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mit und das

Mein Sohn, jawohl, mein Sohn," sagte die Frau, indem sie mrt der rechten Hand auf ihre Brust schlug, in einem Tone, dessen stammelnde, athemlose Wuth schrecklicher war, als ein lautes Geschrei.Mein ist er gewesen von an0 ttnz denn Du hast ihn gehaßt und verleugnet seit dem

Tage., Er hätte mein Glück werden können, und Du hast ihn mir genommen! Du hast ihn hinausgestoßen zu Fremden, wo die Liebe der Mutter ihm fehlte, von wo das Heimweh ihn forttrieb in die weite Welt. Aber das war es ja, was Du wolltest. Ermorden konntest Du ihn nicht u,c^t ~t.e Liebe, nicht die Tugend, nicht Dein Vater- gefuhl, was Dich davon zurückhielt, es war nur die ganz gemeine Furcht vor Strafe und Entbehrung, so hast Du ihn verschwinden lassen, ganz heimlich, ganz ohne Geräusch und ohne einen Tropfen Blut zu vergießen."

Thürpfosten anklammerte und rief:Seht man, seht man bloß Fräulein Tietjens, ihr wird ohnmächtig!"

Sie stürzte auf die Wankende zu, die unhörbar die von Neuert bet seinem Eintritt nicht fest verschlossene Thür geöffnet und die Küche betreten hatte. Eine häusliche Be­sprechung mochte sie hergeführt haben,- jetzt aber suchte sie mit ihren erlöschenden, unsicheren Blicken nur noch die beiden Gestalten, die da inmitten des Raumes einander gegenüber standen, und machte in halber Bewußtlosigkeit eine Bewegung, als wolle sie die ihr dargebotene Hilfe von sich weisen. Von den vier Frauenaugen getroffen, die angstvoll und gespannt auf ihm ruhten, stand Neuert einen Augenblick schweigend und schaute, unschlüssig von der einen zur anderen, um sich dann mit einem heftigen Zurückwerfen des Kopfes loszureißen, em paar unverständliche Worte zu murmeln und mit leisen, hastigen Schritten die Küche zu verlassen. Noch einmal streckte Fräulein Tietjens die Hände nach ihm aus,- es war, als wollte sie ihm folgen, ihn halten. Dann aber schienen ihre Kräfte sie zu verlassen, sie sank auf einen Stuhl und einem lauten, seltsamen Schluchzen, in dem Weinen Lachen durcheinander klangen, schlug sie die Hände vor Gesicht.

Die Sorge verschwand bei ihren Worten aus seinen ?tn2ew/rU?te Änb' bie fie 'hm gütig reichte, und ging zur Thür, um sich dort noch einmal umzuwenden und Frau ^zna geheimnißvoll und freundlich zuzuwinken. Als er I $rau^n barg er die Tafel, die ihm Stimme und Sprache war, sorgsam wieder auf der Brust unter dem Rock,- indem "°ber nun der Treppe zuschritt, die nach unten führte, er- Ä?" bJe^nerun9 an das eben Geschehene mit erneuter ?*ftfexUnb ble ^"ste ballend, schüttelte er sie drohend nach der Richtung des Hauses,, wo er Doctor Jaksch vermuthete

Vielleicht hatte er die Hände nicht so zornig erhoben, ~en" ^Mußt hätte, was dort im Augenblick geschah. Doctor ^aksch mußte vor Kurzem erst heimgekommen sein. Er saß, den leichten Ueberzieher noch auf dem Körper, an semem Schreibtisch- den Hut hatte er vor sich hingelegt, dicht neben die Lampe, die er entzündet, aber nur mit dem Cylinder, nicht mit der Kuppel bedeckt hatte. Die hielt er in den Händen, wie gelähmt für einen Augenblick durch die Er­scheinung, die so plötzlich vor ihn getreten war, durch die Worte, die auf ihn niederfielen, wie ein Gewitterschauer. Er hatte das verzerrte, wutherfüllte Gesicht, das nun wirklich dem eines raubgierigen, mordlusttgen Thieres glich, der Frauengestalt neben dem Tische zur Linken zugewandt, und das unverhullte Licht ließ die Bosheit und Tücke seiner ßiiqe, hervoAreten 9fatte herabgefallen war, deutlich

Ich kenne ihn und ich kenne auch das Verbrechen," sagte Frau Henninger mit einer Stimme, in der Zorn/ Ab- Den Namen des Anderen aber muß ich erfahren um jeden Preis. Wenn Sie es aut mit mir meinen, so sagen Sie ihn mir."

