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Wie kommt nun aber bei den übrig bleibenden Mr- I wundungen, welche scheinbar nur noch ein sehr kleines Gebiet umsassen können, eine „Blutvergiftung" zu Stande?
Durch die Verbesserung der Mikroskope und durch die Vervollkommnung der medicinischen Untersuchungsmethoden haben wir erfahren, daß die ganze organische und anorganische Natur belebt und durchsetzt ist von kleinsten pflanzlichen Lebewesen, Mikroben, Mikrokokken und Bacterien. Luft, Wasser und feste Körper enthalten m großer Zahl solche ®e- bilde, die sich unter günstigen Verhältnissen sehr schnell ins Ungemessene vermehren. Unter diesen gibt es nun solche, welche in Berührung mit lebenden Geweben stets Eiterung und Fäulniß erzeugen. Kommen solche Bakterien meine Wunde, so entsteht eben Eiterung. Bei normalem Wund verlauf bilden sich in den verletzten oder durchschnittenen Blutgefäßen alsbald Faserstoffgerinnsel^(Thromben), welche gleichsam das Loch verstopfen und abschließen, die Blutung stillen, nach und nach sich in Gewebe verwandeln und dadurch die entstandene Lücke wieder ersetzen helfen. Kommen aber gleich bei der Verletzung oder bald darauf, solange sich noch kein trockener schützender Schorf gebildet hat, eitererregende Baeterien auf die Wunde, so tritt alsbald "ne Eiterung der oberen Wundfläche ein, welche bei der rapiden Vermehrung der Bacterien schnell nach innen weiter greis | eine eiterige Erweichung und faulige Zersetzung den benachbarten Blutgefäßen gebildeten Faserstoffgerinnsel (Thromben) zur Folge hat. Da nun der Blutstrom fortwährend an diesen eiterigen Thromben vorbeifließt, recht sehr leicht Theilchen derselben mit sich fort, spult sie von Ader zu Ader, oft in einen weit entfernten KörPertherl, bis sie sich schließlich in irgend einer feinsten Verästelung des Adernetzes einkeilen. Sofort fangen dort die Bacterien wieder ach sich äußerst rasch zu vermehren, und bewirken auch an dieser S e eine heftige eiterige Entzündung, ein Geschwür. Jetzt ha e wir also schon zwei vereiterte Stellen im Körper. Bald werden nun auch von hier in gleicher Weise wie vorhin durch den Blutstrom Theilchen der bacterienhaltenden Thromven weitergeschleppt, es entsteht em neues Geschwür tn einem anderen Körpertheil, und so vermehren sich die Vereiterungen äußerst schnell in ungeheuerlicher Weise, das Blut wird immer mehr zersetzt und verjaucht, der Mensch geht schließlich an
nicht einmal die durch giftigen Schlangenbiß verursachte, welche 1 doch eigentlich im wahrsten Sinne de- Wortes etne solche ist Vielmehr versteht man unter Blutvergiftung eine von zunächst am unschuldigen Wunden ausgehende eiterige Zersetzung der verschiedensten Körpertheile. Wir wollen daher heute auch nur diese Erkrankung einer näheren Betrachtung unterziehen.
Der Volksmund lehnt sich mit dieser, eigentlich unwissenschaftlichen Bezeichnung an die von Altcrs her überkommene Ueberlieferung an. In den ärztlichen Schriften des 1 Alterthums und des Mittelalters, so namentlich tn der Hippokratischen Sammlung, ferner bei Celsus, Galenus und bet den Ebirurgen der Salernitanischen Schule werden überall unter der Bezeichnung Blutvergiftung Geschwüre geschildert, welche bösartige, brandige, schnell fortschreitende und wettreichende Zerstörungen herbeiführen und das Leben bedrohen können. Darb erklärt in seinem Buche „Wundartzneh vom ^ahre! 1635 den Übeln Verlauf, den die Wunden oft nehmen, dadurch, daß es sich dabei um eine Verderbniß °der Faulmß der Wunde durch eine bösartige Constitution der Luft handelt, weiche einen fauligen Zustand derselben herbe-führt. Wrr finden also schon vor zwei und einem halben Jahrhundert bei diesem Forscher den Verdacht auftauchen, daß die Schädlichkeiten, die während des Verlaufes einer Wundheflung zur Blutvergiftung führen, von außen her emdrmgm muffen und nicht von vornherein in der Wunde oder tut Blute sich befinden. Natürlich sind davon ausgeschlossen, auch tn unsrer Betrachtung, alle diejenigen Fälle, in denen gleich bet der Verwundung wirklich chemisch giftig wirkende Stoffe in das Blut gelangen, wie bei einer Verletzung nut absichtlich vergifteten
