Ausgabe 
21.10.1897
 
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: Kohlrabi zunächst in itg heraus, [ einer mit Ragout fin vorräthig, ippenfleisch.

Sichen.

Der Majoratsherr

Roman von Nataly v. Sschstruth.

(Fortsetzung.)

Und dieses Empfinden brannte sich ein in Wulff-Dietrichs iunae Seele und rüttelte sie wach aus dem wohligen Be­hagen sorgloser Gleichgültigkeit. Wie ein Wettersturm war eS soeben über sein Kinderhaupt dahingezogen, der riß mit qrausamer Hand die Schleier entzwei, welche seine Augen verhüllt hatten. Er sah es, sah es plötzlich erschaudernd, was seine Eltern bezweckt hatten, als sie den Maioratsherrn von Niedeck für geisteskrank erklären wollten, sah, ww es hinter den Coulissen der Comödie aussah, welche tn Billa Lasabella der Welt und den eigenen Kindern vorgespielt wurde. Wie ein Aufstöhnen entrang es sich Wulff-Dietrichs Sippen.

Wie ein physischer Schmerz nagte es an seinem Herzen. Hätte er nur weinen können, um das Entsetzen, welches ihn ^^^Aber^sei^ne Augen waren trocken und fieberheiß, während Eiseskälte durch seine Glieder kroch.

Seine Eltern waren arm geworden, plötzlich arm. Aber das war das Schlimmste nicht.

Sie hatten nur ihr Geld verloren, ihr Sohn aber ver­lor in dieser Stunde noch tausend Mal mehr, Alles. Er verlor das Paradies seliger Kindheit.

* ~

Auf Niedeck wehten die Flaggen von Thurm und Söller, Guirlanden schlangen sich festlich um die Säulen und schaukelten buntgemalteHurrah" undWillkommen über der Einfahrt. Graf Willibald kehrte in seiner Väter Schloß zurück: er nahm von Neuem Besitz von seinem Erbe, welches ihm listige und verbrecherische Ränke hatten abstreiten wollen.

Im offenen Wagen saß er und suhr durch Angerwies, daß die Funken unter den Husen der Rosse sprühten.

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L. Bechstein.

Hat einen Schatz, der nie versiegt.

Dem Unersättlichen in jeglichem Genuß Wird selbst das Glück zum Uebersluß.

es Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren;

Du mußt vom Schicksal nie zu viel begehren; Der, welchem ein bescheidenes Loos genügt,

Es war merkwürdig still und leer auf den Straßen- hie und da stand eine Gestalt hinter den Thüren, welche scheu zurückhuschte, als die Equ Page heranrollte.

Ein paar Bürger, welche nicht rechtzeitig einen Unter­schlupf erreichen konnten, zogen wie die begossenen Pudel demüthig und wehmüthig die Käpplein, und bemerkten mit Schrecken, daß der finstere Blick des Majoratsherrn sie streifte, als wären sie Luft.

Ihr Gruß blieb unerwidert.

In gedrückter Stimmung saß man Abends in der Stadt Hamburg" zusammen und besprach voll banger Sorge das Fiasco, welches man gemacht. Sie befanden sich tn mißlicher Lage, denn ihr Patronatsherr war auf das tödt- lichste von ihnen gekränkt und beleidigt worden, er war aus einem Freund zum Feinde geworden, und anstatt zu ge­winnen, hatten sie bei dem tollkühnen Hazard Alles verloren!

Nun begriffen sie es selber nicht, wie sie sich so thöricht hatten hereinlegen lassen, wie sie so ohne Vernunft und Ueberlegung hatten handeln können.

Aber es war zu spät zum Aendern, und alles Murren und Hadern half nichts mehr.

Nun hieß es, voller Resignation die Suppe auseffen, welche sie sich selber in ihrer Dummheit eingebrockt hatten, denn daß Graf Willibald ihnen nun aus Rache manch harten Brocken zu schlucken geben würde, das erschien ihnen selbstverständlich. Ihre Befürchtungen erfüllten sich nur zu bald. Der erste April stand vor der Thüre, und Gras Niedeck benutzte den Termin, der Stadt etliche Hypotheken zu kündigen, sowie verschiedene Vergünstigungen zu annulliren.

Der Bürgermeister saß blaß und zu Tode erschreckt vor diesen Schriftstücken, welche die höchste Ungnade des Grafen als Stempel am Rande trugen.

* * *

Wieder war es Abend geworden.

Das letzte Sonnenlicht zitterte um die Thüre der alten Burg. Der Himmel leuchtete im Hintergrund so klar und wolkenlos, so blendend im vollen Abendglanz, daß sich das dunkle Gemäuer dagegen abhob wie ein klassisches Ge­mälde auf Goldgrund.

Graf Willibald saß in seinem bequemen Sessel in dem geliebten Fenstereckchen und starrte nachdenklich in die schöne Gotteswelt hinaus. Jetzt erst, nachdem die nervenmordende Sorge und Unruhe von ihm genommen, jetzt, wo er die geliebte Heimath wie neu geschenkt abermals in Besitz ge­nommen, jetzt erst ward ihm bei ruhigem Ueberlegen die ganze Größe des Unrechts klar, welches man ihm hatte an-