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in Gießen.
Das Haus der Schatten.
Roman von Robert Kohlrausch.
(Fortsetzung.)
Verzweifelt schaute er nach oben, und da schien es ihm, als wenn die Lampe, die ohne Licht in der Mitte des Zimmers niederhing, von ihm fortzuschweben beginne, weiter und weiter, und als wenn sie ihn nach sich zöge in eine dunkle, bodenlose Finsterniß. „Unsinn!" rief er, indem seine Zähne aufeinander schlugen, und richtete seine Augen auf den Schreibtisch, neben dem er saß- aber nun erblickte er das umgekehrte Spiel, — der Schreibtisch fing an, sich zu ihm heranzubewegen, ganz langsam, langsam, aber ohne inne zu halten. Und dabei wurde es größer und größer, bis er den schmerzenden Kopf hintenüber werfen mußte, um an ihm emporblicken zu können. „Unsinn!" rief er von Neuem und sprang in die Höhe. „Ich bin nicht krank, ich will nicht krank werden!"
Für eine kurze Weile meinte er im Umhergehen ein wenig Erleichterung zu finden, doch dann bemächtigte sich seiner eine neue Qual, die schrecklicher war als alle vorau- gegangenen. Er hatte das Gefühl, als sei er nicht mehr allein in dem Zimmer, als sei etwas hinter ihm, etwas Unbekanntes, Namenloses, Furchtbares, das ihm näher und näher kam und kalte Hände nach ihm ausfireckte, ihn zu berühren, zu ergreifen, zu erdrosseln. Wenn er alle Kräfte aber zusammen- faßte und sich umwandte, um dem Entsetzlichen ins Auge zu schauen, bann sah er nichts als die leere Luft, als das vertraute Gemach oder sein eigenes, bleiches Bildniß im Spiegel.
Samstag tat 20. Mrz.
1897.
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euer Frühling ist gekommen, Neues Laub und Sonnenschein, Jedes Ohr hat ihn vernommen, Jedes Auge saugt ihn ein;
Und das ist ein Blüh'n und Sprießen, Waldesduften, Quellenfließen, Und die Brust wird wieder weit; —
Frühling, Frühling, gold'ne Zeit!
Otto Roquette.
Pflanz' edlen Samen nur, der Lohn Bleibt nimmer aus; und ob man schon Lang vor der Ernte dich begräbt, Du hast doch nicht umsonst gelebt.
Und doch, wenn er auch nicht zu sehen vermochte, was neben und hinter ihm war, allmälig meinte er es durch das Gefühl zu erkennen. Es war etwas Großes, Nebelhaftes, das sich ausdehnte und wieder zusammenzog und in raschem Wechsel die Gestalten von Menschen annahm, die er gekannt hatte in seiner Vergangenheit. Jetzt wußte er, daß ein Mädchen hinter ihm stand, jung und frisch, mit brennenden, leidenschaftlichen Augen, denselben Augen, die er in diesem selben Zimmer vor Kurzem erst vor sich gesehen hatte, von Haß und Verachtung erfüllt. Er mußte sich an die Wand lehnen, weil er zu fühlen meinte, daß die Gestalt ihn an sich ziehen und erdrücken würde- aber selbst jetzt, mit der festen Mauer in seinem Rücken, konnte er sich von der Empfindung nicht befreien, daß Jemand hinter ihm sei und jede seiner Bewegungen beobachte. Nur daß es diesmal eine männliche Gestalt war, vor der seine Glieder noch heftiger erbebten, als vor der anderen, verschwundenen, obwohl sie nichts that, als ihn anschauen mit großen, kummervollen Augen, deren Blick er empfand, ohne ihn zu sehen. Und jetzt neigte die Gestalt einen schönen, noch jugendlichen Kopf zu ihm her, ganz nahe an sein Ohr, um ihm etwas zu sagen. Er fühlte das Alles geschehen, obwohl seine Augen ihn Lügen straften, und er wußte, daß eine zerschmetternde Anklage auf ihn niederfallen würde, wenn diese Lippen auch nur zu leisem Geflüster sich öffneten. Mit einem Stöhnen, das wie ein unterdrückter Hilferuf klang, floh er mit ein paar raschen, taumelnden Schritten von der Stelle an der Wand, wo er noch immer gestanden hatte, bis zur Mitte des Zimmers, warf sich in den Lehnstuhl, wo er zuvor schon gesessen hatte, und klammerte die Hände fest um die Lehnen.
Sein Gesicht war dem Fenster zugewandt, links von ihm stand der Schreibtisch, auf dem die Lampe mit ruhigem, friedlichem Lichte brannte. Um etwas Anderes zu sehen, als diese Gestalten, die ihn ängstigten, richtete er wieder seine Augen zur Decke empor, wo die emporsteigende Wärme über der Lampe ein bewegtes Schattenspiel in dem hellen Lichtkreis dort oben erzeugte. Er sah das zarte Germgel, seinen, eilig verwehenden Rauchwölkchen gleich, aber indem er noch darauf hinblickte mit angespannten Sinnen, glaubte er zu bemerken, wie sich's verwandelte, zusammenballte, feste Formen gewann und die Gestalt eines menschlichen Gesichtes annahm. Eines bleichen, verzerrten, von Krankheit gezeichneten Gesichtes, das mit glühenden Augen zu ihm niederstarrte, den anderen ähnlich, vor denen er zuvor schon gezittert hatte. Die blutlosen Lippen schienen sich zu bewegen und schienen den Schmerzen in seinem Körper zuzurufen, ihn ärger zu quälen.