imh bankbares Leuchten ging über sein häßliches Gesicht, I' b b'e Hande, wie zum Zeichen, daß er den Segen ©u auf Haupt herabrufen möge.Alles für X 'S sL xw,la'

HÄX'Ä* 9!amen" r, ,^un zauberte er doch ein wenig und blickte scheu um sich her, ob Niemand außer ihr Zeuge sei von dem was er jetzt niederschreiben wolle. Doch dauerte sein Zögern nur einem festen Griff, in dem sich Groll und Entschlossenheit ausdrückten, faßte er die Tafel und in Oberen, stärkeren Zügen, als die früheren Worte, schrieb er den Namen, den sie zu wissen begehrte. Da stand er vor |

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Henninger war mit ihrem stummen Begleiter eilig ihrer Wohnung zugeschritten, des Regens nicht achtend, der sanfter, aber ohne Aufhören fiel. In ihrem Zimmer hatte sie Licht gemacht und die Vorhänge vor den Fenstern Herabgelaffen,- jetzt stand sie dem Taubstummen im Hellen Scheine der Lampe, deren Schirm sie absichtlich entfernt hatte, gegenüber. Sich trotz ihrer Erregung zu langsamer, deut­licher Bewegung der Lippen zwingend, sagte sie:Der Mann vorhin war Ihnen bekannt- wissen Sie seinen Namen?" , Zur Tafel zu greifen, die er bereits hervorgezogen hatte, gab ihr Basmann durch lebhaftes Kopfschütteln seine lautlose Antwort.

Was wissen Sie von ihm?"

Zbtzt begann er zu schreiben.Ist ein schlechter Mensch. ^."Verbrecher. Sich vor ihm hüten. Sie nicht ins Un­glück kommen!"

Mit schmerzlichem Ausdruck nickte sie zu seinen Worten. Berichten Sie mir Alles, was Sie wissen," sagte sie.

Er sann einen Augenblick nach, indem er den Griffel in ferner Hand aufmerksam betrachtete, um ihn dann wieder voll Elfer über den Schiefer dahingleiten zu lassen. In weißen Linien traten die Worte auf dem dunklen Grunde I Aber-Bin kein Aufpasser, kein Zuträger. Habe aber I Sm' ®°frte *on L'ppen. lesen. Habe zufällig einmal zwei Männer belauscht, die stritten um den Lohn für ein Ver- brechen. War auf dem Wall, in den Anlagen. Saß auf ihnen m ber Nähe» Der vorhin war der eine von I

I $r/ üicht ungeahnt, aber nun doch mit kaltem Sckrcck-n e- überrieselnd, den Namen des Mannes, den sw f,e

ha"« mit demJnstinct einer reinen Seehund der °n ihre Hande geliefert wurde, als schuldiger, überführter V-t brecher:Doctor Jaksch!" ' 9rter Ver-

Schweigend, mit großen, weitgeöffneten Augen starrt-. I )te auf die beiden Worte da vor ihr. Ja sie

ben Schurken, der ihr den Bruder verführt hatte der zwischen sie und das Glück ihrer Zukunft getreten war A fte empfand es mit wachsender, blendender Klarheit der die Kluft hatte erbreitern helfen, die zwischen ibrh öem Geliebten lag. Sie gedachte des Winters und seiner Schmerzen, und ihre Hände ballten sich so fest wfnJm,, daß die Nägel sich in des Fleisch grubm.

.. ®a.nn' ""t den Fingern über die Stirn hinstreichend ine sich m zornige Falten gezogen hatte, begann sie »weder zu sprechen.Schweigen Sie gegen Alle," sagte sie langsam und nachdrücklich.Der Mann, den Sie vorhin bei mst gesehen haben, war mein Bruder."

Erschreckt, bestürzt, in seinem Gefühl, ihr einen Dienst erwiesen zu haben, scheinbar getäuscht, griff Bäsmann mit unruhigen Händen in die Luft, um seinen Kummer und seine Reue der verehrten Beschützerin des geliebten Kindes auszu- drücken. Sie aber legte beschwichtigend die Hand auf seinen Arm und sagte mit der ruhigen Freundlichkeit die sie wieder- ""den hatte:Grämen Sie sich nicht, ich wußte schon Alles von meinem Bruder- und Sie haben mir wirklich einen großen Dienst erwiesen. Ich danke Ihnen. Gehen ® p "Nb wenn Sie mir noch behilflich fein können, bitte ich Sie zu mir."