. Schnell wachsende Kinder von großen Eltern müssen auch reichlicher ernährt werden als kleine. Ein junger Bernhardinerhund ist fast gar nicht satt zu bekommen, während ein junger Dachshund nur wenig Nahrung nöthig hat. Auch die Beweglichkeit und Lebhaftigkeit der Kinder hat auf ihr Nahrungsbedürfniß großen Einfluß. Der Schulknabe, welcher an einem freien Nachmittage mehrere Stunden draußen herumgesprungen und herumgetollt ist, ge­spielt und sich gebalgt hat, wird zur Abendmahlzeit tüchtigen Hunger mitbringen, während sein vielleicht eben vom Bureau heimkehrender älterer Bruder nur wenig Appetit hat. Er wird aber auch größeren Hunger haben als sein jüngerer Bruder, der den ganzen Nachmittag in der Stube mit Lesen verbracht hat. Darauf müssen die Eltern wohl Rücksicht nehmen und dürfen nicht etwa ungehalten sein über dieGe­fräßigkeit" ihres Sprößliugs. Denn solche Lebhaftigkeit, sogar ein gewisser Grad von Uebermuth dabei, ist nicht nur ein ganz natürliches Vorrecht der Jugend, sondern ist auch sehr gesund, weil sie in ganz hervorragendem Maße den Stoff­wechsel und die Blutcirkulation anregt und befördert, die Lungen durch Vollathmung kräftigt, die Sinne erfrischt und den Geist belebt. Ein munteres, lebhaftes Kind wird viel weniger von Krankheit ergriffen, und wenn dies der Fall ist, fällt es ihr seltener zum Opfer als ein Stubenfitzer und Ofen­hocker. Also mögen sich die Eltern über einen gesegneten Appetit ihrer Kmder nur freuen und diesem in vollem Maße Rechnung tragen, denn eine mangelhafte Ernährung hat die nachtheiligsten Folgen für ihre körperliche Entwicklung und da­mit für spätere Gesundheit und Lebensdauer.

Freilich sind Kinder nun auch öfters geneigt, sich mit einem wahren Heißhunger auf die Speisen zu stürzen und sie fast ungetaut hinunter zu schlingen. Gegen diese Untugend müssen die Eltern energisch einschreiten. Die Verdauung be­ginnt im Munde mit dem Kauen. Hierdurch werden die Speisen nicht nur zerkleinert, sondern auch mit Speichel be­netzt und so für die Lösung durch die Verdauungssäfte des Magens und der Därme vorbereitet. Je sorgfältiger man die Nahrungsmittel kaut, um so leichter werden sie verdaut, um so mehr Nährstoffe kann das Blut ans ihnen entnehmen, um so nahrhafter sind sie. Diese hygienische Auseinander­setzung wird freilich auf die Kinder wenig Eindruck machen - deshalb sollen eben die Eltern bei jeder Mahlzeit ein wach­sames Auge auf die Befolgung dieser ersten und wichtigsten Ernährungsregel haben. Zum ordentlichen Zerkauen und Zerkleinern der Speisen gehört aber auch genügend Zeit. Diese sich zu nehmen, muß man die Kinder nötigenfalls zwingen. Sie dürfen Morgens nicht so spät aufstehen, daß sie nachher, um nicht zu spät zur Schule zu kommen, den heißen Kaffee stehend hinuntergießen und das Brot hastig verschlingen miiffen. Nicht minder ungesund ist der Genuß von sehr heißen Speisen, namentlich flüssigen. In den meisten deutschen Familien wird das Mittagsmahl mit einer Suppe eingeleitet. Da ist es nun eine hygienische Untugend und für die hungrigen Kinder eine