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üßer die Mocken nie klingen, Als zu der Weihnachtszeit;

's ist, als ob Engelein singen Wieder von Frieden und Freud, Wie sie gesungen in seliger Nacht. Glocken mit heiligem Klang, Klingt noch die Erde entlang I

Gteb so, als ob Engel wartend Ständen vor Deiner Thür;

Gieb so, als ob morgen Du nimmer Wärest zum Geben hier;

Gieb so, als ob prüfend Dich träfe Des Meisters flammender Blick;

Gieb so, als bliebe im Herzen Sein Friede als Gruß Dir zurück.

Der Majoratsherr.

Roman von Ratalp e. Sschstruth.

(Fortsetzung.)

,/Oh, ich kann noch viel tollere Fratzen schneiden! Als wir letzte» Jahr in Montreux an der table dhöte speisten, saßen wir drei holländischen Kindern gegenüber, famose Bälge, welche aber dämlicherweise stets das Futter verweigerten. Ihre Mama rang die Hände, aber alles Bitten und Drohen half nichts. Da hatte ich eine gute Idee. Ich schnitt den Kindern ein paar Schauervisagen prima Qualität! Siehste so, Pia, mit rollenden Augen, gefletschten Zähnen, dann ein Bißchen geschielt."

Pfui, hör auf! es ist ja haarsträubend!"

Na, ja, das fanden die Bälge wohl auch, denn sie bekamen einen solch blödsinnigen Schreck, daß sie dasaßen wie gelähmt und mich anstarrten."

Wenn Ihr nicht sofort essen werdet, dann fresse ich Euch!" heulte ich sie an wie ein Deuwel, und factisch es nutzte! Wie besesstn fuhren sie auf ihre Teller los und löffelten! Na, später wurden wir gute Freunde und dann änderte sich die Methode. Weil sie sich nämlich großartig über meine Fratzen zu amüstren begannen, schnitt ich ihnen nach Tisch zur Belohnung für gutes Essen jede-mal eine

nette, kleine Collection vor! Willst Du mal Deuwels Großmutter sehen?!"

Nein, danke verbindlichst!" Pias Hände bebten schon vor Nervosität:und wenn ich Dich um eine Gefällig­keit bitten dürfte, Fränzchen, beglücke Gert nicht etwa mit solchen Grimassen! Er haßt Alles, was nicht ladylike ist! ®o; ein paar hübsche Wellen habe ich Dir nun auf die Stirn gelegt, nun noch die Strüppe an den beiden Kopswirbeln ein wenig beilegen ... wie verändert Du ausstehst! Ganz allerliebst! findest Du nicht auch?"

Fränzchen grinste sich wohlgefällig an:Na, na, wenn der Vetter man blos nicht das Verlieben kriegt!"

Pia wandte den Kopf seitwärts.Wäre das denn so schlimm?" fragte sie mit unsicherer Stimme.Gert ist ein prächtiger Mensch, kein Mädchen könnte sich einen schöneren Schatz wünschen!"

Fränzchen schnellte herum und starrte die Sprecherin mit offenem Munde ganz verblüfft an, Plötzlich aber zuckte und arbeitete es in ihrem Gesicht, flammende Röthe stieq in ihre Wangen und die dunklen Augen blitzten auf.

Ein scharf prüfender Blick traf das verlegene Gesicht der schönen Base.

Hm . . ." sagte sie gedehnt,würdest Du mich denn zur Schwägerin wollen?"

Mein liebes, liebes Fränzchen!" Pia schlang jählings die Arme um Comteßchen und küßte sie auf die Stirn.

Fränzchen machte sich ungestüm los.Donnerwetter! Puh, ist mir heiß .. . also Du meinst ... hm. .. famoser Gedanke ... so was fehlte mir gerade hier in der Einsam­keit! - Na, ja, wenn ich Dir vielleicht einen Gefallen da­mit thue, dann nehme ich ihn!"

Fränzchen, bestes, einziges Herz . . bemühe Dich recht, ihm zu gefallen! sei recht, recht nett zu ihm . . ."

Das Backstschchen stand breitspurig vor dem Waschtisch und schäumte sich die Hände ein. Wie Wetterleuchten flammte es über ihr Gesicht, wie ein tolles, jubelndes^Gelächter, welches kaum noch unterdrückt werden kann und sie zu ersticken droht. Aber diesmal bezwingt sie sich.

Ich werde ihn zu berücken suchen!" flötete sie schwärmerisch, und fügt ärgerlich hinzu:Verdammte Bickbeerenbrühe! unter den Nägeln kriege ich sie nicht weg!"

Pia seufzt.Wie fatal! aber es ist keine Zett mehr, länger zu bürsten, man ruft schon nach uns!"

Alle Donner meine Böllerschüsse!" und das Back- ftschchen spritzt den Seifenschaum um sich, fährt mit den Händen flüchtig über da» Handtuch und nickt der Loufine