Dienstag 6« 2. Mtj.
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\ 1897. - Rk. 25
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it dem Klagen, mit den. Zagen, Wie verdirbst Du's auch so oft! Lerne Trübes heiter tragen Und Dein Glück kommt unverhofft.
ausholen, als nach einem — r ■ ,,nh
Thür sich öffnete, und ein Gast Heremtrat, so unerwartet un so geisterhaft anzuschauen in der Blaffe seines GeMes, daß Alle erschraken. Es war Neuert, nachlässig bekleidet, wie von seinem Bett emporgesprungen war und die nothwendlgs Kleider hastig übergeworfen hatte. „Können Sie nur m ein wenig Brod und Milch aushelfen?' sagte er zu Sarohne. „Ich bin zu kurz gekommen und habe Niemanden, den ich
„wir wollen uns wieder vertragen. In der Hitze des Gefechtes thut und sagt man Manches, was emem hinterher leid ist. Wollen Sie? Da ist meine Hand. Neuert hatte die Brauen zusammengezogen und starrte, wahrend um seine Munkwinkel zuckte, mit niedergeschlagenen Augen auf die dargebotene Hand. Aber jetzt war auch Martha zu ihm beranaetreten, berührte ihn leise an der Schulter und sagte. Vn S gut und verständig. Er hat es nicht bst geeint und auch mir hat es sehr leid gethan, daß Sie so
schicken ^konn e^-^b Köchin, ihrem guten Herzen gehorchend, und holte das Verlangte herbei, Ehrend sw ihre Verwunderung aussprach, daß Doctor Jaksch das Verlassen von Bett und Zimmer schon gestattet habe. „Den habe ich nicht gefragt mau muß doch endlich «mal wieder gesund werden," gab Neuert tn fernem ,atte ' '"L
Tone zur Antwort, zugleich aber verriethen seine - 9 ' unruhig in dem Raume umherwanderten, um dann auf Koh und Martha hasten zu bleiben, daß etwas'Andere^ ihn hier) getrieben hatte, als die Bitte um Milch und Brod- D,e Sehnsucht nach dem geliebten Mädchen, das Verlangen, ihm zu hören wenigstens, und das er nun wred Seite des Mannes erblickten mußte, den er Hatzte.
Köhler hatte sich langsam erhoben und trat jetzt nahe zu ihm heran. „Kommen Sie her, sagte er freundl ch,
ter längeren Auseinandersetzung i Frau gerommcu .^. Ihre marten Augen hatten sich belebt, s‘* .51 S SÄ-SE w zu. „Franz, Junge," sagte sie mit thränenerfullter Stimme, „sehe ich Dich wirklich noch einmal wieder?
Neuert wandte sich auf die unerwartete Anrede hastig ru der Frau, sodaß er Auge in Auge ihr gegenüber stand. Sein Gesicht war noch etwas bleicher geworden, als zuvor, und mit schwerer Zunge sagte er: „Sie sind es, Sie. Er stockte einen Augenblick. „Nein, ich irre mich, und auch Sie müssen sich irren," fügte er dann mit lahern Wech el von Ton und Ausdruck hinzu. „Irgend eine Aehnlichkeit muß Sie getäuscht haben, wir kennen einander nicht.
Er wandte sich zum Gehen, mit kummervollem Ausdruck aber schüttelte die Frau den Kopf. „Du brauchst nicht wieder davon zu laufen, wie Du es schon einmal gethan hast. will ja nichts von Dir, und Du bist ;a setzt auch em Mann, der seine eigenen Wege geht. Aber ich habe doch einmal Mutterstelle an Dir vertreten —"
Sie konnte nicht enden. Ein La.it wie ein unterdrückter czilferuf drang von der Thür herüber, und tote zur Antw ort auf diesen angstvollen Ton schrie Caroline jetzt leffe aust Gleich aber faßte sie sich wieder, eilte auf eine dun e Frauengestalt zu, die, mit einer Ohnmacht kämpfend, sich an den
krank gewesen sind., ,
Bei ihrer Annäherung hatte sem Körper geMerk, als
Roman von Robert Kohlrausch. ' 1 wenn ein plötzlicher Frost ihn überlaufe,- dann aber hatte er
----- I die Augen, aus denen dunkle Flammen hervorzulodern schieren, sKortsetzung.) voll auf sie gerichtet. Und als er in ihrem Gesichte nichts
$ s n- rtiim I fanh als Güte und Mitleid, da erloschen auch diese Flammen
Da gab es endlose Debatten über Proben und Costum, ° x 'Luchter Schleier legte sich über die und Caroline sah sich im Geiste schon in einem g^'mm rnd n s mit rascher, kurzer Bewegung reichte er dem
Krönungsmantel, wie ihn die Königin m „Mana Stuar ^chde die Hand. £ .
einmal im Sommertheater getragen hatte. ^Du w rs i Begegnung der Männer hatte so sehr die Aufmerk-
bloß eine ganz einfache Bnrgersfrau," wandte Ferdinand em. Die V g g g ' bie seltsame Bewegung
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