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Auskunft: heirathung

Genreinnütziger

Kaninchenzucht. Die Kaninchenzucht steht in voller Blüthe. Fast alle Häsinnen haben jetzt Junge. Die Nach­zucht aus diesem Monat ist am Vortheilhaftesten zu Zucht- thieren, da die günstigsten Verhältnisse zur Entwickelung der Jungen vorliegen. Grttnfutter ist nun schon in genügender Menge vorhanden. In Folge dessen haben gute Häsinnen Milch im Ueberflusi und bei der gelinden Wärme des Lenz­mondes gedeihen die Thierchen vortrefflich. Man versäume nicht, die Jungen zeitig genug nach den Geschlechtern zu trennen und füttere sie ordentlich mit Kraftfutter, besonders Hafer, der ihnen am besten zusagt. Hafer erzeugt feurige Thiere und ein glänzendes Fell. Besonders empehlenswerth ist er für die Zuchtkaninchen. Für junge Kaninchen empfiehlt sich auch ein Brei von Maisschrot und Milch. Besonders vortheilhaft wirkt dieses Futter bei Mastkaninchen, welche man im Alter von 4 bis 5 Monaten rasch schlachtfähig machen

stets im Rückstand mit ihrer Miethe und schienen immer in Geldnoth zu sein. Mr. Grehlock konnte keine Beschäftigung finden, das Gehalt seiner Frau im Theater war ihre einzige sichere Einnahmequelle. Die Krankheit des Kindes verursachte ihnen viele Ausgaben, so daß ihnen nur wenig zum Leben übrig blieb. Ich konnte Mrs. Grehlock nie recht leiden; sie war viel zu leichtfertig und zu kokett für meinen Ge­schmack; ihr Mann war schrecklich eifersüchtig auf sie.

Zuweilen kam ein Herr in einer Kutsche hierher und holte sie zur Probe oder in's Theater ab ein hübscher junger Mann von dunklem Aussehen. Ich habe seinen Namen nie erfahren, allein einer meiner Miether sagte, er sei sehr reich. Sie kümmerte sich nicht viel um das Kind und ver­nachlässigte es schmählich. Einige Tage vorher, ehe sie ver­schwand, wurde das kleine Ding krank und ist jetzt Wohl bereits tobt und begraben.

Vor etwa acht Tagen zankten sich die Grehlocks wegen

mir; das Kind wurde hier geboren. Sie führten ein elendes l Dieser erwiderte auf die Fragen des Advokaten Dasein und haderten beständig miteinander. Sie waren Folgendes:

Sie ist sicher auf und davon gegangen; sie lebte mit ihrem Manne in Unfrieden; ihr Verehrer, Kenhon, brachte sie am Abend vor ihrer Flucht in seiner Kutsche nach dem Theater; er hatte während der Vorstellung eine Loge inne. Er hinkte ein wenig und sah ungewöhnlich bleich aus. Es hatte Jemand ein Souper für die Balletmädchen nach der Vorstellung veranstaltet, und Mrs. Grehlock hatte versprochen, ihm beizuwohnen; im letzten Augenblick aber kam sie in größter Aufregung hinter die Coulissen gelaufen und ent­schuldigte sich unter dem Vorwand, daß ihr Kind todtkrank sei und die Nacht nicht überleben werde. Kenhon begleitete sie." Können Sie mir etwas über diesen Kenhon sagen?"

fragte der Advoeat.

Er ist ein junger Bursche, der, so viel ich erfahren, erst vor kurzer Zeit hier ankam, nachdem er sich mehrere Jahre im Ausland aufgehalten hatte; sein Vater war ein Amerikaner, seine Mutter eine Spanierin. Er ist ein hübscher Mensch mit feinen Manieren und hat Geld im Ueberfluß."

War Robert Grehlock eifersüchtig auf ihn?"

Ich habe nie etwas darüber gehört. Ich war mit keinem von den beiden Männern bekannt, allein nach dem Umstande zu schließen, daß Kenhon zu derselben Zeit aus seinem Hotel verschwand, wie Mrs. Grehlock aus ihrer Wohnung, ist es mir vollständig klar, daß die Beiden mit­einander abreisten. Unter den Angestellten des Theaters sprach man davon, daß sie sich auf's Wasser begeben und nach Europa gereist sind."

Der Rechtsanwalt suhr nach Grehlock Woods zurück und erzählte seine Geschichte dem bleichen Manne, der sich in sein Gemach eingeschlossen hatte, um sich seinen bitteren I Betrachtungen zu überlassen.

Als der Anwalt seine Mittheilung beendigt hatte, fuhr Mr. Grehlock heftig von seinem Stuhle auf und rief mit vor Zorn bebender Stimme:Und dies ist das Weib, das zwischen mich und meinen Sohn trat! Möge Niemand es von dieser Stunde an wagen, ihren Namen in meiner Gegenwart zu nennen; für mich existirt sie nicht!"

Sie haben aber eine Enkelin," fiel ihm der Anwalt I in das Wort.

Ich denke, nicht; Sie sagten mir ja, daß das Kind sehr krank war, als die Mutter es wegnahm; hoffen wir, I daß es tobt ist."

Wenn es aber noch leben sollte?"

Seien Sie versichert, baß ich ben Sprößling bieses Weibes nie anerkennen werbe!"

Das Kind ist Ihre gesetzliche Erbin, Sir" (Fortsetzung folgt.)

eines Bouquets, bas ber bereits erwähnte junge Mann ber Tänzerin sanbte, unb nach einem lauten Wortwechsel, ben sowohl Martha wie ich vernahm, verließ Mr. Grehlock wüthenb bas Haus. Dies war bas letzte Mal, baß wir ihn sahen er kam nicht wieber zurück. Nachbem er fort war, begab ich mich hinauf unb fand Mrs. Grehlock ganz unbe­kümmert, an einem halbfertigen Ballkleibe nähenb.Ich traf vorhin Ihren Mann auf ber Treppe," sagte ich; hoffentlich ist nichts Unangenehmes passirt."Wir hatten einen Wortwechsel," antwortete sie, inbem sie ihren hübschen Kops schüttelte;er ist fort, unb ich hoffe von ganzem Herzen, baß er nie wieberkehren wird!"

Der Doetor hatte ihr gesagt, daß bas Kinb nicht mehr | viele Stunben am Leben bleiben könne; bennoch bereitete sie sich am Abenb vor, in bas Theater zu gehen. Sie Pflegte bas kleine Dinge mit Opiaten zu betäuben und bis zu ihrer Rückkehr Martha bei ihm zu lassen. Sowohl sie wie ihr Mann kamen selten vor Mitternacht nach Hause. Gegen Abend rief sie mich und fragte, ob Martha wie ge­wöhnlich bei der Kleinen wachen und ihr die Mediein ein­geben könne; sie sah fieberhaft und erregt aus; sie mußte sich plötzlich zu einem verzweifelten Schritte entschlossen haben. Ich war neugierig genug, nach dem Fenster zu laufen, als sie ausging, und siehe da! vor der Thür erblickte ich eine seine Equipage, und der dunkle junge Herr stieg sehr lang­sam aus, als ob er von Schmerzen behaftet sei. Er sprach einige Worte mit Mrs. Greylock und küßte ihr die Hand, worauf Beide in die Kutsche stiegen und miteinander fort- fubtcn/^

Erzählen Sie weiter," bat der Advoeat, als die Wirthin innehielt.

Ich weiß Ihnen weiter nichts mitzutheilen," antwortete sie zögernd;denn ich habe Mrs. Greylock seit jener Stunde nicht wieder gesehen. Martha sagt, sie sei nach dem Theater zurückgekommen und habe das kranke Kind heimlich wie em Dieb in der Nacht davongetragen. Das arme, kleine Ding. Es war ihr wohl nicht mehr lange int Wege. Merkwürdig ist es übrigens doch, daß sowohl sie wie ihr Mann so ohne Weiteres davongingen, ohne sich um ihre Miethe zu kümmern, mit der sie seit mehr als zwei Monaten im Rückstände waren." .

Wissen Sie, ob Mrs. Grehlock an jenem Abend tm Theater tanzte?" , ,

Ja, sie tanzte dort. Der Direetor kam ewige Tage daraus hierher, um nach ihr zu sehen; er sagte, sie sei an jenem Abend wie gewöhnlich an ihrem Platze gewesen, se aber zu seinem Aerger am folgenden Tage nicht zu der -probe erschienen; er meinte, sie müsse während ber Nacht durcy- gebrannt sein."

Von bem Miethshause begab sich ber Anwalt zu dem Direetor be§ Theaters, in welchem Iris angestellt ge­wesen war.