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®Oßzel: will, was er kann, Fängt nichts vergeblich an.
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Dein Geschenk gieb unverwandt, Daß dies schnell den Freund verbindet; Was Dir schwer ging aus der Hand, Schwer den Weg zum Herzen findet.
Das Kind der Tänzerin.
Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann.
(Fortsetzung.)
„Pontius Pilatus" sprang von einer Matte auf, zischte den Eindringling wütheud an und verschwand in einer ent- ,'ernten Ecke^ „Robespiere" spitzte sein eines Ohr, richtete den übriggebliebencn Stumpf seines Schwanzes hoch auf und flüchtete sich, von sämmtlichen „Borgias" gefolgt, unter den Stuhl seiner Herrin.
„Beim Himmel!" ries Regnault amüsirt aus. „Was finde ich hier? Eine ganze Legion Katzen, und alle verrückt, wie es scheint!"
„Sie sehen hier meine Familie," antwortete Mercy Poole trocken. „Wer behauptet, daß die Katzen keinen Verstand besitzen? Mir scheint, daß dieselben sich vortrefflich auf die Charaetere der Menschen verstehen. Diese Thiere hegen schon auf den ersten Anblick ein Mißtrauen gegen Sie- ihr Benehmen sagt deutlich, daß mit Ihnen etwas los ist."
Regnault warf sich in einen Stuhl und erwiderte lachend: „Merkwürdige Geschöpfe! Nun, ich denke, daß mit den Meisten von uns etwas los ist. Doch sagen Sie mir, Frau Wirthin, kennen Sie eine Familie Namens Greylock inBlackport? Es sollen sehr reiche Leute sein, wie ich höre?
Polly hatte sich eben erhoben, um sich nach der Küche zu begeben- bei diesen Worten blieb sie jedoch stehen, wandte sich unbemerkt um und machte sich im Zimmer zu schaffen.
„Ja," erwiderte Me,ey Poole, indem sie dem Fragenden einen forschenden Blick zuwarf. „Ich kenne die Greylocks. — Sie auch?"
Er zog ein Cigarren-Etui aus seiner Tasche, indem er mit nachlässiger Höflichkeit fragte: „Sie gestatten mir wohl, mir einen Glimmstengel anzuzünden?" Dann setzte er mit
gleichgültiger Miene hinzu: „Ich habe früher einmal die Bekanntschaft eines oder zwei der Familienmitglieder gemacht."
„Der jungen Erbin wohl?" fragte Mercy mit scharfer Betonung.
„Nicht doch!"
„Dann kennen Sie also den Alten?"
„Gott bewahre!"
„So ist nur noch die hübsche Wittwe übrig, Robert Greylocks Wittwe."
Regnault blies eilte Rauchwolke aus und blickte träumerisch den blauen Ringeln nach, die sich über seinem Kopse hinzogen. „Ja, ich kannte sie, oberflächlich nur, es ist schon Jahre her," entgegnete er; „sie stand damals auf sehr gespannrem Fuße mit ihrem Schwiegervater. Jetzt scheint die Harmonie zwischen den Beiden hergestellt zu sein."
„Das Kind versöhnte sie. Die Wittwe bezieht ein schönes Einkommen von dem Alten."
„Wirklich? DaS freut mich. War es nicht irgendwo in der Nähe, da ihr Gatte Selbstmord beging?"
Mercy Pooles Gesicht nahm einen finsteren Ausdruck an. „Er wurde tobt gefunden," antwortete sie.
Regnault entlockte seiner Cigarre einige mächtige Rauchwolken, dann brach er in ein lautes Gelächter aus. „Ich habe alle Ursache, den Burschen in gutem Andenken zu bewahren !" erklärte er; „als ich die Nachricht von seinem Tode erhielt, freute ich mich königlich."
„Was?!" rief Mercy Poole.
„Ich hatte guten Grund, ihm zu grollen," fuhr der Sänger fort. „Am Mittag des Tages, an welchem er Selbstmord beging, gab er mir die tüchtigste Tracht Prügel, die ich in meinem Leben erhielt."
Eine kurze Pause folgte auf dieses offene Geständniß.
Plötzlich fuhr Mercy Poole von ihrem Stuhle auf und trat hochaufgerichtet vor Regnault hin. „Er gab Ihnen eine Tracht Prügel an dem Tage, an welchem er starb?" wiederholte sie langsam, indem ihre schwarzen Augen durchbohrend auf dem Sänger hasteten; „und Sie hegten deshalb einen Groll gegen ihn?"
„Gewiß!"
„Das klingt unheimlich, denn Robert beging nicht Selbstmord — er wurde ermordet."
„Wirklich?" erwiderte Regnault in gleichgültigem Tone. „Wer ermordete ihn denn?"
„Das weiß Niemand."
„Und vermuthlich kümmert sich auch heute Niemand


