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Geineinnütziges

führen, das ich in den Schriften des bekannten und berühmten Oberförsters C. W. L. Glog erS, dem auch das große Ver- dienst gebührt, die ersten künstlichen Nistkästchen anfertigen zu lassen, entnommen habe:Der Obersorstmeister Dietrich zu Grünhain im sächsischen Erzgebirge berichtet in Heyers Allgemeiner Forst- und Jagdzeitung" (October 1858), daß auf seinem Bezirke zwei Rüsselkäferarten (Curcuho pini und Curculio ater) vom Jahre 1852 bis 1857 großen Schaden ge- than, und daß in diesen Jahren 1079 Thaler verausgabt worden, um die Feinde durch Menschenhände zu vernichten. Nach allen Ausgaben und aller Mühe dauerte doch der Schaden in vollem Maße fort und so beschloß der Oberforstmeister die Käfer durch Staare vertilgen zu lassen. Diese Vögel hatten bis dahin jene Gegend nicht bewohnt. Nun wurden aber in der Nähe der Fichtenpflanzungen, zum Theil aus Höhen von 3000 und mehr Fuß, 121 Staarenkästchen an­gebracht. Diese bevölkerten sich bald mit Staaren, welche das Futter für sich und ihre Jungen auf den Pflanzungen suchten; und als nun der Oberforstmeister in Gesellschaft eines Ober­försters und zweier anderer Forstleute Ende Mai eine An­zahl junger, fast flügger Staare untersuchte, fand er ihre Magen mit den genannten Rüsselkäfern vollgepfropft, und allen Käfern hatten die sorgsamen Alten die Rüssel abgebrochen. Ein alter Staar, der ebenfalls einer Untersuchung unterzogen wurde, hatte gar nichts anders als Rüsselkäfer gefressen."

Da ich glaube annehmen zu dürfen, daß die heutigen Staare in dieser Beziehung nicht minder ihre Schuldigkeit thun, so schütze und hege man diesen für die Forstwirthschch so überaus nützlichen Vogel! Man verscheuche und beunruhige ihn nicht, und er wird immer zutraulicher gegen die Menschen werden, und gern unsere Gastsreundschaft nur zu unsem Vortheile annehmen.

Schließlich will ich nun noch bemerken, daß der Stanr so riesig viele schädlichen Schnecken, Raupen, Käfer (Enger­linge), "Maulwurfsgrillen, Bremsen u. a. Ungeziefer aus der Welt schafft, daß der Schaden, den er an Kirschen, Trauben und noch wenigen anderen Gewächsen anrichtet, gar nicht inS Gewicht fallen kann, und es wäre daher sehr zu wünschen, daß alle Gemeinden sich veranlaßt fühlten, auf ihre Kosten den Staaren künstliche Wohnungen anfertigen zu lassen.

Gießen, im Januar 1897

H. Curschmann, Lehrer i. P.

Der Staar «nd seine Wohnungen.

Daß der Staar einer unserer nützlichsten, einheimischen Vöael ist, habe ich in verschiedenen Artikeln der hiesigen Localblätter, in der Thierschutz-Zeitschrift und auch m der "Landwirthschaftlichen Zeitung" zum Abdruck bringen lassen. Dabei habe ich stets besonders betont, daß er tn hohem Maße verdiene, daß ihm recht viele Nistkästchen zur Verfügung ge­stellt würden, was auch zu meiner großen Freude namentlich in unserer Stadt, in der im vergangenen Jahre wieder von Seiten des Thierschutzvereins und anderen verschiedenen Staaren- freunden 110 Kästchen aufgehängt wurden, geschehen ist- aber es ist dies auch in der Zukunft dringend nöthig zu thun, da die natürlichen Wohnungen der Staare- die hohlen Bäume, in Wald, Feld, Flur, Gärten u. s. w. immer mehr und mehr verschwinden. Gerade die Herren Forstbeamten räumen ge­waltig mit den hohlen Bäumen im Walde auf- dagegen muß aber doch höchst lobend anerkannt werden, daß dieselben auch nicht versäumen, eine recht große Anzahl Staarenkästchen an ihren Waldbäumen anbringen zu lassen, um der Wohnungs- notb des überaus nützlichen Staares zu steuern.

