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ier alle Tage. Aber so wahr ich lebe/' unterbrach sich die Schwätzerin plötzlich,der Herr Pfarr' schauen Übel au». Justement ist mein Kaffee fertig, und wenn der Herr Pfarr' einer alten Frau die Ehre anthun wollten."

Danke, Frau Ringler, ein ander Mal," wehrte dieser hastig, und da war er auch schon über die Gasse, während die Alte kopfschüttelnd hinter ihm das Fenster schloß.

Wo hätte Eschenburg die Gesuchte zu dieser Stunde auch wohl lieber getroffen als drüben auf dem stillen Kirchhof? Ja, dort neben einem frisch aufgeworfenen Hügel saß sie auf einem Grabsteine, eine stille Dulderin, die wie am heutigen Morgen einst Maria, kummerschweren Herzens an einem Grabe weinte.

Gertrud!" klang es in diesem Augenblick leise und doch so geheimnißvoll froh an das Ohr der einsam Trauernden.

Mit einem halb unterdrückten Aufschrei hob diese das tief auf die Brust geneigte Haupt: hatten vielleicht ihre schmerzlichen Gedanken den Mann herbei gezogen, der da so unerwartet vor ihr stand?

Ich habe Sie erschreckt," begann dieser nach eigener kurzer Sammlung,doch ich wollte nicht, daß ein Anderer mir mit der Botschaft zuvor käme, die bald genug der ganze Ort wissen wird. Gertrud," fuhr er leuchtenden Auges mit gehobener Stimme fort,Gottes Wege sind wunderbar! Kein Schatten fällt mehr auf das Grab zu unfern Füßen, und die ganze Gemeinde betrauert mit mir zur Stunde den Todten, der hier ruht, als den, der er lebenslang gewesen ein Ehrenmann!"

Wie die Dasitzende empor sprang und den Sprecher mit weitgeöffneten Augen anstarrte!

Und wer wer hat eS gethan?" stieß sie bebend hervor.

Einer, der bereits vor seinem Richter steht," sagte Ejchenburg ernst,Franz Ramming."

Todtenbleich taumelte Gertrud ein paar Schritte rückwärts.

Der der" stammelte sie,o du mein Gott, und daS das habe ich verschuldet, ich!"

Wollen Sie sich anklagen, daß sie einem, für den ihr Herz nicht sprach, keine Hoffnung gemacht haben?" fragte Eschenburg vorwurfsvoll.

Aber mein Vater mein armer Vater," schluchzte jene händeringend,wie hat er gelitten unter jenem fürchter­lichen Verdacht!"

Wer auf der ganzen Welt hätte schuldlos wohl mehr gelitten als der, dessen Auferstehung wir heute feiern?" ent­gegnete Eschenburg mit Ueberzeugung.Ihrem Vater, Gertrud, hat Gott alle Thränen abgewischt, hier aber" fuhr er bewegt fort,steht einer, der kaum weniger gelitten hat als jener, denn ein finsterer Schatten drohte bis zur Stunde zwischen ihm und seinem Glück. Gott Lob! das goldene Licht der Ostersonne hat jenen Schatten für immer verscheucht, und nun lassen Sie mich, den ernsten Mann, an dieser ernsten Stätte fragen, was sich mir unaufhaltsam aus dem Herzen auf die Lippen drängt: Gertrud, werde ich jenes so lange und schmerzlich ersehnte Glück haben und halten dürfen für alle Zeit?"

Ueber die schlanke Mädchengestalt im schwarzen Trauer- kleide flog ein Beben. Wohl öffnete sich der kleine liebliche Mund, aber über die zuckenden Lippen kam kein Laut. Dock der Strahl, der aus den nassen Augen brach, mußte wohl auch eine Sprache reden, denn als jetzt die Ostersonne mit ihrem goldigsten Glanze den stillen Kirchhof überfluthete, da kniete an einem frischen Grabhügel Hand in Hand ein junges Paar und lauschte tiefbewegt den über ihren Häuptern sich erhebenden Glockenstimmen, die der Welt verkündeten:

Christ ist erstanden AuS des Todes Banden, Freue, freue dich, o Christenheit!"

