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'WMflaS ist das Wort? Vom Hauch getragen, Ein flüchtig Nichts, das schnell verklingt.

ylr Und doch: wer wüßte wohl zu sagen,

Was Alles dieses Nichts vollbringt?

Das rechte Wort aus rechtem Munde

Wird unbewußt zum Segenswort, Und sprichst Du es zur rechten Stunde In tausend Thaten lebt es fort. E. Bormann.

Das Kind der Tänzerin.

Roman aus dem amerikanischen Leben von Joseph Treumann.

(Fortsetzung.)

In diesem Moment kehrte mir ein anderer Umstand ins Gedächtniß zurückSagen Sie mir doch, wo ist der Vierteldollar, den Sie mir gaben, ehe ich unter die Räder gerieth?" fragte ich.

Dick brach in ein schallendes Gelächter aus.Das ist recht, Polly!" sagte er;führe immer genau Rechnung über Deine Einnahmen. Der Vierteldollar ist in Sicherheit,- ich fand ihn in Deiner armen, kleinen Faust, als Du hier im Hospital ankamst; stehe, hier ist Dein Schatz."

Er steckte die Hand in die Tasche, brachte die Münze zum Vorschein und schob sie unter mein Kopfkissen.Jetzt aber, Polly, darfst Du nicht weiter sprechen," sagte er, Du mußt diese Arznei nehmen, damit Du bald wieder herge- stellt wirst."

Ich verschluckte den Trank, den er mir an die Lippen hielt, und verfiel bald darauf in einen sanften Schlummer.

Dies war der Anfang meiner Genesung. In den Tagen, die nun folgten, sah ich Dick Vandine sehr häufig; fein Interesse für mich ließ nicht im Mindesten nach. Zu jener Zeit galt ich ihm, wie mir schien, nur als ein Gegen­stand des Studiums, und dennoch blickte ich zu ihm wie zu sinem Helden, einem Gott empor. Auf sein Geheiß wäre ich über eine glühende Eisenplatte gewandelt, hätte mich in die wogende See gestürzt.

Im Verlauf meiner Genesung fragte Dick mich oft über mein vergangenes Leben ans.Hast Du nie einen Vater oder eine Mutter gekannt, Polly?" fragte er eines Tages.

Ich schüttelte den Kopf.

Was ist denn Dein Familiennamen?"

Ich habe keinen anderen Namen, als Polly, wie ich Ihnen schon damals sagte, als Sie mich auf der Straße anredeten," war meine Antwort.

Und die kleine verlorene Nan, die Du so sehr liebst, hat sie auch keinen anderen Namen?"

Sie hieß einfach Nau, gerade wie ich Polly."

Merkwürdig- ich vermuthe, die gewissenlose Hexe, die Serag, hat Dir nie etwas von Deinen Ellern erzählt - hast Du sie nie darüber befragt?"

Ich befragte sie oft darüber- doch alle meine Fragen wurden mit Stockschlägen beantwortet."

Dick Vandine verfiel in Nachdenken.Du hast also natürlich keine Gewißheit darüber, daß Nau wirklich Deine Schwester ist?"

Allerdings nicht- allein sie muß meine Schwester sein. Oh, Herr, es wäre schrecklich, wenn sie es nicht wäre- ich liebe sie so sehr! Großmutter Serag behandelte sie stets besser als mich- sie prügelte sie nicht so viel- sie war in jeder Beziehung milder gegen sie, und das freu-e mich. Nan schien in der That aus feinerem Stoff geschaffen zu fein als ich, aber nie habe ich sie darum beneidet."

Dick lächelte heiter.Du bist ein braves Mädchen, Polly. Du bist ja eine wahrhaftige Heldin der Gossen und Rinnsteine. Ich denke nur, daß irgend Jemand an Naus Gesicht Gefallen fand denn, wie Du sagst, ist sie unge­wöhnlich hübsch und sie mit der Einwilligung ihrer Großmutter, oder was die Alte auch fein mag, adoptirte. Du mußt Dich daher in das Unvermeidliche ergeben, das heißt, Nan gehen lassen und Dein edles, kleines Herz mit dem Gedanken trösten, daß ihr ein glückliches Loos zu Theil wurde."

Ich werde sie eines Tages finden," antwortete ich entschlossen:sie war in der Kutsche, aber sie sah mich nicht - ich rief, aber sie hörte mich nicht. Wenn ich groß bin, werde ich Geld verdienen, und dann werde ich die ganze Welt nach ihr durchsuchen."

Dick schüttelte den Kops.Thne das lieber nicht, Polly- sie möchte Dir für Deine Bemühungen nicht dankbar sein - es dürfte ihr gar nicht lieb fein, von Dir aufgefunden zu werden. Es ist eine undankbare Welt, mein Kind - denke lieber an Dich selbst. Glaubst Du, daß Großmutter Serag um Dein Ausbleiben bekümmert ist? Vielleicht denkt sie, daß Du Nan aufgefunden habest und bei ihr geblieben seist."

Ich erblaßte vor Schrecken.Oh, Herr, ich hoffe, sie