Ausgabe 
29.4.1897
 
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ZWaum und Geld und Frost und Hitze, Arbeit, Unterhaltung, Spiel Einer lechzt nach dem Besitze, Und dem Andern wird's zu viel.

Denn es haben Schicksalsmächte Ungleich Mancherlei vertheilt.

Nur die Zeit ist die gerechte, Die für Niemand säumt noch eilt.

M. H.

Seekrank.

Novelle von Hans Nagel von Brawe.

(Fortsetzung.)

Die Räthin unterbrach ihre Rede. Sie mochte aus Berthas Mienen erkennen, daß dieser die Wendung, die das Gespräch genommen, keineswegs behage. Die Aufmerksamkeit wurde indessen plötzlich in eine andere Richtung gelenkt. Im lebhaften Gespräche mit dem Geheimrath kam der lupus in fabula, derjenige selbst den Strand entlang geschritten, der feit Tagen den Mittelpunkt des Interesses bildete.

Also abgemacht Sie verrathen mich nicht, Herr Geheimrath!" sagte er noch mit halber Stimme und trat an den Strandkorb heran.

Die Räthin war noch mit Roth übergossen in dem Gedanken an die eben ausgesprochenen Verdächtigungen gegen den Doetor, Helene empfing ihn mit einem Ausdrucke, als stände der Böse selbst vor ihr, Bertha aber begrüßte ihn mit freudigemWillkommen," und des Doetors Ausdruck verrieth die heiterste Stimmung.

Endlich," sagte er,komme ich, mein Wort einzulösen, meine Damen. Morgen sollen Sie mich in meiner Händlerei­eigenschaft kennen lernen, sofern Sie sich noch einmal, diesmal zu einer kurzen, sturmlosen Fahrt derBarina" anvertrauen wollen. Des Herrn Geheimraths Zusicherung habe ich schon.

Aber wir müssen doch erst wissen, wohin," unterbrach Frau Bernau.Sie könnten uns am Ende auf einer Ihrer wüsten Robbeninseln aussetzen!"

Unter Ihren Füßen wird sie zum Paradiese werden, deelamirte er.Aber Scherz bei Seite, gönnen Sie mir für morgen noch meine Lohengrinrolle und vertrauen sich dem Ungenannten an. Ich glaube, Ihnen Allen versprechen .zu können, daß die Exeursion einen frohen Schluß und ein

heiteres Nachspiel haben wird. Also morgen früh */s & am Bahnhofe und um 8 an Bord!"

Abgemacht!" antwortete der Geheimrath trotz der lohenden Blicke seiner Tochter.

Die Herren holten sich Stühle heran, man besprach allerhand Details für die Fahrt, Anzug, Zeitdauer und so weiter.

Während aber Bertha förmlich eleetrisirt war in dem Gedanken an einen Ausflug in's Unbekannte, blieb Helene fast wortlos. Ihr ernster, fragender Blick traf einmal den Doetor und dann wieder die Cousine. Und die Beiden schienen wieder nur für einander zu existiren, überboten sich in allerlei Neckereien.

Erst als zufällig Herr von Santen das zur Erde ge­fallene Buch, in welchem die Dame gelesen, aufnahm, nach dem Titel sah und dann erstaunt fragte:Das lesen Sie? Solch' ernste Tendenz kann so junge Damen anziehen!" erst dann trat auch Helene in die Conversation ein.

Sie sollten das nur auch lesen," sagte sie fast gereizt, Sie könnten daraus erfehen, daß es auch Männer giebt, die die Frau nicht nur als ein Spielzeug betrachten, ihrer Laune dienend. Und wenn es sich in dem Buche auch nur um Romanfiguren handelt, so kann doch ein Autor so edle Gestalten nur zeichnen, wenn er selbst ein edler, großer Charaeter ist freilich, die mag's heutzutage selten geben!"

Erstaunt und lächelnd sah der Doetor sie an. §,Bravo!" sagte er, den Hut lüftend.Wer ist denn der gepriesene Verfasser dieses Werkes, das Sie sogar käuflich erstanden haben, wie ich sehe?" Er schlug das Titelblatt noch einmal auf!Arthur Otto! Eine unbekannte Größe wohl einer von den Dutzendschreibern?"

Sie nahm ihm rasch das Buch ans der Hand.Daß Sie einen Schriftsteller nicht lesen, der so in die Tiefen der Menschenseele hineindringt wie Arthur Otto, das begreife ich, daß Sie aber den Namen eines der beliebtesten und gelesensten modernen Autoren nicht kennen, das"

Hu, das ist schrecklich!" sagte der Doetor mit dem dazu gehörigen Gesichtsausdrucke.

Man lachte über den Wortkampf und brach dann ans zur Promenade.

Mit Schrecken gewahrte Helene, wie der Doetor bald wieder an Berthas Seite ging, bemerkte, daß er geflissentlich einen Vorsprung zu gewinnen suchte.

Sie hatte richtig beobachtet, denn während ihr noch das angstvoll schlagende Herz zuflüsterte:Sie rennt in ihr Verderben, fällt einem Gewissenlosen zum Opfer rette,