Die Behandlung einer solchen Blutvergiftung ist ziemlich aussichtslos. Selbst energische operative Eingriffe vermögen den Verlaus der einmal entwickelten Krankheit meist nicht mehr aufzuhalten. Wohl versucht man bisweilen durch Abnahme desjenigen Gliedes, an welchem sich dw ursprüngliche Verletzung befindet, den übrigen Körper vor Zersetzung zu bewahren, aber leider meist ohne Erfolg. War der erste Eiterherd z. B. an einer Zehe, so amputirt man den Fuß oder auch den Unterschenkel oder gar den ganzen Schenkel. Die häufige Erfolglosigkeit einer solchen Operation wird Jeder nach der vorherigen Schilderung verstehen. Da nämlich m ber Regel eiterige Gerinnsel in die entferntesten Körpertheile - chw-mm. w-!d°-n, ncht -- mch.- mehr. d-° «WA« Eiterherd zu beseitigen. Man muß eben bem unabwetür baren Schicksal seinen Lauf lassen, hier erweist sich des Menschen Wissen so recht als Stückwerk, er ist ohnmächtig GßQCitübcT ber dUntäcbttQcn 9^cituic 1 _
Aber der gütige Schöpfer hat uns Verstand verliehen, damit wir den Urfachen der Dinge nachforschen und sieu unserm Vortheil ausnutzen können. Haben wir die Ursachen von Leiden irgend welcher Art richtig erkannt, so werden wir natürlich als vernünftige Wesen sie zu bermetben, ihnen vor- mbeugen suchen. Dies gilt namentlich bei der Blutvergiftung und sichert allein unfehlbaren Erfolg. Mr wollen uns dies an einem häufig vorkommenden Beripiel klar machen. ES hat Jemand beim Beschneden eines Hühnerauges an der Zehe ein wenig die gesunde Haut verletzt, sodaß em Tropfen Blut kommt. Unter normalen Verhältnissen würde ^s Blut an der Luft sehr bald gerinnen, es bildete sich em fdjufcenber Schorf, unter der der Heiluugsproceß ungestört von Statten ainge. Nach einigen Tagen, sobald sich neue Haut gebildet fiätte würde der Schorf abfallen und die Wunde wäre ge- heilt' Was geschieht nun aber statt dessen oft? Der Tropfen Blut wird abgewischt und ruhig Strumpf und Schuh an- aetoaen Die Wunde ist ja zu unbedeutend, metnt man, als daß Hs. Umst-nd- fall«. Nu- mit fto aber die verletzte Stelle an den rauhen Fasern des Strumpfes bis zur Entzündung wund, Schmutz von Zehen und Strümpfen, Schweiß, Staub von außen und die allgegenwärtigen Batterie» bringen nicht nur ungehindert in die Wunde em, sondern werden sogar von der Fußbekleidung gewaltsam hmemgerieben. Bald entsteht Eiterung — und der Anfang der Blutvergifurig ist da. Befand sich gar im Strumpfe eine giftige Farbe, o gebt dieser Prozeß natürlich noch schneller vor sich. - öm anderes Beispiel: Es hat sich Jemand, oder em Kmd das andere leicht gekratzt. Die kleine Wunde wird nicht weiter beachtet. Bei dem Kratze» sind aber Schmutztheilchen von den sogenannten Trauerrändern unter den Nägeln unter die Haut gelangt, dazu dringen aus der Lust eitererregende Bacterien ungestört in die offene Wunde, und - wieder entsUht eine schwere Blutvergiftung. Natürlich sind immer solche Verletzungen die gefährlichsten, bei denen, wie hier, gleich bet ihrer Entstehung schädliche Stoffe eingeführt wurden. Also sind verrostete Nägel schlimmer als ganz reine; faitftge W Witter sind gefährlicher als frische. Aber auch diese anfänglich | ungünstigen Momente kann man beseitigen, wenn man von
Blutvergiftung" zu Grunde. Der eben geschilderte Verlaus gebraucht aber immer »och vom Moment der Verwundung an noch einige Zeit, ehe er zum Tode führt, weil wir angenommen haben, daß die Eiterbestandtheile nicht in edle Organe gespült wurden. Anders verhält es sich, wenn ein Eiter- vllock z. B. in das Gehirn oder in die Lunge kommt; in ersterem führt er sehr schnell den Tod herbei, in letzterer wenigstens eine schlimme locale Erkrankung.
Gleich nach der Bildung der ersten Eiterherde im Körper zeigen sich bei dem Patienten schwere Allgemeinerschemungen. Es entsteht zunächst ein ftarfer
Dauer, hieran schließt sich meist em heftiges Fieber, das bald zu großer, körperlicher Hinfälligkeit, Schwache und Abmagerung führt; unter Zunahme dieser Erscheinungen erfolgt dann mers