Gute Kautschukschmiere zur Conservrrung w Lever. Eine solche kann auf folgende Weise bereitet roeM Man nimmt 4 Loth Kautschuk, 6 Loth Schweinefett B 24 Loth Leberthran, legt das Kautschuk in heißes Wag, bis es weich geworden ist, dann zerschneidet man es in einer Scheere in möglichst kleine Stückchen, trocknet, M es mit den fettigen Substanzen in einen Topf und über 8 das Ganze auf einem heißen Ofen oder im Wasserbade mi öfterem Umrühren der völligen Auflösung, dre aller g etwas langsam von statten geht. Die Schmiere, die - Leder wasserdicht macht, kann mit einer Bürste aufgemg- werden.

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LeVerlack. 6 Theile Mastix, 30 Theile Colophvnm und 12 Theile afrikanischen Copal schmelze man vis z völligen Vereinigung in einer Schale zusammen, Pulver dem Erkalten das Gemenge, setze noch ein Theil Pulven Benzoe hinzu und übergieße das Ganze mit. 100 9 Alkohol. Nach erfolgter Auflösung hat man obigen te

Schutze vor Mund und Nase, oder lege sich gar jenen Maul- I korb, den Respirator, an. Denn hinter diesen ^genannten Schutzvorrichtungen kann die Ausathmungvluft nicht schnell aenuq entweichen und man athmet daher zum größten Theile immer wieder die schlechte, eben ausgeathmete Luft ein. Stürmt draußen der Ostwind, schlägt Schnee oder Regen prasselnd gegen die Fenster, dann bleibe man lieber daheim. Auch in der Häuslichkeit kann man sich Bewegung verschaffen. Herumhantiren in Stube und Küche, Auf- »nd Abgehen im Zimmer und besonders Treppensteigen bieten als Ersatz sehr gute körperliche Bewegung dar.

Eine große Hauptsache für die Munterkeit des Geistes und Gesunderhaltung des Körpers rat Alter ist Gemuths, und Seelenruhe. Diese kann man erreichen, wenn man sich mit Energie gewöhnt, das Leben von einer wohlwollenderen, freundlicheren Seite aufzufaffen. Der denkende Sterbliche legt sich im vorgerückten Lebensalter die Frage vor: Was denn eigentlich das Glück sei, dem man '» der ^ugend nach­jagt, und findet dann, daß die meisten Menschenkinder den irrigen Glauben hegen, der Andere sei glücklich. Und doch hat Jeder in seinem Innern verborgen einen wunden Punk , eine schmerzende Stelle. Aber auch die sich für unglücklich Haltenden besitzen immer noch etwas, um da^ sie beneidet werden, was das Glück von Anderen bilden wurde Em Blick auf den Verlauf seines Lebens zergt dem Menschen, daß die höchsten Güter hienieden Zufriedenheit und Gesund­heit sind, zu deren Erhaltung bis in's höchste Lebensalter Jeder ein gut Theil selbst beitragen kann. Mögen diese unschätzbaren Güter auch im neuen Jahre allen lieben Alten in höchstem Maße beschieden sein!

Wie wir aus sicherer Quelle vernommen haben, gebt der Herr Forstmeister Heyer von hier auch in dieser Be­ziehung mit einem schönen Beispiel voran, denn derselbe laßt ' auch in diesem Jahre wieder 80 Staarenkästchen, gewiß eine startliche Anzahl, in seinen Waldungen anschlagen, und wenn dieselben einmal alle bewohnt sind, woran nicht zu zweifeln ist, so schickt benannter Herr jährlich nahezu an 1000 Staaren auch zum Nutzen der Landwirthschaft auf die Felder und Wiesen, die da unzählige schädliche Geschöpfe, namentlich auf dem Felde die gefräßigen Ackerschnecken massenhaft vertilgen. Aber auch dem Walde nützt der Staar nach dem berühmten Naturforscher Lenz unendlich viel, denn er vernichtet erstaun­liche Mengen der waldverderbenden Rüsselkäfer und füttert auch ferne Jungen mit solchen. Um dies noch näher und be­stimmter zu begründen, will ich ein interessantes Beispiel an-

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch &