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(Fortsetzung folgt.)
nehmen."
nch ihres Regenmantels und ihrer Ueberschuhe, worauf sie I sich entschlossen nach der Bibliothek ihres Bruders begab und anklopfte.
„Herein!" rief der Gebieter von Greylock Woods.
Er saß mit einem Buch in der Hand an seinem Tisch. I Ein Fenster des prächtigen Gemaches stand offen- hin und wieder drang ein Windstoß herein und machte das Licht in der silbernen Hängelampe flackern. An der Wand, nicht I weit von dem Tische, hing das Bild eines prächtigen, alten Gebäudes in elisabethischem Styl — es stellte den englischen Stammsitz der Familie, Greylock Hall von seinem alten Park umgeben, dar. Auf dem Tisch befand sich eine eingerahmte Photographie des jungen Baronets, Sir Gervase.
„Godfrey," sprach Pamela, ohne eine Entschuldigung oder Einleitung vorzubringen, „ich bin in der Rosen-Billa gewesen und habe Roberts Wittwe und ihr Kind gesehen."
Der alte Herr fuhr zornig auf und ließ sein Buch fallen. r r
„Ich konnte mich nicht länger beherrschen," fuhr die I Me Jungfer fort, bevor er Zeit hatte, ein Wort zu erwidern. „Es war ein innerer Drang, der mich jhintrieb- ich brannte vor Verlangen, Roberts Töchterchen zu sehen. Und oh, wie lieblich ist die Kleine! Godfrey, Du hast in Deiner Schwiegertochter Deinen Mann gefunden- das Weib ist geradezu entsetzlich!"
Und nun theilte sie ihrem Bruder Alles mit, was sie gehört hatte.
Keine Muskel seines kalten Gesichts veränderte sicher blätterte, während sie sprach, in seinem Buch- ein sarkastisches Lächeln spielte um die Winkel seines Mundes. „Nun, fühlst Du Dich für Deinen nächtlichen Ausflug belohnt, Pamela?" fragte er trocken, als sie ihre Geschichte
gegen alles."
Von Lina Fabian.
ich für einen i ? Nicht tut h ein hülsloser sein Brod essen nir vorschreibt; t fern, an dem itter von dieser ieser Gefangeu-
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die Kleine für entsetzt.
t habe mich der einer Tänzerin iocks Mildthätig- war von Rechtsleine je gethan, werden sollte?" >. „Madame," e, nicht meine; Gelegenheit zuge- jierhergesandt?" nschcn und Be- cacht fein, wenn
’ es nicht um jer hier bleiben, werde beständig feine Erlaubniß ihern. Glauben lung unterwerfen und die Mutter cksichtnahme von >tzen!" Erinnerungen in alte: „Madame! der Freundschaft en; aber dieses u
ißte sich zu be- etn vergangenes -gültigem Tone; des Kindes eine m, daß Roberts hrer Mutter ge- hstes thun werde, nicht lange als "weilen gedenken, tich bewachen zu im Stande fein orgen, als dem fft indessen W tracht wird; es Sie mir daher, Unterredung jum
entrüstet. 91*" l en Worten, du Bruder sage»/ 3 ich ihm All-- ge, ich bedauerndes Zukunft z" ne; es ist
, der böse Genu-r tc mit der alten ort entledigte
(Schluß.)
„Ich habe eine Bitte, gnädige Frau," sagte sie, indem sie einen liebevollen Blick über die Caffette schweifen ließ, „morgen kommt meine Cousine aus der Provinz. Das ist ein armes Mädchen, die möchte sich hier eine neue Stellung suchen. Würden Sie nicht die Freundlichkeit . . -?
„Im Mädchengelaß wirds etwas eng hergehen, — meinte ich.
Ja, das schon," antwortete sie, und es schien nur, als ob wieder ein plötzlicher Schein von Roth das blasse Gesicht überdunkele, „meine Cousine und ich sind zwar von früher her an das engste Zusammenleben gewohnt, — aber wenn sie die Güte haben möchten . . ."
„Na ja, wenn's so steht," ich war überaus gnädig gestimmt, „könnte man für Ihre Cousine ein Bett aufschlagen im Corridor, vielleicht gebe ich das Fremdenzimmer her, s ist doch ein anständiges Mädchen?"
„Und ob," erklärte Minna ernsten Tones. „Sie sollten sie mal sehen, etwas größer wie ich, blasses Gesicht, aschblondes Haar, — sie war lange Jahre m Staatsbetrieben beschäftigt, sie war Mädchen bei einem Gefängnißbeamten tn I E"Äingut," entschied ich, „dann soll ein Bett im Fremdenzimmer ausgestellt werden. Lange Zeit wird sich Ihre Cousine doch nicht aufhalten?" , ,
Ach bewahre," antwortete Minna rasch, „sobald eine Stellung gefunden ist, tritt sie dieselbe an. Ich werde ihr schon behilflich sein, daß sie was Ordentliches findet.
