291
e sie den Än- -s nicht länger is- „Oh, wie wißheit, diesen Zarbe verleiht, zu warten- ich ach, und wenn Lrbe uns aus ich Ethel aus gern!" uch mit keinem en. So nahe • doch so fern, chen wuchs die
Grehlocks Tod, hr, die Stunde vorüber.
. Hellen Salon rauste um den : Regentropfen en Bäume in der Wucht des
der Thür und gen, Sir,- sie ohne sie zum
Greylock ist W seit jener ver- innerte er sich nau. Einsam leerem Stuhle
Die Lichter 1er im Kamin Krhstallflaschen rm mit immer
, Sir," wagte
Fisch hinaus- d eine Gestalt und auf Miß
- gewesen, ein seltsame Er-
> goldene Naß ner Bestürzung
n goldgelocktes ie zwei Sterne Der Hut hing m und Regen erlichen Locken s die kleinen orenen Regen- n eines zarten mriöse Zimmer
den Tisch, er hwester hohem so unverwandt und daß es cte. Es war die jetzt, am - saß und ihn ters anblickte. .Verlassen Sie
-r kleinen Ge
stalt mit den Äeilchenäugen und goldenen Haaren und sagte: I „Wer hat Dich in diesem Sturm hierher geschickt?"
„Niemand," antwortete die Kleine, „ich bin fortgelaufen. I Willst Du mir nicht etwas zu essen geben, Großpapa? Ich war so böse auf Hannah Johnsohn, daß ich zu Hause nichts essen wollte, worauf sie sagte, ich könne dann hungrig zu Bette gehen."
Er füllte einen Porzellanteller mit den feinsten Lecker- I bissen und stellte ihn vor die Kleine hin.
Das Kind aß mit großem Appetit, jedoch mit einer I Art und Weise, welche bewies, daß ihre Tischmanieren nicht vernachlässigt worden waren. Sie war in den letzten I zwanzig Monaten sehr gewachsen, und ihre Schönheit hatte einen Typus angenommen, der einer Tochter des Hauses Greylock wohl anstand. Als ihr Hunger befriedigt war, I schob sie den Teller zurück und nickte ihm ihren Dank zu.
„Wer kam mit Dir von der Rosen-Villa herüber?" I fragte der alte Herr.
„Niemand, ich kam allein," antwortete sie.
Er dachte an die lange halbe Meile Weg durch den I Park, an den Sturm und die Dunkelheit, und sein Gesicht nahm einen noch härteren Ausdruck an. „Weißt Du nicht, daß ich den Bewohnern der Villa streng verboten habe, sich diesem Hause zu nähern?" fragte er.
„Oh ja," antwortete die Kleine- „Mama hat es mir gesagt, aber sie hat heute Abend Kopfweh, und ich konnte nicht bei Hannah bleiben; sie schlägt mich und kneift mich | immer, und ich hasse sie. So dachte ich denn, daß Du es mir nicht übel nehmen würdest, Großpapa, wenn ich Dich ein Bischen besuchte."
Vielleicht war es die naive Furchtlosigkeit des Kindes, was Greylock den Mund verstopfte- wenigstens antwortete er nichts.
„Hannah nennt Dich einen Großmogul," fuhr Ethel mit der ihrem Alter angemessenen offenherzigen Geschwätzigkeit fort, „und einen stolzen, alten Pfau, der so wenig ein Herz habe wie ein Mühlstein — ein Scheusal, das mich um mein Erbe bringen wolle!"
„So-o-o-o?"
„Und Mama sagt, sie wolle schon noch quitt mit Dir werden- Alles, was Du besitzest, sollte von Rechtswegen mir zufallen- lieber wollte sie, daß ein Erdbeben Greylocks Woods verschlinge, als daß es in die Hände des jungen Engländers komme. Sie sagte, ich müsse tanzen, um Dich zu ärgern, und sie werde dafür sorgen, daß mein voller Name auf den Theaterzetteln erscheine, wenn ich einst im Ballet auftrete, um für meinen und ihren Unterhalt zu sorgen. Möchtest Du mich gern tanzen sehen, Großpapa?"
Und ohne eine Antwort zu warten, sprang das Mädchen von Miß Pamela's Stuhl herab, warf ihre Jacke ab und begann wie ein kleiner Irrwisch auf dem spiegelblank gebahnten Boden des Speisezimmers umherzuwirbeln.
Mr. Greylock sprach keine Silbe. Das Feuer flackerte hell in dem Kamin, der Sturm heulte laut um den Thurm und die Erker des Hauses, und das goldlockige Kind wirbelte wie ein Kreisel auf ihren Fußspitzen umher. Godfrey Greylock streckte endlich gebieterisch die Hand aus. „Halt!" rief er, „es ist genug mit diesen Narrheiten!"
Ethel hörte mit verdrießlicher Miene auf. „Gefällt Dir mein Tanzen nicht, Großpapa?" fragte sie.
„Nein- es ist schändlich — abscheulich!"
