Ausgabe 
11.5.1897
 
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Mann zu uche. e erinnerte nken, jeder leichtherzig i nicht mit ob sie sich ldlich sagte: :r wir uns chotographie r." und daran wem letzten ne Stellung lammet mit aus seiner vor. Beide

versuchen," metjäckchen," :te, und als hinein kam, schlüssel ge> achen gehört in Minchens Körbchen am

langen Sie undlich, daß n Gegentheit ien gedachte, die Schalen Teller.

nd er konnte

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hinaustrat. Was war das? Die Thür im Doctorhaus stand offen, ein Licht, als würde es umhergetragen, huschte an den Fenstern vorüber, und als er mit einigen em gen Schritten die Hausflur erreicht, stürzte Fräulein Minchen

weiße Damasttuch. ,

Walter fuhr zusammen. Als sei Therese selbst etit Leid I geschehen, war ihm zu Muth.

Gut, daß es nur die Theerose ist, das häßliche, gelbe Ding," meinte Alma geringschätzig.Sie paßte garnicht in meinen Strauß, und nur Fräulein Minchen, bte eine I Schwärmerei für den süßlichen Dust hat, schmuggelte sie ein.

Entblättert, zertreten!" summte es in seinen Ohren, und er gab der Frau Bürgermeister, die ihn fragte, ob ihm geschnitztes Eichenholz oder Palisander besser gefiele, eine solche eonfuse Antwort, daß sie ihn ganz erstaunt anblickte.

Nach Schluß der Bureaustunden erschien auch das Stadtoberhaupt im Familienkreise. Eine kleine Bowle wurde I gebraut, allerlei scherzhafte Toaste ausgebracht. , I

Ich glaube, Ihr habt heute noch gar nicht einmal miteinander angestoßen, Kinder," meinte der Burgermels er, I der sich nach und nach seiner hoheitsvollen Miene von vorhin zu entledigen begann. s t I

Alma erröthete über und über und hielt ihr Glas so schwankend, daß der Wein herausfloß und Klerd nebst Schürzchen befleckte. . _, I

Ich habe nicht Schuld," schmollte sie,es war Ihre Hand, die zitterte." . . .

Hoffentlich werde ich heute zu ferner schwierigen Operation mehr gerufen, ein Arzt dürfte nicht mehr tote eiu Glas trinken," versuchte er zu scherzen.

O, später werde ich alles Trinkbare verschließen, | lachte sie, bann biß sie sich auf bte Lippen, sprang auf un wollte fliehen. . r.

Walter hielt sie fest. Sein leichter Smn würbe stets durch ihren Uebermuth angesteckt, fortgerissen. Tausend fröhliche Erinnerungen theilten sie miteinander. Und jetz, wo ihre rosige Wange, ihr kleines, wohlgeformtes Ohr ihm .so nahe waren, siel es ihm ein, wie manchen heimlichen Kutz er ihr früher geraubt. Jetzt war sie seine Braut, ba seine grau, und ehe er noch recht wußte, rote es geschehen, hatte er sie geküßt. .

Treuloser Schurke, treulos Beiden," glaubte er es in seinen Ohren schallen, an den Wänden wiederhallen zu Horen, doch die kleine, volle Hand brückte so zärtlich bte feine, batz es ihm ganz warm ums Herz würbe unb er aUmaltg bte Zukunft in ganz anberem Lichte zu betrachten begann.

Dazu bte prickelnbe Champagnerbowle, bte lobtaie Stimmung, bte ber Bürgermeister herauszukehren für gut fand, die Stunden, die ihm erst wie Schnecken krochen, sch ene» aus einmal Flügel bekommen zu haben. Es schlug Mttter- nacht, als er mit erhitzter Stirn in die laute Sommernacht

es sich eigentlich ganz hübsch denken, sich von ihr immer so I bedienen unb umschmeicheln zu lassen.

Wenn nur nicht Therese wie ein bunkler Schatten tu fein Leben gefallen wäre. Der Gebanke an sie machte ] ihn noch toll, währenb er hier ruhig sitzen, ben Ange­nehmen spielen mußte. Was wirb sie sagen?Kamt ich mit ihrer Verachtung auf ber Seele weiterleben?" fragte er sich, währenb bie zukünftige Schwiegermutter eben in Erwägung zog, ob bte Wohnung bei dem Bäcker Rolof ober ber Oberstock bes Kaufmanns Elkuß besser für bie Ansprüche des jungen Paares geeignet sei.