Gein-rnnützig-».

Die Geschlechter bei Eanarietwögel« unterscheidet man: 1. nach ihrem Aeußeren: Der Hahn ist intensiv gelber resp. dunkler gefärbt, namentlich um die Schnabelbasi», aus dem Scheitel und an der Kehle, hat auch einen etwas brei­teren Kopf, stolzere Haltung und kräftigere Bauart. Dar Weibchen ist stets blasser, zeigt um den Hals einen weißlich schimmernden, verwaschenen, kaum bemerkbaren Ring und aus dem Kopie eine biaßgelbe, statt hochgelbe Platte. 2. Im vorgerückten Alter, nach der Mauser oder zu Beginn der Brutzeit, kann man Hähne und Weibchen an dem mehr oder weniger entwickelten Steißzäpfchen erkennen, das beim Männ­chen mehr spitz nach vorn hervortritt, beim Weibchen dagegen breiter, weniger vortretend und mehr nach hinten gerichtet ist. Für geübte Aufkäufer ist dies das sicherste Kennzeichen.

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Wattirte Bettdecken zu wasche«. Eine wattirte Decke weicht man einen Tag in kaltem Wasser, welche» man zuweilen erneuert, ein und reinigt dieselbe, wenn der Staub ausgezogen ist, auf einem Tisch mit der Bürste und kalter, recht fetter Seifenlauge. Ist die Decke allenthalben gründ­lich abgeseift, so staucht man sie in einem Faß mit Wasser tüchtig aus, spült sie in frischem Wasser, das man mehrmals erneuert, recht klar, läßt die Decke von zwei Personen recht trocken ausringen und dann auch glatt ausschlagen. Letzteres läßt man wiederholen, bevor sie trocken ist.

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Stoffe grau zu färbe«. Man kocht für 10 Pfg. fetngestoßene Galläpfel und für 10 Pfg. weißen Weinstein in 14 bis 16 Liter Regenwasser tüchtig durch, legt den Stoff hinein, nachdem man ihn vorher in Wasser getaucht und ausgedrückt hat und kocht ihn eine halbe Stunde. Während man ihn dann herausnimmt und abtropfen läßt, gießt man für 3 Pfg. Kupferwaffer zu der Farbe, kocht den Stoff fünf Minuten damit durch und läßt ihn, vom Feuer gesetzt, noch eine Stunde darin liegen, dann spült man ihn in Flußwasser.

Humoristische».

Kein süßer Trost ist ihr geblieben. Guts­besitzerin (zur Köchin):Warum heulst Du denn so, Kathinka? Ist am End' Dein Schatz auch nach Moskau zum Militär gekommen?" Kathinka!Ach! Madam', denken's Ihnen nur, alle vier haben's dazu gemußt."

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Unvorsichtige Klage.. . Unglaublich, wie das Geld weggeht! Heute früh hab' ich hundert Mark gewechselt und nun bleiben mir gerade zwanzig Mark davon übrig!" Nicht wahr, Männchen, dafür kaufst Du mir den neuen Hut, den wir gestern sahen? Der kostet gerade zwanzig Mark!" * *

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Höchste Sparsamkeit. Verkäufer:Sie wünschen mein Herr?" Studiosus:Geben Sie mir einen Papier­kragen und einen Radirgummi zum Selbstwaschen!"

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Boshaft.Seit mein Mann an dem Operettentext schreibt, ist er immer so nachdenklich!"Wem denkt er denn da nach?"

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Borgebaut. Peperl (zum Lehrer):Einen schönen Gruß von meiner Mutter, und meine Schwestern hätten die Masern gehabt, und mein Bruder hätt' s' jetzt, und wenn ich am Montag nicht in die Schule käm', nach« hält' ich s' auch!"

Rcdactioin ®> Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Eteindruckerei (Pietsch & Schcyda) in ließen.