Das war mehr als die Kleine zu ertragen vermochte- sie zog ihre Jacke wieder an und rief mit zorngeröthetem Gesicht: „Das hat mir noch Niemand gesagt- Du bist selbst schändlich, ganz abscheulich! Ich werde auf der Bühne erscheinen und vor vielen tausend Menschen tanzen und Mama und mich selbst ernähren. Und denke nur nicht, daß ich Dein Geld will! Ich würde es den Hunden vorwerfen! Du bist wirklich ein Großmogul und ein stolzer, alter Pfau, wie Hannah Johnsohn Dich nennt. Ich gehe jetzt nach Hause und komme nie wieder zu Dir!",
Mit diesen Worten schritt sie auf die Thür zu, doch ehe sie dieselbe erreichte, schien ihr Zorn von ihr gewichen zu sein - sie blieb stehen und warf ihm einen bittenden Blick zu. „Ich möchte Dich küffen, Großpapa, wenn Du mich lassen wolltest," sagte sie.
„Sehr gütig," antwortete er höhnisch- „allein ich habe nicht das geringste Verlangen danach."
Das Kind näherte sich ihm. „Wenn Du Dich ein wenig bücken willst, so will ich Dir einen guten Kuß geben."
Er rührte sich nicht.
Ethel aber war reumüthig und versöhnlich gestimmt und bereit, ihm mehr als Halbwegs entgegenzukommen - sie kletterte daher auf seinen Stuhl, zog seinen stolzen Kopf zu ihrem eigenen herab, drückte ihre frischen, jungen Lippen auf seinen Mund und küßte ihn herzhaft. „Ich war sehr unartig, Großpapa," sagte sie mit sanfter Stimme- „ich hoffe, Du wirst mir verzeihen und einen Deiner Hunde mit mir nach Hause schicken- ich sah einen auf dem Hausflur, als ich hereinkam. Es ist sehr dunkel unter den Bäumen, und der Wind macht einen großen Lärm, und der Schnee ist so tief; der Hund würde mich beschützen."
Godfrey Greylock erhob sich und klingelte heftig. Die alte Hopkins trat herein. „Haben Sie dieses Kind hereingelassen?" fragte er mit strengem Tone.
(Fortsetzung folgt.)
Der Nestbau der Vögel.
Plauderei von Friedrich Thieme.
------- (Nachdruck verboten).
Ein Vogelnest bildet für jeden guten Menschen einen rührenden Anblick. Es liegt in dem Gedanken, daß das niedliche kunstreiche Geflecht die kleine Heimath einer Familie bildet, etwas, das uns an das trauliche glückliche Heim erinnert. Doch stellt das Nest nicht die Wohnung, sondern nur die Wiege des Vogels dar. Er wird darin geboren und verlebt darin etwa drei Wochen seines sorglosen Daseins, dann verläßt er den warmen stillen Raum für immer, um sein freies Luft- und Waldleben zu beginnen. Nur wenige Nester dienen, wie wir sehen werden, einem anderen Zwecke.
Kaum ist die Vogelehe formgerecht geschlossen, so schaut sich das Pärchen nach einem geeigneten Nistplatze um. Es wählt denselben etwa in der Mitte seines Reviers, sofern nicht Terrainschwierigkeiten eine andere Lage bedingen. Je nach der Art gründet das Paar sein Heim auf den Wipfeln hoher Bäume, in Erdlöchern, Nistkästen, im Gebüsch, in Zäunen und Hecken, in Baumlöchern u. s. w. Oft werden die verborgensten und seltsamsten Plätzchen auserkoren. So findet man das Nest der Wasseramsel hinter dem abstürzenden Strahl der Wasserfälle, die Nester mancher Sumpfvögel, als eine Art kleiner Inseln auf dem Wasser schwimmend, manche wieder verkriechen sich in völlig unzugängliche Spalten in der Wölbung hoher Brücken- und Viaductbogen. Ueberhaupt bezeugt die Schlauheit, womit der Vogel sein Nest den Blicken der Menschen und der Thiere zu entziehen versteht, das Vorhandensein hoher Intelligenz. Besonders im Frühjahr, wo Bäume und Sträucher noch kahl und laublos stehen, legt er in der Wahl seines Nistplatzes eine wahre Virtuosität an den Tag. Direct an einem häufig begangenen Wege, inmitten eines völlig durchsichtigen Zaunes baut er sein Nest, brütet und zieht seine Jungen auf, ohne daß ein Vorübergehender auch nur das geringste wahrnimmt. Entdeckt ein Passant durch Zufall das Nest, so ist er vor Verwunderung außer sich, die kleine Vogelwohnstätte an einem Orte zu finden, den er vielleicht zehnmal schon genau beobachtet zu haben glaubt. In seinem Charakter der Umgebung angepaßt, durch Dornen oder verschlungene Zweige geschützt, künstlich zwischen Aesten versteckt, entzieht sie sich der aufmerksamen Beobachtung. Aber, wendet man ein, Oie Vögel müssen doch ab und zu