Mitte» auf ber Tafel ftanben in einem hohen Kelchglas frifdje Rofen bunt durcheinanber. Wie gebannt hingen seine Blicke an einer geblichen Theerose, bie ihren halbverschlossenen Kelch leise über ben Raub bes Bechers senkte. So sinnenb hielt auch Therese oft ben Kopf, unb so bleich unb buftig zugleich war auch ihr Teint. Je länger er hinsah, j- lebhafter wurde er an sie erinnert. Wie ein geliebtes Antlitz selbst, bas er oft heiß geküßt, rnuthete ihn die träumerische Blume an.

Alma, die nach einem Körbchen duftender Walderdbeeren hinüber langte, blieb mit einem ihrer vielen Armreifen an dem Bouquet hängen. Die Rose, auf welcher noch immer fein Auge ruhte, schwankte und fiel entblättert auf das

Mrschenkt.

Von Helene Lang-Anton.

------- (Nachdruck verboten.)

Immer liebenswürdig, immer galant und doch "

Junggeselle," unterbrach Herr Steinhof bte muntere Baronin von Riebel.Ja! ja!" -wieso? warum? Haben Sie nie geliebt?" Diese Fragen stürmten von allen Seiten auf ben freunblichen alten Herrn ein, ber stets m Damengefellschaft, fast nur in solcher sich wohl zu befinben schien unb boch so ganz allein dastanb.

Wehmüthig wehrte er bte Fragen ab:Ich wettz es nicht, man sagt, an jeben Menschen tritt bie Liebe einmal heran, ich habe sie"Nun, nun!" tönte es im Chorus verschmkt ! enkt un§ jum Besten,"

schmollten bie Damen.Nein, nein," vertheibigte sich der Angegriffene.

Erzählen, erzählen." . ...

Sie wissen," begann Herr Steinhof,batz ich in lungeren Jahren viel bie Welt burchreist habe, jung, übermütig unb nicht feig, trotzte ich allen Gefahren, ja, tief ihnen sogar tn ben Weg, unb war oft nahe baran, meine Waghalsigkeit mit bent Tode zu büßen. ,

Am schlechtesten erging es mir einmal tu Süd-Amerika, mo ich von den Einwohnern bei einer einsamen Streifung überfallen unb maffacrirt worben wäre, wenn nicht ein junges Mäbchen zufällig herbeigeeilt wäre, meine hoffnungslose Sage aesehen unb bie Eingeborenen flehentlich beschworen hätte, mich frei zu geben, was sie auch enblich, zögernb unb murrenb, thaten. Sie hatte ihnen gesagt, baß wir uns liebten, unb daß ich einer ber Ihren werben wollte. Genug, ich bankte ihr mein Leben.

I Als ich sie fragte, was ich ihr als Gegenbienst leisten

schreckensbleich ihm entgegen.

Ach, Du mein Gott, das Unglück," jammerte sie. Den Baron hat ein neuer Schlaganfall getroffen, es soll sehr schlimm mit ihm stehen. Der Christian kam iu bte Stabt hineingejagt, als ob es hinter ihm brenne. Es blieb keine Zeit nach Ihnen suchen, unb so hat sich ber Aböls selbst aufgemacht, um zu sehen, ob noch Hilfe möglich. Die alten Füße zitterten unter ihm, aber er verbiß die Schmerzen. Ach, wenn er ihn boch noch lebenb angetroffen hätte!

Senqlin staub rote zu Stein geworben ba. Therese frei unb er gebunden! Als ob der Wahnsinn seine Krallen ihm ins Gehirn schlüge, war ihm zu Muth. Therese frei Ein wildes Hohngelächter war seine einzige Antwort daraus.

Entsetzt wich das kleine Fräulein vor ihm zurück. Da habe ich nun die Augen mir nach Ihnen ausgesehen, klagte sie,und jetzt sind Sie so sonderbar Wenn Sie nur gleich, so wie Sie gehen und stehen, hinaus auf s schloß eilen möchten. Es würde mir ein Trost sein, wenn ich Sie

I meinem alten, armen Adolf unb ber Therese zur Seite wußte.

Wieber lallte er laut auf.Aufs Schloß, ihr vor bie Augen treten. Nimmermehr! Ich komme ja eben von meinem Verlobungsmahl, unb von bort geht man an letrt Sterbebett. Warum gratuliren Sie mir nicht? Sehe ich beim nicht ans, wie ein glücklicher Bräutigam?'

Minchen? zitternber Hanb entfiel das Licht und ver­löschte auf dem weißen Fliesenboden.

Was Sie ihr angethan haben, das verzeihe ^hnen Gott. Ich kann es nimmermehr," sagte sie ganz laut. Noch nie im Leben hatte sie so energisch zu Jemand ge^ sprachen. Die Dunkelheit gab ihr wohl ben Muth bazu.

(Fortsetzung folgt.)