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Rchaction: A. Scheyda.

1. Apfelthee: 4 Stück Aepfel bester Sorte werden mit der Schale in Scheiben geschnitten, mit kochendem Wasser übergossen, 5 Minuten kochen gelassen, abgekühlt, durchgeseiht, versüßt, kalt getrunken.

Ein anderer Apseltrank läßt sich bereiten, wenn man zu den Aepfeln den Säst einer halben Citrone, i/i Tasse gewaschene Rosinen und Corinthen, event. auch noch ein wenig Zimmet

Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Stemdruckerer (Pietsch & Schey )

zufügt, das Ganze weichkochrn läßt, dann durchsiebt, versüßt und erkalten läßt.

2. Brotwasser: Schwarzbrot in Scheiben geschnitten und geröstet (oder Brotrinde) in kochendem Wasser */4 Stunde ziehen lassen, durchseihen und mit Zucker versüßen. Wird ebenfalls kalt getrunken und kann mit dem Apseltrank gemischt werden.

3. Gerstenwasser: Gerste mit kochendem Wasser und einigen Citronenscheiben eine Stunde lang auf's Feuer gesetzt, dann durchgegossen und mit Zucker versüßt.

4. Eierwasser: Auf Vt Liter abgekochten und wieder kalt qestellen Wassers unter stetem sorgsamen Umrühren dar Eiweiß eines Eies, dazu 3 Theelössel seinen Zucherd oder Traubenzuckers.

5. Mandelmilch: 60 Gramm geschälte, gewascheneund fein zerriebene süße Mandeln werden mit einem Schoppen Wasser gut gemengt; die Mischung bleibt 2 Stunden lang stehen und wird dann durch ein sauberes (vorher in heißes Wasser getauchtes) Tuch stark durchpreßt und versüßt. Kalt gestellt, hält sich diese Mandelmilch drei Tage.

6. Wie Dr. von Oefele in Neuenahr mittheilt, hat man zur Herstellung von Kefir durchaus keine besondere Hefeari, also keine Kefirkörner nöthig. Es genügt auch, wenn man gewöhnliche Preßhefe mit halbprocentigem Zuckerwasser an­gerührt eine Zeit lang stehen läßt. Sodann gießt man dai Zuckerwasser ab und nimmt von der Hefe 5 Gramm auf en« Liter Milch gerechnet, während man den Rest der Hefe mit neuem Zuckerwasser anrührt. Zu den 5 Gramm abgenommem- Hefe fügt man 10 Gramm Zucker und eine halbe Tch Milch, läßt dies bei einer Temperatur von 40 Grad 2 Stund-» I stehen, und gibt es, wenn es schäumt, zu einem Liter ausgl- kochter Milch, worin 10 Gramm Zucker aufgelöst find. M dieser Milch füllt man Flaschen zu zwei drittel an und hat na^ 48 Stunden ein Getränk, das gutem Kefir völlig gleich ist;

AusGesunde Kinder."

kaum möglich ist, dasselbe in Gedanken nicht zu ergänzen, zu verbinden, zu beleben; und dann ist es nicht zerstreut, L wohl an andren Orten, es steht oder liegt (oder lag doch wenigstens bei der Auffindung) an dem Orte seiner Bestimmung, nachbarlich umgeben von Gleichartigem, nicht zusammengetragen und classificiert, wie m einem Museum. Kein Ort der Erde ist daher geeigneter, das antike Leben der Römer zu veranschaulichen, als Pompep, wir Men uns hier mitten in das altrömische Leben hinein versetzt.Sofan ich an dem Eingänge eines hofähnlichen Raumesim der^Mauer eine Steinplatte mit der Inschrift: CAVE CANEM (mmm dich vor dem Hunde in acht"), gleichbedeutend mit unserer modernen Warnung in Gärten u. bergt.:Achtung Hunde.