Am Abend kam die Cousine. Ich sah sie einmal flüchtig im Corridor, in welchem Minna vergessen hatte, die Gasflamme anzustecken. Nun, hübsch war das Mädchen nicht: groß, starkknochig, von fahler Gesichtsfarbe, auf der Stirn eine Narbe, es kam mir sogar vor, als ob es Puder aufgelegt hatte.
I <^hre Stimme klang merkwürdig rauh, na, in einem seinen Hause würde die wohl nicht Stellung erhalten.
Meinem Mann erzählte ich, daß Minna Besuch bekommen habe „Na weißt Du", meinte er und legte die Stirn in Falten, „Deine Minna gefällt mir gar nicht. Dieses Umberschleichen von dem Frauenzimmer paßt mir nicht. Als I heute Morgen das Geld wcgschloß, das der Briefträger gebracht hatte, stand sie plötzlich hinter mir und glotzte in die Schublade, in welche ich die Geldstücke zu den übrigen legte. Am liebsten wäre es mir, sie wäre erst wieder zum Tempel hinaus, ooo", beI)nte f^gst wohl Du an, die Dienst
mädchen zu chikaniren. Wenn Du weiter nichts an Minna | auszusetzen hast, so ist dies herzlich wenig. Sie wird heute
„Ich sage Dir aber, Godfrey, daß ich ihre Dienerin das Kind buchstäblich mißhandeln, schlagen sah, daß sie selbst vollkommen gleichgültig zuschaute."
„Das wundert mich nicht- eine schlechte Gattin ist auch eine schlechte Mutter."
„Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie allerliebst das kleine Ding aussah, als cs auf seinen «einen Zehen umherwirbelte. Gleichzeitig überlief es mich ganz kalt bet dem Anblick- ihre Schönheit ist ganz ungewöhnlich- habet hat sie dasselbe Temperament wie ihr armer Vater.
Herr Godfrey runzelte die Stirn." „Ich bin sehr unzufrieden mit Dir, Pamela- Du hattest kein Recht, diese ekelhasten Entdeckungen zu machen. Wenn das Kmd „aber eine Tänzerin werden will —- wenn es Talent hat —
„Sie hat e§ leider- ich konnte nicht umhin, es wahrzu
beendigt hatte. ., I
Ja," antwortete Miß Pamela- „denn ich habe Roberts I Kind gesehen und die gottlosen Pläne seiner Mutter entdeckt- I Du wirst sicherlich einschreiten, Godfrey — Du wirst etwas I thun, um die arme Kleine zu retten."
Die kalten Augen nahmen einen noch kälteren Ausdruck an. „Ich! Fällt mir nicht im Schlaf ein! Laß die Vagabundin ihr Kind zu ihrem eigenen Berufe heranbilden. Was geht das uns an? Die Mutter hat unumschränktes Versüguugsrecht über ihr Kind; ich habe nichts mit der Sache I zu thun. Die Rosen - Villa steht zu ihrer Verfügung, so lange sie meine Befehle befolgt- sollte etwas Besseres ihr I geboten werden, so bleibt es natürlich unbenommen, daraus einzugehen. Verzeih mir, Pamela, wenn ich Dir sage, daß Du sehr unklug gehandelt haft." ..
Die alte Jungfer schien völlig bestürzt. „Godfrey, wie kannst Du nur so reden?!" keuchte sie hervor. „Du bist und bleibst des Kindes leiblicher Großvater.
„Erinnere mich nicht beständig an diese verhaßte Thatsache." „
„Allein um der Familieriehre halber, Godfrey —
„Die Familienehre ist von jenem Weibe langst m den Koch getreten worden- sie kann unmöglich noch mehr befleckt werden, als sie es schon ist- ich selbst und Str Gervase sind jetzt die einzigen Wahrer derselben."
„Nenne mir jenen verhaßten Knaben nicht, rief Miß Pamela empört aus- „ich kämpfe für die Rechte Deiner Enkelin — ich bin jetzt mehr als je ihre Freundin und Beschützerin, denn ich sehe wohl ein, daß ste kernen Menschen auf Erden hat, dem ihr Wohl am Herzen hegt — nicht einmal ihrer eigenen Mutter." ,
Herr Godfrey ließ seine Hand mit Wucht auf sein Buch fallen - seine düsteren Augen flammten. „Bist Du errrr so blind, Pamela, daß Du die Pläne dieses elenden Weibes nicht zu durchschauen vermagst? Mir erschernen diese so durchsichtig wie Wasser- sie will ihre Tochter zu meiner Erbin machen, und ihr angebliches Vorhaben, ste zur Tänzerin auszubilden, ist nur ein Mittel, das sie anwendet, um ihren Zweck bei mir zu erreichen."


