Ausgabe 
11.11.1897
 
Einzelbild herunterladen

verscheidet nicht von daß die irsachende

ickte Reh- man aus alz, einer nd etwas nd richtet in dünstet de, ferner i Fleisch- rnd drückt toffelmchl

:en Onkel :Onkel swegs, er :n:Muß

hält eine Bilde eine ) die Lein- 5 sich aber in einem

der ihm sind aber Euch!"

>ie Schilde- :treibungcn llem dessen mndärbahn

;en Restau- t:3 be-

st Du denn Hänschen:

r illustrirten llen bringen Hirschfänger", r einem ver- ürften, rettet er Gefahr idenschaftliche en Mädchens e Dame eine ing" ist die i Herzen aus 24 enthalten lsbald durch iner Familie ch derjenigen

Gießen.

Der Majoratsherr.

Roman von Rataly ». Gschstruth.

(Fortsetzung.)

Wochen waren vergangen, und ein sehr zeitiger Frühling lockte bereits Primeln und Veilchen zwischen dem jungen Wiesengrün hervor! Nie hatte die Welt so wonneschön und lockend vor den Blicken gelegen wie jetzt, und wenn Wulff- Dietrich an dem spitzbogigen Hochfenster stand und hinaus auf das lachende Land blickte, dann ward sein Herz weit und voll ungestümen Verlangens, hinauszuwandern in die schöne Gotteswelt und sich ihrer Pracht und Wunder zu freuen!

Schon längst hegte er den geheimen Wunsch, einmal eine Rheinreise zu machen, eine echte, rechte Wanderfahrt durch das Land, ohne Roß und Wagen, nur mit dem Stab in der Hand als freier Bursch, welcher bleiben kann, wo ihm die Schönheit zuwinkt und welcher fröhlich weiterzieht, wenn es ihm zu Sinne steht.

Sein Bruder Hartwig verbrauchte monatlich das Doppelte und Dreifache, was er zu einer solchen Reise benöthigt haben würde, und es wäre wohl nur gerecht gewesen, wenn die Eltern auch den ältesten Sohn einmal in die Welt ge­schickt hätten, wenn der jüngste kostspielige Bäder besuchte, oder zu den Rennen umherreiste. Graf Rüdiger aber hatte nie daran gedacht, unaufgefordert zu geben, und Wulff- Dietrich, welcher nie die Börse der Eltern in Anspruch ge­nommen, hätte sich eher die Zunge abgebiffen, als den Eltern für sein Vergnügen Kosten aufzuerlegen. Er wußte ja, wie es daheim um die Finanzen stand und gerade das Geld, und die unwürdige, unverzeihliche Art, wie Graf Rüdiger es durch Entmündigung des völlig gesunden Vetters hatte an

W

Rii Elk

1 ji®O

uiv

l'aj'.illl fpäö;

- EMJO U vo

as Gebet ist, laß Dir sagen Und bewahr's im Herzen still, Beten ist ein schüchtern Fragen, Ob, was Du willst, Gott auch will.

Vom Unglück erst Zieh ab die Schuld;

Was übrig ist, Trag' in Geduld.

Storm.

sich bringen wollen, war die Veranlassung zu dem unheil­baren Riß, welcher ihn mehr und mehr von dem Elternhause losgelöst hatte.

Nun, seitdem er den Gehalt eines Oberförsters bezog und in Rauenstein ein so zurückgezogenes, bescheidenes Leben führte, war es ihm möglich gewesen, aus eigenen Mitteln den Betrag für eine Reise zu ersparen, und wenn ja die Summe eine bescheidene blieb, so übte dennoch das Bewußt­sein, sie eigenem Fleiß und eigener Kraft zu verdanken, einen ganz besonderen Reiz!

Der Frühliyg am Rhein sollte ja so ganz eigenartig schön sein, und ein Urlaub war gerade in jetziger Zeit, wo er sozusagen schon einen Stellvertreter im Hause hatte, be­sonders leicht zu nehmen.

Wulff-Dietrich hatte seinen kleinen Koffer gepackt und fuhr, das Herz voll jauchzender Wanderlust, zu der Bahnstation.

Einen Abstecher zu den Eltern wollte er zuvor nicht mehr machen.

Sie zürnten ihm ernstlich, daß er all ihren Befehlen nicht gefolgt war und erst in der Residenz erschien, als Pia von Nördlingen wieder abgereist war.

Wie schwer war ihm das Alles geworden, aber es gab keine Wahl für ihn, und er hatte sich guten Muthes in sein unabänderliches Schicksal gefunden.

Als er nun so allein im Wagen saß und unter den rauschenden Kronen des Waldes dahinfuhr, durchkreuzten ganz absonderliche Gedanken sein Hirn. Er überlegt, daß es recht hemmend und hindernd für einen jungen Mann sei, als Graf Niedeck zu reisen, denn der BegriffNoblesse oblige war zu Fleisch und Blut in ihm geworden.

Er war ein zu vornehm denkender Mann, um jemals seinen Namen und sei es in noch so unbedeutender Weise, herunterzuziehen. Es gehört sich für einen Grafen Niedeck, in den ersten Hotels abzusteigen, gräfliche Trinkgelder zu geben, zu fahren anstatt zu gehen, kurzum, in jeder Beziehung standesgemäß anfzutreten.

An den Träger eines solch distinguirten Namens stellt man schon von vornherein ganz andere Ansprüche, als wie an einen unbekannten Oberförster oder Forstassessor, welchem es Keiner verargen wird, wenn er so anspruchslos und be­scheiden wie möglich seines Weges zieht.

Wulff-Dietrich lachte schalkhaft vor sich hin, so über- müthig, wie es seinem ernsten Wesen sonst völlig fremd war!

Auch dieser neue Gedanke reizte ihn an und machte ihm Freude. So muß es einem Prinzen zu Muthe sein, wenn er Krone und Ordensstern daheim läßt, und in den