Die Malereien Pompejis, so hochberühmt nicht nur in der Kunstgeschichte, sondern auch in ihrer neuesten Anwendung aus die Kunstindustrie, sie sind nur geringe Vertreter der I alten Malerkunst, denn sie gehören als Wandmalereien der­jenigen untergeordneten Gattung an, welche bei uns etwa die Stubenmaler vertreten. Aber dennoch ist etwas an den Wänden Pompejis haften geblieben, in den meisten Fallen von höchster mustergültiger Vollendung. Die Wandgemälde in den Mittelflächen sind fast die einzige Grundlage unserer Vorstellung von der antiken Malerei nach dem Wesen der Composition, Technik, Form- und Farbengebung, da die Bilder, wie wir sie auf Vasen, Schalen, Trinkgefaßen u. bergt, finden, kaum Schattenrisse der alten Gemälde repräsentieren. Und wie verschieden immerhin ihr Werth sem mag, m der I großen Mehrzahl liegt ein Schatz der anmutigsten Schönheit.

Neben der eigentlichen Malerei war in der späteren Römerzeit auch die Mosaikmalerei, d. h. das Compomren von Bildwerken aus farbigen Steinen und Thonstlften , sehr üblich. DaS größte und schönste Mosaikwerk der Art ist die sogenannte Alexanderschlacht, ein überaus kühnes, und dennoch leicht überschauliches Schlachtenbild, das am 14. Oe- tober 1831 in Pompeji entdeckt wurde, und von dem Goethe schrieb'Mit- und Nachwelt werden nicht hinreichen, solches Wunder der Kunst richtig zu eommentiren, und man wird genöthigt sein, nach ausklärender Betrachtung und Unter­suchung immer wieder zur einfachen, reinen Bewurcherung zu- rückzukehren." Und wer schuf dieses Kunstwerk? Die größte Wahrscheinlichkeit spricht für eine Frau, für bte Malerin Helena, Timons Tochter aus Aegypten, von der ausdrücklich berichtet wird, daß sie eine Schlacht bei xSlfu§ eompomr habe. Es ist wahr, unser Gefühl sträubt sich dagegen, einer Frau dieses gewaltige Bild, diese Stärke in der Thiermalerei und des dämonischen Kampfes entfesselter Leidenschaften zu­zuschreiben.Aber wie die Geschichte nicht wenige Frauen vom Geiste der Deborah und Judith kennt, so weist ste auch seltene Malerinnen nach, die den ersten Malern ihrer Zei würdig zur Seite stehen."

Einige Getränke für die Krankenstube.

Was darf ich trinken?" Das ist eine Fruge, die der Arzt am Krankenbett oft zu hören bekommt. Wasser, natürlich! - auch Milch'. aber der Kranke hat vielleicht eine augenblickliche Abneigung gegen diese beiden Flüssigkeiten, er verlangt Abwechslung. Hier einige Reeepte:

Scheußliche Küchengrausamkeiten beim Schlacht« der Fische. Es ist Sitte, zu Weihnachten und besotAr- in der Fastenzeit Karpfen und andere Fische zu, essen. » Thiere werden nun meist in einer so barbarischen Weist jt Tode gequält, daß sich Hottentoten einer so gräßlichen W Handlung hilfloser, stummer Geschöpfe schämen mußten, viel mehreivilisirte und christliche" Menschen! Dre F» werden lebendig geschuppt und ausgeschnitten, den Aalen * lebendig die Haut abgezogen, häufig nachdem man sie m m Schüssel Salz sich hatmatt laufen" lassen. Die so!> Tode gemarterten Thiere werden dann als Festschmaus fa Hauptfest der Christenheit verzehrt! Nicht selten wohnendch empörenden Vorgänge auch die Kinder des Hause- ein treffliches Erziehungsmittel! Und doch ist mchts leich als einen Aal, Karpfen oder anderen Fisch völlig zu ben, wenn man ihm mit einem oder mehreren HammerW die Hirnschale zertrümmert. Er ist dann ohne Muhe ° zuhäuten bezw. zu schuppen, zu öffnen ^d zu eM « Auch ist das Fleisch eines so getödteten und gesünder, als das eines langsam unter Qualen endeten. Möchten doch alle Hausfrauen und alle besitzer ihren Köchinnen und Köchen auf s Ernsthaftes bieten, so zu Tode gemarterte Fische auf den > bringen. Wer das nicht thut, macht sich mitschuldig seinem Hause verübten strafwürdigen Grausamkeit.